MSI Endanwender-Forum

Rund um MSI Produkte => Rund um BIOS, VBIOS und EFI => Thema gestartet von: Overloader am 07. Oktober 2008, 23:01:18

Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Overloader am 07. Oktober 2008, 23:01:18
Hallo,

mein MB (MSI P45 Platinum) hat ja einen ISP Programmieranschluß. Da mein BIOS so wie es aussieht beim flashen zerschossen (http://www.msi-forum.de/thread.php?threadid=42411) wurde hab ich mir überlegt, es selbst über die Programmierschnittstelle zu flashen. Da soll mir diese Hardware helfen: mySmartUSB (USB-Programmer und Bridge) (http://www.myavr.de/shop/article.php?artDataID=36)

Meine Frage ist, kann ich damit das BIOS neu flashen? Die ISP Schnittstelle wird ja unterstützt und die BIOS-Service Firmen werden das wahrscheinlich auch so machen.

Auf dem MB befindet sich als BIOS Chip ein \"SOIC, 8Pin\" glaube ich. Dürfte aber keine Rolle spielen oder? Muss ich irgendetwas beachten? Hat das schonmal jemand gemacht?
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: der Tobi am 07. Oktober 2008, 23:03:53
Ich denke, dass wird nicht so einfach.

Es gibt in so einem BIOS Chip einen First Bootloader und einen Second Bottloader.

Die Files, die zum BIOS Update zur Verfüfung stehen, sind second Level. Ich denke nicht, dass Dir jemand die Files besorgen könnte.

Nur mal ehrlich....für 20 Euro kannst Du Dein Board flashen lassen.

Da würde ich die andere Variante nicht riskieren.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Overloader am 08. Oktober 2008, 07:55:42
Zitat
Original von der Tobi
Nur mal ehrlich....für 20 Euro kannst Du Dein Board flashen lassen.

Da würde ich die andere Variante nicht riskieren.

Ok, ich dachte halt dass das einfacher ist. Einfach anstecken, BIOS drauf flashen und fertig.  ;) Aber dann werd ich das MB wohl mal einschicken müssen.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Kingnemesis am 08. Oktober 2008, 09:12:10
Wäre aber interessant zu wissen ob dies möglich wäre.
Man braucht dann wenigstens nicht das ganze Board auszubauen und wochenlang drauf zu warten bis das Ding wieder da ist. Wäre eben etwas praktischer und vor allem schneller.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 08. Oktober 2008, 14:35:11
Lad Dir mal die Dokumentation für den Programmer herunter und schau Dir mal die Pin-Belegungen an.  Vergleich die dann mal mit denen im Handbuch.  Hier fängt das Problem schon an.
Titel: RE: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: wollex am 08. Oktober 2008, 15:50:24
Zitat
Original von Overloader
...und die BIOS-Service Firmen werden das wahrscheinlich auch so machen.
Nein, die löten oftmal einfach den Chip aus und ersetzen diesen durch einen Neuen mit korrektem BIOS. Einige Rückmeldungen von Usern hier aus dem Forum bestätigen diese Vorgehensweise.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Overloader am 08. Oktober 2008, 18:23:21
Zitat
Original von Jack the Newbie
Lad Dir mal die Dokumentation für den Programmer herunter und schau Dir mal die Pin-Belegungen an.  Vergleich die dann mal mit denen im Handbuch.  Hier fängt das Problem schon an.

Ok, aber vielleicht kannst du mir sagen bzw. in Erfahrung bringen wo ich ein passendes Flash gerät für das MB herbekomme?  ;)
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: dalex am 08. Oktober 2008, 18:32:34
Das weiß hier niemand oder sagt niemand. Die Frage wurde schon öfter gestellt.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: give5 am 08. Oktober 2008, 19:45:48
Zitat
Ok, aber vielleicht kannst du mir sagen bzw. in Erfahrung bringen wo ich ein passendes Flash gerät für das MB herbekomme?
Hab mal das Inet durchstöbert und die (http://bios-repair.co.uk/SPI-ISP/ISP%20Programmers.html) gefunden. Auf der Herstellerseite (http://www.dediprog.com/home) sind auch die unterstützten Chips zu finden.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Overloader am 08. Oktober 2008, 19:51:08
Zitat
Original von give5
Hab mal das Inet durchstöbert und die (http://bios-repair.co.uk/SPI-ISP/ISP%20Programmers.html) gefunden. Auf der Herstellerseite (http://www.dediprog.com/home) sind auch die unterstützten Chips zu finden.

Den hatte ich auch gefunden, aber solange sich keiner damit auskennt und bestätigen kann, das es funktioniert. Und das kostet auch mehr als 30 Euro für ein neues BIOS. Aber interessieren würde mich das schon einmal ob das geht.  ;)
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Beitrag von: der Notnagel am 08. Oktober 2008, 20:12:47
hier wurde die Frage von einem Insider (Long001) beantwortet: MSI K8N-Neo4/Jumper (http://www.msi-forum.de/thread.php?postid=144625#post144625)

Ob das jetzt auch auf die SOIC-Chips zutrifft, weiß ich nicht.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 08. Oktober 2008, 20:31:17
Ich habe vor kurzem mit dem Inhaber einer BIOS-Service-Firma telefoniert (bios-fix.de) und pauschal nachgefragt, was genau sie hinsichtlich eines zerflashten P45-Platinum-BIOS-Chips unternehmen würden.  Die Antwort war: \"auslöten, neu programmieren und wieder einlöten\".  Auf meine Frage, ob sie die Möglichkeit haben, direkt zu programmieren, also ohne auslöten, antwortete er: \"Geht bei MSI Boards nicht\", zumindest nicht, mit der Technik, die sie da haben.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Overloader am 08. Oktober 2008, 20:39:43
Ok, dann hat sich das erledigt.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 08. Oktober 2008, 20:46:00
Naja, vielleicht nicht ganz.  Das Thema ist ja mehr als interessant und lädt eigentlich dazu ein, mal zu gucken, was so geht.  Nicht speziell nur hinsichtlich Deines Falls, sondern ganz allgemein.

Ich habe das hier gerade gefunden:

SPI Flash pinout of JSPI1 on the MSI P7N SLI Platinum (http://www.fccps.cz/download/adv/frr/spi/msi_spi.html)

Ich gehe nicht davon aus, dass der Typ sich das nur ausgedacht hat.  Wenn das reproduzierbar ist, dann wäre das vermutlich eine kostengünstige Alternative, zumindest für den geneigten Bastler.

Wer baut das mal und testet?
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: give5 am 08. Oktober 2008, 20:55:47
Zitat
zumindest nicht, mit der Technik, die sie da haben.
Wem fehlt die Technik? MSI oder bios-fix.de?
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 08. Oktober 2008, 20:59:45
bios-fix, mit MSI habe ich nicht darüber gesprochen.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: der Tobi am 15. Oktober 2008, 00:07:39
Die Aussage von Longi trifft noch zu.

MSI nutzt eine Karte, auf der der passende BIOS Flash sitzt. Dann wird davon gebootet. Schalter umlegen und  der auf dem Board befindliche BIOS Chip wird programmiert.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: der Notnagel am 15. Oktober 2008, 06:23:17
Zitat
Original von der Tobi
Die Aussage von Longi trifft noch zu.
Du meinst wohl nicht longi (http://www.msi-forum.de/profile.php?userid=2120) sondern Long001 (http://www.msi-forum.de/profile.php?userid=25456)
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: zator12 am 21. November 2008, 14:19:53
Zitat
Wer baut das mal und testet?

Ich habe mir den Adapter gebastelt und erfolgreich mein K9AG Neo2-Digital wiederbelebt. :)

Siehe auch hier K9AG Neo2-Digital Bios \"zerflasht\" (http://msi-forum.de/thread.php?threadid=40728)
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 21. November 2008, 14:22:39
Ich poste demnächst einen kleinen Erfahrungsbericht zu dieser ganzen Sache.  Da können wir dann ja mal ein bisschen über diese und jende Modifikationen am Adapter schnacken.  Das ganze klappt nämlich nicht einfach so in jedem Fall und das Beispieldesign für den Parallel/SPI-Adapter ist in seiner Fassung leider zu Störanfällig.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: zator12 am 21. November 2008, 14:39:30
Bei mir hat es eigentlich gleich beim ersten Anlauf super funktioniert.

Wichtig ist vielleicht,  dass die Kabel nicht allzu lang sind und ein fetter Elko (> 1000µF) nahe der JSPI1-Buchsenleiste an VCC hängt.

Ich habe für die VCC statt der 2 Dioden auch lieber 3 genommen, bin bei ca. 3,19V gelandet, desweiteren habe ich am LPT-Stecker jeweils einen 100R Widerstand an alle vier Signalleitungen als Schutz angelötet und mir eine zusätzliche Masseleitung vom 3,5\" Stromanschluss geholt.

Mehr habe ich eigentlich nicht geändert und wie gesagt es lief gleich beim 1. Versuch !

Gruß zator12
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 21. November 2008, 14:50:02
Ich bin bei einem MSI P45 Platinum letzten Endes ohne den Elko ausgekommen und habe die Stromversorgung für den Chip im Endeffekt von der 3.3V-Leitung eines Computernetzteils abgezwackt.  

Auf einem P45D3 Platinum war es etwas komplizierter.  Hier habe ich nur jede zweite Ader eines 10-adrigen Flachkabels für die Signalleitungen genutzt und alle anderen mit GND verbunden.  Einen Kombination aus Elko und Keramik-Kondensator war hier dann der ausschlaggebende Faktor.

Bei einem P45 Diamond bringen beide Konstruktionen nichts.  Wie es bisher aussieht, muss hier die SCK-Leitung entstört werden, sonst geht gar nichts.  Das Ergebnis ist nicht zuletzt jeweils abhängig vom Design der drunterliegenden Schaltkreise zwischen JSPI1-Anschluss und Chip, habe ich das Gefühl.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: zator12 am 21. November 2008, 15:04:51
Zitat
Bei einem P45 Diamond bringen beide Konstruktionen nichts. Wie es bisher aussieht, muss hier die SCK-Leitung entstört werden, sonst geht gar nichts. Das Ergebnis ist nicht zuletzt jeweils abhängig vom Design der drunterliegenden Schaltkreise zwischen JSPI1-Anschluss und Chip, habe ich das Gefühl.

Kann schon sein, dass das eine oder andere Mainboard-Layout anfälliger ist.

Schon mal probiert die SCK-Leitung mit einem kleinen RC-Tiefpass etwas zu filtern, bzw. um die Flanken etwas zu verschleifen ?

Eine andere Möglichkeit wäre die Delay-Zeiten beim Flashen (Parameter /d=2) stufenweise zu erhöhen.

Gruß zator12
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 21. November 2008, 15:10:45
Zitat
Schon mal probiert die SCK-Leitung mit einem kleinen RC-Tiefpass etwas zu filtern, bzw. um die Flanken etwas zu verschleifen ?

Das war der Plan für den nächsten Versuch, sobald ich wieder zum Basteln komme.

Zitat
Eine andere Möglichkeit wäre die Delay-Zeiten beim Flashen (Parameter /d=2) stufenweise zu erhöhen.

Das habe ich in allen möglichen bisher getesteten Modifikationen jeweils schon getestet, leider ohne Erfolg.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Berny am 12. Dezember 2008, 07:31:53
Hi,

habe auch versucht mein Bios  ( Medion MD8833, MSI-MB ) über den ISP- Port zu flashen. Der Chip wird nicht erkannt ( 2048kB ) na ja, das Auslesen dauert einige Minuten, das Beschreiben 3-4 Stunden. Trotz mehrerer Versuche mit verschiedenen Delay-Einstellungen habe ich kein Erfolg erzielt. Als erstes würde mich interessieren, ob das lange Beschreiben i. O. ist, oder ob da schon was faul ist.

Gruß
Bernhard
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 12. Dezember 2008, 10:17:00
Zitat
habe auch versucht mein Bios ( Medion MD8833, MSI-MB ) über den ISP- Port zu flashen.

Warum? Hast Du ein BIOS-Problem?  Wenn ja, dann schau zuallererst hier rein:

MS-7502 - BIOS zerschossen? (http://msi-forum.de/thread.php?postid=361627)

Erst wenn eine Bootblock-Recovery-Prozedure nicht weiterhilft, macht es Sinn, so eine Prozedure zu versuchen.

Zitat
das Beschreiben 3-4 Stunden.

Wenn das so ist, dann besteht keine funktionierende Verbindung zum Chip und der Programmer sendet \"blind\" Daten irgendwo hin.

Zitat
Der Chip wird nicht erkannt

Dann wird es nicht funktionieren. Die Grundbedingung ist, dass überhaupt ein Chip erkannt wird.  Wird die JEDEC-ID mit FFFFFFh angezeigt oder mit 000000h, dann ist schonmal ganz grundlegend was nicht in Ordnung mit der Verbindung.  Eine zweite Erklärung wäre, dass dier Programmieranwendung die Chip-Familie rein gar nicht unterstützt.
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Berny am 12. Dezember 2008, 11:00:03
@ Jack the Newbie


Ja, das Bios wurde beim Update mitten drin abgebrochen ( Stromstecker gezogen ), jetzt läuft nur ganz kurz der Lüfter an und dann ist ruhe !

Viele Dank für die Hinweise, jetzt weiß ich, wo ich ansetzten muß.

Gruß
Bernhard
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 12. Dezember 2008, 11:05:38
Zitat
Ja, das Bios wurde beim Update mitten drin abgebrochen ( Stromstecker gezogen ), jetzt läuft nur ganz kurz der Lüfter an und dann ist ruhe !

Mh,  CMOS-Reset bei gezogenem Netzstecker und dann ein Startversuch in Minimalkonfiguration hast Du mal gemacht? Vielleicht gibt es dann Zugriff auf ein internes Diskettenlaufwerk.

Zitat
Viele Dank für die Hinweise, jetzt weiß ich, wo ich ansetzten muß.

Schau mal auf den BIOS-Chip nach sowas wie Hersteller und Modellbezeichnung.  Dann kann man mal schauen, ob es überhaupt Sinn macht, weiter zu probieren.

Zum Adapter:

- an die Widerstände hast Du gedacht?
- Stromzufuhr ist stabil und sauber?
- SCK-Leitung eventuell mal entstören
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Berny am 12. Dezember 2008, 11:34:23
CMOS Reset erfolglos probiert, das mit dem Diskettenlaufwerk werde ich heute abend testen, bis jetzt noch nicht versucht.

Zum Chip: Der Klebstoff des Aufklebers hat wohl die Chipbezeichnung unleserlich gemacht, trotz Lupe keine Zeichen erkannbar  X(.

Zum Adapter: Bis auf das Entstören der SCK-Leitung alles,  wie beschrieben , gemacht.

Hoffentlich wird einer  Deiner Vorschläge mich zum Ziel führen.

Danke Dir Jack.

Bernhard
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Jack am 12. Dezember 2008, 11:45:33
Das hier wäre eventuell noch einen Versuch wert:

Zitat
Original von zator12
Zitat
Bei einem P45 Diamond bringen beide Konstruktionen nichts. Wie es bisher aussieht, muss hier die SCK-Leitung entstört werden, sonst geht gar nichts. Das Ergebnis ist nicht zuletzt jeweils abhängig vom Design der drunterliegenden Schaltkreise zwischen JSPI1-Anschluss und Chip, habe ich das Gefühl.

Kann schon sein, dass das eine oder andere Mainboard-Layout anfälliger ist.

Schon mal probiert die SCK-Leitung mit einem kleinen RC-Tiefpass etwas zu filtern, bzw. um die Flanken etwas zu verschleifen ?
Titel: SPI Adapter K9A2 Platinum
Beitrag von: balou1974 am 01. Juli 2009, 09:35:09
ACHTUNG!!! Nachfolgende Anleitung ist nur etwas für Bastler - ALLE Schritte auf eigene Gefahr!!!!! / Das Mainboard kann komplett unbrauchbar werden!!!!

Beim letzten Update(K9A2 Platinum V1) habe ich mir mir mein Bios zerschossen, die Lösung war ein einfacher SPI-Adapter und ein alter PC (Floppy und LPT-Port werden benötigt!). Die benötigten Teile bekommt man für ca. 10 Euro, die Programme und Schaltplan findet man bei Rayer http://rayer.ic.cz/elektro/spipgm.htm, Pinout von JSPI1 hier http://www.fccps.cz/download/adv/frr/spi/msi_spi.html.
Leider hat der Anschluss auf dem Board ein Rastermass von 2mm daher fallen Standardverbinder leider flach, beim grossen C habe ich nur eine 2reihige Leiste(zum einlöten) mit Rastermass 2mm gefunden. Benötigt wird weiterhin ein Elko (bei mir haben 10 uF/16V gereicht), 20-25cm Flachbandkabel 10polig (altes IDE oder Floppykabel sollte gehen), 4x150Ohm Widerstände (0,25 Watt), 3x1N4148 Diode und ein 25pol Sub-D-Stecker männlich, sinnvollerweise einen alten 5,25Zoll Spannungsstecker mit 10cm Kabel (Wir brauchen ja 5 Volt, eigentlich 3 - 3,3 Volt dazu später mehr). Zuerst löten Wir den ELKO an den Platinenverbinder (auf richtige Polung achten!) dann die Daten-Leitungen wie bei Rayer skizziert von dem Sub-D Stecker zum 2reihigen Platinenverbinder (auf 2x5Pole kürzen! / passenden Schrumpfschlach oder Isolierband sowie den Widerstand pro Leitung nicht vergessen!). Danach löten Wir die 3 Dioden in Reihe zusammen (die schwarze Markierung in eine Richtung etwa so [JSPI1] ----|<----|<----|<---- [+5V] ) und Verbinden sie mit dem 5V-Stromkabel (rot) und dem entsprechenden Pin am Platinenverbinder (Masse nicht vergessen! Sub-D/Stromversorgung/Mainboard/ELKO). Damit ist das Kabel auch schon fertig. Dann im Windows eine DOS-Disk erstellen und alles löschen was für den Start nicht benötigt wird. SPI-Programme und BIOS auf die Disk kopieren, Adapter mit altem PC(LPT) und Mainboard(JSPI1/Polung!) verbinden, alten PC mit der Disk booten und Flash wie bei den angegebenen WWW-Seiten programmieren --- fertig!!!! Fragen bitte hier stellen!


Gruss Balou
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: Countrycoin am 22. Juli 2009, 22:14:41
Hallo zusammen,

hab dazu noch Fragen:

1. Der Elko hängt parallel an der Spannungsversorgung, richtig?
2. Brauch ich den Elko, wenn ich mir die 3,3V Leitung (Orange) vom Netzteil anzapfe (Dioden sind dann raus, ist klar)?
3. Beim Flashen ist die Spannungsversorgung und alles andere komplett vom Motherboard abgezogen, richtig?
4. Beim Flashen sind die Speicherriegel nicht eingebaut, richtig?
5. Was ist mit dem Prozessor, bleibt der drin?
6. Was ist mit der Batterie, bleibt die drin?
7. Was ist mit dem CMOS-Jumper, ist der egal?
8. Geht das Flashen auch unter Windows XP, oder muss es zwingend DOS sein?

Gruss Countrycoin
Titel: BIOS per ISP Programmieranschluß flashen/brennen
Beitrag von: balou1974 am 24. Juli 2009, 08:20:26
Zu 1. Elko sollte immer dabei sein
Zu 2. Ja
Zu 3. Ja
Zu 4. Nicht nötig
Zu 5. CPU kann eingesteckt bleiben, eigenes Risiko (bei mir waren CPU und Speicher eingesteckt)
Zu 6. Ja
Zu 7. Normale Stellung (nicht Clear!)
Zu 8. NEIN - Ist aber kein Problem / bootbarer USB-Stick mit DOS (Syslinux/Memdisk)