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Autor Thema: MSI Test-IT 11 MSI Z390 ACE  (Gelesen 1161 mal)

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DerDaniel

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MSI Test-IT 11 MSI Z390 ACE
« am: 26. März 2019, 17:50:46 »

MSI Z390 ACE


Hallo zusammen,

ich habe die Möglichkeit eingeräumt bekommen das MSI Z390 ACE testen zu können. Gerne möchte ich meine Erfahrungen
mit diesem tollen Mainboard mit Euch teilen.



Eines vorweg: Das Mainboard von MSI richtet sich an Gamer, die Highend-Komponenten verbauen wollen – das Z390 ACE
bildet hierfür eine solide Grundlage für ein solches System. MSI bewirbt ihre Premium-Produktlinie mit „MEG“ – kurz für „MSI Enthusiast Gaming“.

 

Schon beim Öffnen der OVP haben mich die Mattschwarze Platine mit den graugussffarbenden Kühlkörpern angesprochen
– eine wirklich schöne Farbkombination. Die Abdeckung der Anschlussports ist mit einem Mystic Light Infinity Abdeckung versehen,
welches die Optik eines unendlichen Spiegels vermittelt. Die integrierten LEDs lassen sich mit der passenden Software
MSI Mystic Light RGB-Software steuern. Eine Personalisierung mit scheinbar unendlichen Möglichkeiten ist hierdurch gegeben.

Das vorinstallierte I/O Blende ist für mich ein Segen – wer kennt es nicht? Man hat alle Komponenten eingebaut und findet
die Blende lose auf seinem Schreibtisch. Solche Alpträume gehören dem Besitzer eines solchen Mainboards der Vergangenheit an.



Mir ist der Drehregler für verschiedene, vordefinierte OC-Profile ins Auge gefallen – ehrlich gesagt habe ich vorher nie einen solchen
Regler gefunden – auch nicht bei der Konkurrenz. Ich denke, dass gerade eine solche Funktion, Anfängern einen leichten Einstieg
in die OC-Welt bietet. Doch hat MSI nicht nur an die Anfänger gedacht, sondern auch die, die bereits besonders in der OC Welt versiert sind.
So sind separate Knöpfe zum Ein-/Ausschalten, als auch ein Reset-Knopf vorhanden wenn es mal schnell gehen muss – beispielsweise
auf einem Benchtable. Sollte mal ein LN2-Pot zum Einsatz kommen, so kann man durch den Slow-Mode-Switch das Hochfahren des
Systems verlangsamen, damit mehr Zeit vorhanden ist, um die Temperatur des Prozessors an neue Werte anzupassen. Um den Nutzer
noch das Zurücksetzen der BIOS-Einstellungen zu erleichtern, hat MSI einen dedizierten BIOS-Reset-Knopf auf neben den USB Slots angebracht.



Ein Panel zur Anzeige von Betriebscodes ist ebenfalls vorhanden, sodass eine Anzeige von möglichen Fehlern beim Start des Systems gegeben ist
– somit benötigt man keinen Speaker mehr. Das Z390 ACE verfügt über zwei 8-PIN Stromanschlüsse für die CPU (abgesehen von dem 24-PIN ATX),
was bei Mainboards der vorherigen, als auch in der aktuellen Generation eher die Ausnahme ist. Selbst das ASUS Maximus Formula XI,
welches budgettechnisch in einer anderen Liga spielt, verfügt nicht über eine solche Anzahl von Stromanschlüssen. Für mich definitiv ein Pluspunkt für MSI,
sofern es um das Thema OC geht. Das Killer LAN ist für Online-Gaming auf Wettbewerbsniveau optimiert und hilft der Leistung in Online-Multiplayer-Titeln.
Killer LAN erkennt und priorisiert Verbindungen von Spielen automatisch und sorgt so für Vorteile durch flüssigerer Gameplay. Laggs sollen
der Vergangenheit angehören.

Aktuell wird das Mainboard bei Caseking für rund 299,00 EUR zzgl. Versand angeboten.

Nachfolgend führe ich erstmal alle weiteren Technischen Details auf die das Board mit sich bringt
Format:

ATX

Chipsatz:

Intel Z390

Sockel:

1151(v2) (für Intel-CPUs der 8. und 9. Core-Generation)

RAM:

4x DDR4 (2.666 MHz, bis zu 4.500 MHz mittels OC) Dual-Channel Max. 64 GB

Slots (physisch):

1x PCIe 3.0 x16, 1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch x8), 1x PCIe 3.0 x16 (elektrisch x4), Kompatible Multi-VGA-Konfigurationen:
3-Way AMD CrossFire, 2-Way SLI),3x PCIe 3.0 x1, 1x M.2 Key E (vertikal, belegt durch WLAN/BT-Modul, inkl. 802.11ac)

Interne Anschlüsse:

6x SATA 6G, 2x M.2 (PCIe 3.0 x4; 2242 / 2260 / 2280 / 22110), 1x M.2 (PCIe 3.0 x2 & SATA; 2242 / 2260 / 2280),
2x USB 3.1 (zwei Header), 4x USB 3.0 (zwei Header), 4x USB 2.0 (zwei Header), 1x CPU-Fan-Header (4-Pin),
8x Fan-Header (4-Pin), 1x Pumpenanschluss (4-Pin), 1x Thermal-Sensor-Header, 1x Front Panel Audio C, 1x RGB-LED-Header (3-Pin),
2x RGB-LED-Header (4-Pin)

Externe Anschlüsse:

6x USB 3.1 (5x Typ A und 1x Typ C), 4x USB 2.0, 2x Gigabit-LAN (Intel Killer E2500), 2x WiFi-Antennenvorbereitung,
1x WiFi-/Bluetooth-Modul (Killer Wireless-AC 1550), 1x S/PDIF, 5x Audio (AUDIO BOOST DAC)

Stromversorgung:

1x 24-Pin ATX 12V, 2x 8-Pin ATX 12V
                           



TestBuild



Mein Testbuild beinhaltet folgende Komponenten:

MSI MPG Z390 ACE / Asus Prime Z370
Intel Core i7 8700K CPU / Intel Core i3 8100 CPU
Cruxial Ballistix Sport
GeForce RTX 2070
EVGA Supernova G2 650
WD Black 1 TB HDD
Sandisk SSD 256 GB



Der Test


Zum Testen habe ich 2 CPUs vorliegen (Intel Core i3 8100 und Intel Core i7 8700K), welche ich erstmal auf deren Stock-Einstellungen
gebencht habe. Nach und nach habe ich mit den OC-Drehregler des Z390 ACE und die Prozessoren auf höhere Taktraten gebracht.
Das benchen erfolgte in Cinebench 15 und Cinebench 20.

 

Der Intel Core i7 8700K hat bei Stock-Einstellungen in Cinebench 20 durchschnittlichen, nach mehreren Testläufen 3550 Punkte erreicht.
In Cinebench 15 lag die Punktzahl nach mehreren Testdurchläufen bei 1410 Punkten.

Zum Vergleich habe ich dieselbe CPU noch auf einem Asus Prime Z370 A verbaut. Hier lag die Punktzahl bei gleichen Einstellungen
erstaunlicherweise ca. 50 Punkte unter den des MSI Z390 ACE. Diese Ergebnisse konnte ich sowohl in Cinebench 15, als auch
Cinebench 20 wahrnehmen.

Über den OC-Drehregler von MSI habe ich den 8700K auf 5.0 Ghz gebracht, was ich als alltagstaugliches Overclocking halte. Die Temperatur
der CPU stieg wie erwartet an, aber auch nicht erheblich – da ich denke, dass sich jede CPU hierbei anders verhält, habe ich die Temperatur
nicht aufgenommen.

Der Intel Core i7 8700K hat bei OC-Einstellungen in Cinebench 20 durchschnittlichen, nach mehreren Testläufen 3960 Punkte erreicht.
In Cinebench 15 lag die Punktzahl nach mehreren Testdurchläufen bei 1680 Punkten.

Im Vergleich zu dem ASUS Mainboard lagen die Punktzahlen durchschnittlich bei 3810 bei Cinebench 20 und bei 1550 Punkten bei Cinebench 15.

Im direkten Vergleich finde ich, dass das MSI Z390 ACE sich hier definitiv sehen lassen kann. Zum einen ging das Overclocking von Kinderhand,
 zum anderen sieht man anhand der deutlich höheren Punktzahl, welches von meiner Seite nur auf das Mainboard von MSI zurückzuführen ist,
nicht von der Hand weisen.





Beim Test des Intel Core i3 8100 wurden auf dem Z390 ACE von MSI im Durschnitt 1180 Punkte in Cinebench 20, und 580 Punkte im
Cinebench 15 erreicht. Dass die Werte sich stark von denen des i7 8700K unterscheiden, war zu erwarten.

Auf dem ASUS Mainboard wurden 1130 Punkte in Cinebench 20, und 570 Punkte in Cinebench 15.

Die Kluft zwischen den Punkten liegt hier bei den leistungsschwächeren Prozessoren nicht weit auseinander. Wie ich es mir bereits
dachte, zeigt sich der Vorteil des Z390 Ace erst dann, wenn wirkliche Highend Komponenten wie der i7 8700K verbaut werden.



 


Fazit


Über das Ganze Benchen hinweg, macht das MSI Z390 ACE einen tollen Eindruck auf mich. Der Funktionsumfang ist in der Preisklasse
m. M. n. nirgends anders gegeben – es fängt beim Einbau des Mainboards an und hört beim Overclocking auch nicht auf.

Ich konnte mich jetzt gute zwei Wochen mit dem Mainboard auseinandersetzen und kann nur sagen, dass es mich begeistert hat,
obwohl ich vorher eher Skeptisch dem Board gegenüber stand. Doch die Möglichkeiten, die mir dieser Test gezeigt hat, haben mir offenbart
über den Tellerrand zu schauen – denn nicht der Preis macht die Qualität und den Funktionsumfang aus.

 

Die Blende mit dem Infinity Spiegel Look ist ein tolles Feature was schön anzusehen ist – meinen persönlichen Geschmack trifft es jedoch nicht.
Die einfache Handhabung des Overclockings hat bei mir guten Anklang gefunden, denn nicht jeder hat die Zeit – und vielleicht auch die Lust
– sich intensiv mit Overclocking zu beschäftigen.

Ich finde jedoch, dass MSI bei dem Z390 ACE einen tollen Job gemacht hat und ein wirklich schönes Mainboard designed hat
(lassen wir den Infinity Spiegel mal außen vor) – auch wenn sich leider nicht alle LEDs auf dem Board anpassen lassen.
In der Zukunft würde ich mich ebenfalls über eine Farbanpassung der Fehlercodeanzeige, als auch des dedizierten Start- und Resetknopfes wünschen.
Hier ist leider nur eine Rote Farbauswahl möglich.

Die drei M.2 Slots sind schön anzuschauen – auch wenn nur ein Slot mit einem passenden Kühlkörper ausgeliefert wird.
Die Möglichkeit den Kühlkörper separat zu erwerben fände ich toll – noch besser, wenn MSI zukünftig mehr Kühlkörper beilegen würde.

Zu guter Letzt sind sicherlich die mit Metall eingefassten Ports für RAM-Riegel, als auch die PCIe Steckplätze zu erwähnen. Hier ist mir aufgefallen,
dass wirklich alle Steckplätze verstärkt wurden, nicht wie bei anderen Hersteller nur der erste PCIe Steckplatz (oder maximal der zweite).
« Letzte Änderung: 26. März 2019, 18:45:40 von DerDaniel »
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