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Autor Thema: TEST IT 11.0 MSI MEG Z390 ACE  (Gelesen 991 mal)

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silenter 72

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TEST IT 11.0 MSI MEG Z390 ACE
« am: 25. März 2019, 17:48:22 »

Einführung und Überblick:

Bevor ich mit meiner Bewertung beginne, noch einige Worte vorweg.

Ich habe das MSI Enthusiast Gaming (MEG) Z390 ACE im Rahmen der Aktion Test IT 11.0 von MSI zur Verfügung gestellt bekommen.
Ich möchte mich für die Bereitstellung des Motherboards und das entgegengebrachte Vertrauen durch MSI ganz herzlich bedanken und freue mich jetzt, auf die ersten Erfahrungen mit diesem Board.
In meinem Test möchte ich mehrere Themenbereiche für Sie/Euch unter die Lupe nehmen und meine Erfahrungen teilen.

1. Unboxing (Was bekomme ich für mein Geld?) und erster Eindruck
2. Design des Motherboards
3. Features
4. Verarbeitung der gelieferten Ware
5. Software und Treiber
6. Einbau
7. Das Board im Einsatz (Temperaturen/Werte/Overclocking)
8. Preis/Leistung
9. Fazit

1. Unboxing und erster Eindruck:
Das MSI MEG Z390 ACE wird in einem, edlen schwarzen Karton mit Produktaufdruck geliefert. Auf dem Karton sind auf der Vorderseite das Motherboard selbst und einige Angaben zum Chipsatz und den unterstützten CPU (Intel) und ein Hinweis auf Intel Optane zu sehen.
Für die „Haptiker“ unter den Forenlesern: das MSI Logo und die Bezeichnung ACE (in Gold) sind in den Karton gestanzt. Das fühlt sich edel an.
Auf dem Karton sind bereits relevante Informationen rund um das Motherboard (z.B. unterstützte Intel Generationen 9000 Serie/8th Gen., CPU Sockel, Chipsatz etc.) abgedruckt.
Die Rückseite verrät noch ein wenig mehr an Informationen und bietet einen guten Überblick auf das, was die Käufer erwarten wird (vorinstalliertes I/O-Shield, Mystic Light Infinity Spiegel, 3x M.2 Slots, etc)
Im Lieferumfang befindet sich neben dem Motherboard befinden sich folgende Artikel:

Handbuch/Quick Guide
- Benutzerhandbuch (Englisch/Deutsch/Französisch/Russisch)
- Quick-Install-Guide (Multilingual)

Zubehör
- Antennenset (WiFi/ Bluetooth)
- SLI Brücke
- 3 M.2 Schrauben
- Gehäuse Aufkleber (MSI Logo/Drache)
- SATA-Kabeletiketten
- Treiber und Programm DVD
- MSI Produktblatt (Monitore/GraKa etc.)

Kabel
- 4 SATA 6GB/s Kabel
- LED Y Kabel
- LED JCorsair Kabel
- LED JRainbow Kabel

Positiv hervorheben möchte ich, dass das Mainboard nicht frei im Karton „herumfliegt“, sondern fest im Karton gehalten wird. Das habe ich bei anderen Boards, bereits anders erleben müssen. Wir befinden uns hier, aus meiner Sicht, bereits bei den Oberklasse Motherboards und da finde ich es gut, das MSI auf solche Dinge achtet.
Somit hatte ich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt keine Bedenken, dass die Hardware beschädigt sein könnte und es stellt sich das Gefühl ein, ein hochwertiges und vor allem zubehörreiches Produkt in Händen zu halten.
Somit kann ich von einem sehr positiven ersten Eindruck berichten.

2. Design:
Einmal aus der antistatischen Folie entnommen, erblickt ein schwarzes Motherboard das Licht der Welt. Die vorherrschenden Farben sind Schwarz, Silber, diverse Grau-/Anthrazittöne und ein Spiegel. Neben diesen Attributen fällt mir auf, das MSI hier viel Wert auf die Kühlkörper und die Anordnung einzelner Komponenten, Knöpfe und Anschlüsse gelegt hat. Die Beschriftung einzelner Komponenten ist klar erkennbar.
Ein für mich persönlich sehr edles und ansprechendes Designkonzept.
Das Motherboard verfügt über eine RGB Fläche, den „Infinity“-Spiegel. Hierzu aber im Verlauf meiner Bewertung mehr. Es wurde von MSI bei diesem Board ein festes I/O Blende verbaut. Dieses erleichtert nicht nur den Einbau, sondern sieht auch noch gut aus (schwarz/rot mit MSI Drachenlogo).
Mit diesem Board steht der Präsentation seiner Hardware, in einem entsprechenden Gehäuse, nichts im Wege.
Alles in Allem eine für mich sehr durchdachte und runde Gesamtoptik.

3. Features:
Das Motherboard bringt folgende Anschlussmöglichkeiten/Steckplätze/Spezifikationen mit:

Intern:
- 1x CPU Sockel LGA 1151 für Coffeelake-Prozessoren (Kompatibilitätsliste auf der Homepage von MSI vorhanden)
- Intel Z390 Chipsatz
- 4x DDR 4 RAM Bänke (verstärkt durch Steel Armor) max. 64 GB-4500MHz (OC)
- 3x M.-2 Slots
- 3x PCI-E Gen3 Slots (verstärkt durch Steel Armor)
- 3x PCI-Ex1 Slots
- 2x USB 3.1 Gen2 Typ C
- 4x USB 3-1 Gen1 Typ A
- 6x SATA III Anschlüsse
- Realtek ALC1220 Codec
- Formfaktor ATX
- SLI und Crossfire möglich

Extern:
- Clear CMOS & BIOS Flashback Button
- 4x USB Port 2.0
- Killer E2500 Gigabit LAN
- Wi-Fi/Bluetooth Antennen Anschluss
- HD Audio Anschlüsse (vergoldet)
- 5x USB Port 3-1 Typ A
- 1x USB Port 3.1 Typ C
- Optical S/PDIF-Out

Onboard-Buttons & Anschlüsse:
- Power-/Reset-Button: insbesondere für offene Systeme (Benchtables) sinnvoll
- Game-Boost-Button: Ein Drehregler, der den Prozessor automatisch übertaktet.
- BIOS-Reset-Button: analog zum Schalter beim I/O-Shield

Ein Hinweis an dieser Stelle: Sofern alle drei M.2 Slots und auch PCI-E 3 Slots verwendet werden, sind nicht mehr alle SATA Anschlüsse in Funktion. Eine Übersicht hierzu findet sich im Handbuch.
Ein kurzer Hinweis zu den Neuerungen mit dem Z390 Chipsatz. Durch den Z390 Chipsatz ist nun der Support von USB 3.1 Gen2 und WLAN ac möglich.
Durch die Spezifikationen des Motherboards sind auch in Zukunft alle Möglichkeiten gegeben, weitere Peripherie anzuschließen und Erweiterungen entsprechend der eigenen Bedürfnisse zu gestalten.

4. Verarbeitung der gelieferten Ware:
Nach dem ersten Eindruck nun ein für mich wichtiger Punkt bei technischen Produkten. Die Verarbeitung. Das Motherboard hat ein gutes Gewicht und lässt mich auf hochwertige Materialien bei der Verarbeitung schließen. Ich führe das Gewicht auf die großen massiven Kühlkörper sowie die Verwendung von Steel Armor zurück.
Hier möchte ich MSI ein Lob für die Verarbeitung aussprechen. Somit ist auch der 2. Eindruck von dem Mainboard ein sehr guter.

5. Software und Treiber:
MSI verschickt sein Motherboard mit einer Treiber DVD. Diese enthält auch alle notwendigen Programme um seinen Rechner an seine eigenen individuellen Bedürfnisse anzupassen und unter seinem Betriebssystem zu verwalten. Die Programme sind logisch aufgebaut und lassen sich sehr komfortabel und intuitiv bedienen.  
Ich empfehle jedoch die Software direkt von der Homepage des Herstellers zu beziehen und zusätzliche Software wie Nahimic lässt sich im Windows Store kostenfrei beziehen.
Von meinem vorherigen Board (MSI Z370 Gaming Pro Carbon AC) war ich gewohnt, mehrere Programme zu nutzen (z.B. Lan Manager, Mysticlight, Gaming Center etc.).
Nun gibt es das Dragon Center.
Dieses Programm vereint alle einzelnen Programme in einer Oberfläche. Das finde ich sehr gelungen. Selbst ein Bios Update ist über das Dragon Center möglich. Daumen hoch!
Das Bios selbst ist wie bei MSI gewohnt. Wie auch schon bei meinem alten Board finde ich mich im BIOS schnell zurecht und kann die Einstellungen wie gewünscht anpassen. Vorher aber Schritt 6.

6. Einbau:
Der Einbau des Motherboards gestaltete sich sehr einfach. Abstandshalter vorinstallieren, eventuell störende Gehäuselüfter ausbauen und durch das vorinstallierte I/O-Shield ist alles für die Hochzeit von MB und Gehäuse vorbereitet. Richtig positionieren, festschrauben, Kabel anstecken-> fertig.
Ich verbaue bereits vor der Hochzeit die CPU, die M.2 SSD sowie die RAM Riegel. Da ich selbst über eine Kompaktwasserkühlung verfüge, habe ich den Kühlkörper erst im verbauten Zustand befestigen können.
Bei Luftkühlung, wäre der Kühlkörper vor dem Einbau im Gehäuse vollzogen worden.

7. Das Board im Einsatz:
Das Motherboard verfügt über zwei 8 Pin CPU Stromanschlüsse. Ich musste in meinem Test mit einem Stromanschluss klarkommen. Ich bin gespannt, wie viel Overclocking mit nur einem 8 Pin Stromanschluss möglich ist.
Ich persönlich finde die dezenten RGB-Highlights mit dem „Infinity“-Spiegel sehr gelungen. Der Spiegel wirkt als würde er unendlich weit gehen. Es sieht einfach toll aus. Und da bei mir noch drei RGB-Lüfter verbaut sind und auch die RAM Bänke RGBfähig sind, reicht der Spiegel vollkommen aus und ist auch das optische Highlight in meinem Gehäuse.
Mein System strahlt nun in einem Mix von rot/grün. Grafikkarte und Dioden sowie Debug LED in rot und der Rest in grün. Einfach schick.

Testsystem:
- Intel i7 8700k
- MSI MEG Z390 ACE (vorher MSI Z370 Gaming Pro Carbon)
- MSI GTX 1080 Gaming X
- 16 GB DDR 4 RAM
- 4 SSD davon 2x M.2 SSD
- Raijintek Orcus RGB 280mm Wakü

Test- /Benchsoftware:
- Cinebench R20
- 3D Mark Firestrike
- Crystal DiskMark
- CPU-Z
- GPU-Z

Ergebnisse bitte den folgenden Bildern entnehmen.

Bild 1: Ausgangswerte im Dragoncenter

Bild 1a:     3DMark Bench ohne Übertaktung

Bild 2: Cinebench R20ß Ausgangswert

Bild 3: CPU-Z, Crystal Disk Mark, GPU-Z


Nun die Anwendung des Gameboost Drehschalters. Als erstes habe ich mich langsam an das hardwaregesteuerte Overclocking gewagt.

Bild 4: Dragoncenter im OC Modus Stufe 2

Bild 5: Dragoncenter im OC Modus Stufe 6

Bild 6: Cinebench R20 im OC Modus Stufe 6


Zwischen den Stufen ist jeweils ein Neustart des Systems notwendig. Aber es ist spielend einfach das System zu übertakten. Sicherlich ist es über das BIOS eingestellt noch feiner abstimmbar. Aber für das schnelle einfache übertakten ist dieser Drehknopf einfach genial.
Ich habe mich bis zur Position 6 getraut.
Da ich in diesem Jahr noch einmal den Rechner umbauen möchte (Coolermaster Mastercase MSi Edition ist schon hier, neuer RAM sowie eine RTX Karte geplant sind) werde ich dann auch an das übertakten via BIOS gehen.

8. Preis/Leistung:
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung meines Testes (25.3.2019) kostet das MSI MEG Z390 ACE bei caseking 299,90 Euro. Schaut aber hier beim Händler eures Vertrauens.
Für dieses Geld bekommt man, aus meiner Sicht, eine Menge Leistung geboten, die sich auch in der Zukunft bezahlt machen wird.

9. Fazit:
Abschließend möchte ich hier eine 10 von 10 Punkten, auf meiner Bewertungsskala, für dieses Board aussprechen.
Mit diesem Motherboard stellt MSI ein sehr starkes Fundament für viele kreative Ideen bereit und gibt mit den zahlreichen Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten viel Spielraum, um auch in der Zukunft seinen Wunsch-PC auf Intel CPU Basis zu erstellen. Als Gamer kann ich mich nach Regeln der Kunst austoben.
Sehr geiles Motherboard. Ich schau jetzt noch eine Runde auf den Infinity-Spiegel.

Solltet ihr einen filmischen Eindruck zum Motherboard haben wollen, dann schaut im Verlauf der Woche hier:

<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZQryfUDKUu4" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=ZQryfUDKUu4</a>

Ich freue mich auf euer Feedback.
Gruß
Stephan
« Letzte Änderung: 25. März 2019, 22:57:36 von wiesel201 »
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