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Autor Thema: SPI-FLASH - keine Typenbezeichnung lesbar  (Gelesen 14842 mal)

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11. Finger = Lötkolben

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SPI-FLASH - keine Typenbezeichnung lesbar
« am: 12. Februar 2011, 23:52:22 »

Hallo Allerseits,

ich habe mich hier im Forum angemeldet, weil ich nicht mehr weiter weiß :kratz
Ich habe von einem Kumpel ein K9A2VM V2 (MS-7302 Ver:1.1) MoBo bekommen, das nach einem Live-Update den Dienst quittiert hat.
Per POST Code Karte sehe ich, das er mit CPU und RAM noch Lebenszeichen von sich gibt und bis zum POST CODE E9 kommt.
lt. diesem PDF von AMI http://www.ami.com/support/doc/AMIBIOS8_Checkpoint_and_Beep_Code_List_PUB.pdf wird da das Floppy initialisiert. Ich habe 2 Floppys getestet, beide stellen sich tot. Also nix mit Bootblockrecovery :wall
Dann wäre da ja noch der SPI Header :-D
Nach der Lektüre von http://rayer.ic.cz/elektro/spipgm.htm
und http://www.fccps.cz/download/adv/frr/spi/msi_spi.html
habe ich mir einen Adapter vom SPI Header des Boards (2mm Leiste gibts beim großen C) auf DIL8 für meinen GALEP4 zusammengelötet. Kabellänge ca. 25cm, jeweils Masse zwischen den Signaladern und am SPI Header Vcc mit 47µ abgeblockt.
Das Blöde ist nur, das unter dem kleinen grünen Sticker ums Verrecken kein Chiptyp zu entziffern ist. Auch nicht mit einem Tröpfchen Alk, das Teil ist schwarz wie die Nacht! :cursing:
Die Software vom GALEP verlangt aber eine konkrete Typenangabe. Die 1MB Winbond Chips habe ich mal durchprobiert - nichts.
Er zeigt mir auch keinen Hex-Typencode an, so das ich mal googeln könnte, welches Bauteil sich dahinter verbirgt. Und Auto-Detect gibts nicht :wacko:
Könnt ihr mir ein paar Tipps geben, weiche SPI-FLASHs MSI so verbaut hat, das ich diese Typen dann mal durchprobieren könnte?
Sowas hatte ich noch nie. Es war immer was lesbar.
Selbst wenn ich den Chip \"rausföhne\" brauche ich eine Typenbezeichnung um ihn neu zu flashen.

Gruß Gerald
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Jack

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SPI-FLASH - keine Typenbezeichnung lesbar
« Antwort #1 am: 13. Februar 2011, 11:02:16 »

Allzu viele Möglichkeiten gibt es letztendlich nicht.  Das hier sind die gängigen Chip-Typen (Kapazität ist in Deinem Fall 8MBit (1MByte)):

Zitat
AMIC:
A25L05PU/PT (64kB)
A25L10PU/PT (128kB)
A25L20PU/PT (256kB)
A25L40PU/PT (512kB)
A25L80PU/PT (1MB)
A25L16PU/PT (2MB)
A25L32PU/PT (4MB)
A25L64PU/PT (8MB)
A25L512 (64kB)
A25L010 (128kB)
A25L020 (256kB)
A25L040 (512kB)
A25L080 (1MB)

Atmel:
AT26DF041 (512kB)
AT26DF081A (1MB)
AT26DF161A (2MB)
AT26DF321 (4MB)

EON:
EN25P16 (2MB)
EN25P32 (4MB)
EN25P64 (8MB)
EN25P128 (16MB)
EN25F20 (256kB)
EN25F40 (512kB)
EN25F80 (1024kB)
EN25F16 (2MB)
EN25F32 (4MB)
EN25F64 (8MB)
EN25F128 (16MB)

Macronix:
MX25L1005 (128kB)
MX25L2005 (256kB)
MX25L4005 (512kB)
MX25L8005 (1MB)
MX25L1605 (2MB)
MX25L3205 (4MB)
MX25L6405 (8MB)

Spansion:
S25FL004A (512kB)
S25FL008A (1MB)
S25FL016A (2MB)
S25FL032A (4MB)
S25FL064A (8MB)
S25FL128P (16MB)

SST:
SST25VF010 (128kB)
SST25VF020 (256kB)
SST25VF040 (512kB)
SST25VF080 (1MB)
SST25VF016 (2MB)
SST25VF032 (4MB)
SST25VF064 (8MB)
SST25VF128 (16MB)
SST26VF016 (2MB)
SST26VF032 (4MB)
SST26VF064 (8MB)

ST Microelectronic:
M25P10 (128kB)
M25P20 (256kB)
M25P40 (512kB)
M25P80 (1MB)
M25P16 (2MB)
M25P32 (4MB)
M25P64 (8MB)
M25P128 (16MB)

Winbond:
W25Q10 (128kB)
W25Q20BV (256kB)
W25Q40BV (512kB)
W25Q80BV (1MB)
W25X10 (128kB)
W25X20 (256kB)
W25X40 (512kB)
W25X80 (1MB)
W25X16 (2MB)
W25X32 (4MB)
W25X64 (8MB)

Zitat
Er zeigt mir auch keinen Hex-Typencode an, so das ich mal googeln könnte, welches Bauteil sich dahinter verbirgt.

Dir wird kein Hex-Code angezeigt, weil das Tool sowas nicht unterstützt? Die Frage ist, ob eine stabile Verbindung zum Chips bei Dir erfolgreich hergestellt werden kann (unabhängig vom erstmal davon, was das für ein Chip ist).  Und genau das ist bei In-Circuit-Programmierung immer etwas problematisch, weil es i.d.R. zu Spannungs/Signal-Lecks in die unterliegenden Schaltkreise des Boards kommt.

Zitat
Kabellänge ca. 25cm

Möglicherweise ist das auch bereits viel zu lang... Besser vielleicht mit nicht mehr als 10 cm arbeiten.

Wenn Du die Verbindung so herzustellen versuchst, wie in den von Dir selbst verlinkten Anleitungen und dann das dort angegebene SPIPGM-Tool von Rayer verwendest (--> http://rayer.ic.cz/programm/programe.htm  ---> SPIPGM.ZIP ver. 1.9a [80 kB] ),  dann hättest Du den Vorteil, das der Chip nicht notwendigerweise bekannt sein muss.  Bei einer funktionierenden Verbindung, ist das Tool in der Lage, korrekt die Hardware/JEDEC-ID (Hex-Code) auszulesen (Du könntest dann damit den Hersteller und die genaue Typenbezeichnung herausbekommen). Die Dir im Grunde bekannte Chip-Kapazität (1024 KB) könntest Du dem Tool darüber hinaus einfach angeben, und die Programmierung klappt dann bei funktionierender Verbindung i.d.R. auch dann, wenn der genaue Chip-Typ dem SPIPGM-Tool nicht bekannt ist. Wie z.B. in diesem Beispiel auf meinem Board vor einiger Zeit:



[Chip-Typ war hier letztendlich MX25L3205 (32MBit, Macronix), wenn ich mich richtig erinnere.]

Alternativ einen neuen, bereits programmierten Chip hier bestellen: http://www.bios-fix.de/catalog/product_info.php?cPath=1_23&products_id=139 ... und austauschen.
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SPI-FLASH - keine Typenbezeichnung lesbar
« Antwort #2 am: 13. Februar 2011, 11:52:05 »

Hallo Jack,

danke für die schnelle Antwort :-)
Ich wollte eigentlich nichts in das Board investieren, da es nicht mal meins ist. Ich sehe das mehr als Lernobjekt, denn ich bin auf dem Stand der DIL und PLCC32 Gehäuse. Dafür habe ich meine (selbstgefrickelten) Adapter und ein paar Ersatzchips.
Der Adapter auf LPT schien mir etwas suspekt. Ich dachte, mit dem Adapter auf mein Programiergerät würde ich besser fahren *gg*
Laut dem Bild auf http://rayer.ic.cz/elektro/spipgm.htm sieht es aus, als ob er einen 2. Chip zum \"Starthilfe geben\" auf den SPI Port gesteckt hat. Das wäre auch noch eine interessante Variante (wenn man sich erst mal noch einen Ersatzchip organisiert hat)
Ich habe mit Hotflash mal vor Jahren mit einem ollen PC-Chips Board und einem 32 Pin Textoolsockel experimentiert. Mit dem Original-BIOS hochfahren, Chip wechseln und im Dos mit AMI Flash und den passenden Schaltern jede x-beliebige Datei in den 2. Chip proggen.
Leider ist die Seite in tschechisch und man bekommt nur einen Bruchteil dessen mit, was er da so treibt :wacko:
Es kann zwar etwas dauern, aber ich bleibe da am Ball. Wenn man es einmal raus hat, dann sollte es bei fast jedem MoBo mit dem SPI Port funzen :-D
Wenn\'s neue Erkenntnisse gibt, melde ich mich wieder.

Gruß Ger@ld
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Jack

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SPI-FLASH - keine Typenbezeichnung lesbar
« Antwort #3 am: 13. Februar 2011, 12:03:32 »

Zitat
Der Adapter auf LPT schien mir etwas suspekt.

Funktioniert aber ... (auch wenn vielleicht nicht in jedem Fall)

Zitat
Laut dem Bild auf http://rayer.ic.cz/elektro/spipgm.htm sieht es aus, als ob er einen 2. Chip zum \"Starthilfe geben\" auf den SPI Port gesteckt hat.

Nein, hat er nicht. Das ist ein Chip auf einem Löt-Sockel.  Da ist kein zweiter Chip.  

Zitat
Es kann zwar etwas dauern, aber ich bleibe da am Ball. Wenn man es einmal raus hat, dann sollte es bei fast jedem MoBo mit dem SPI Port funzen

Nein, das ist im Grunde falsch.  Jedes Board-Modell ist sozusagen einzigartig hinsichtlich der unterliegenden Schaltkreise.  Ich habe mir selbst so einen LPT<->SPI-Adapter gebaut und das Tool von Rayer (SPIPGM) zum Flashen genutzt.  Dieser Adapter funktioniert tadellos auf meinem P45 Platinum und auf einem P35 Platinum, das ich kürzlich damit \"gerettet\" habe, er funktioniert aber schlichtweg nicht auf eine P45D3 Platinum und auch auf einem X48 Platinum kann ich keine stabile Verbindung zum Chip damit herstellen.  Auf einem MSI Wind U100 Netbook wiederum, klappt es mit dem Adapter.

Zitat
Ich dachte, mit dem Adapter auf mein Programiergerät würde ich besser fahren *gg*

Nicht notwendigerweise und solange Du der Chip auf dem Board verlötet bleibt, handelst Du Dir immer ein riesiges Minenfeld hinsichtlich der Stromversorgungs- und Signalqualität ein.  Selbst mit dem besten Programmiergerät kann es vorkommen, dass eine stabile Verbindung schlichtweg nicht herzustellen ist.

Zitat
Leider ist die Seite in tschechisch und man bekommt nur einen Bruchteil dessen mit, was er da so treibt

Im Grunde ist das Banane.  Alles was Du bräuchtest, sind die Schaltdiagramme und das Tool.  Die enthalten alle notwendigen Informationen. Der Rest ist Kommentar und sagt nur, was in den Diagrammen sowieso schon steht.
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SPI-FLASH - keine Typenbezeichnung lesbar
« Antwort #4 am: 12. März 2011, 19:41:55 »

Sooo, hat zwar etwas gedauert, aber es hat sich einiges getan :-)
Über den SPI Port bin ich leider nicht weiter gekommen :kratz
Ich werde bei Gelegenheit aber mal weiter damit \"rumspielen\" :-D
Letztendlich habe ich es dann doch mit dem GALEP gemacht. Hier mal ein Foto von meinem Programmieradapter:


Das Teil hat mich nur wenige Cent gekostet :thumbup:
Einen normalen PLCC Sockel habe ich zerteilt und auf die ehemalige Außenseite flach mit Schmelzkleber aufgeklebt und justiert, so das die vorher innenliegenden Kontakte oben liegen. Der SO8 Chip wird kopfüber eingelegt und mit der selbstschließenden Pinzette fixiert und angedrückt. Durch Herumprobieren habe ich rausgefunden, das es sich um einen Nextflash NX25P80 handelt. Habt ihr noch einen Tipp, wo man (nicht zu Apothekenpreisen) leere Chips herbekommt? Irgendwie ist der Markt leergefegt. Alternativ hätte ich normale FLASH\'s DIL, PLCC32 und FWH\'s zum Tauschen :emot:
Habe den geproggten Chip wieder eingelötet und das Board funzt wieder. Guggst du hier:


Habe hier in anderen Tröt\'s ein bisschen rumgelesen. Da wurde von Jack erläutert, wozu der SPI Header eigentlich da ist.
Sowas in der Art schwebte mir ebenfalls vor. Wenn man einen 2. Chip auf einer kleinen Platine auf den Header steckt und das Write Enable Pin blockiert, dann kann er Starthilfe geben, wird aber selber nicht überschrieben. Ich habe noch ein paar Atmel AT45DB011 rumfliegen. Für einen Bootblock müßte das doch langen :D
Leider habe ich nicht so viel Zeit, wie ich Ideen habe :wall

Gruß Gerald
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Jack

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SPI-FLASH - keine Typenbezeichnung lesbar
« Antwort #5 am: 14. März 2011, 16:56:16 »

Zitat
Habe den geproggten Chip wieder eingelötet und das Board funzt wieder. Guggst du hier:

 :thumb

Zitat
Einen normalen PLCC Sockel habe ich zerteilt und auf die ehemalige Außenseite flach mit Schmelzkleber aufgeklebt und justiert, so das die vorher innenliegenden Kontakte oben liegen. Der SO8 Chip wird kopfüber eingelegt und mit der selbstschließenden Pinzette fixiert und angedrückt.

Sieht gut aus.  Gefällt mit.   :thumb

Zitat
Habt ihr noch einen Tipp, wo man (nicht zu Apothekenpreisen) leere Chips herbekommt?

Du meinst, für weniger als das hier z.B.?
--> http://www.bios-fix.de/catalog/product_info.php?cPath=1_28&products_id=139

Ich würde dort einfach mal anrufen und fragen, wieviel die für einen Chip Deiner Wahl ohne Programmierservice nehmen.  Man ist dort i.d.R. relativ unkompliziert.

... ansonsten mal hier schauen und Dich ein bisschen durchwühlen:  http://de.farnell.com/speicher_flash

Zitat
Habe hier in anderen Tröt\'s ein bisschen rumgelesen. Da wurde von Jack erläutert, wozu der SPI Header eigentlich da ist.
Sowas in der Art schwebte mir ebenfalls vor. Wenn man einen 2. Chip auf einer kleinen Platine auf den Header steckt und das Write Enable Pin blockiert, dann kann er Starthilfe geben, wird aber selber nicht überschrieben. Ich habe noch ein paar Atmel AT45DB011 rumfliegen. Für einen Bootblock müßte das doch langen
Leider habe ich nicht so viel Zeit, wie ich Ideen habe

Solltest Du doch bei Gelegenheit mal dazu kommen, das zu testen, dann würde zumindest ich mich über einen kurzen Erfahrungsbericht freuen.  :]
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Jack

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« Antwort #6 am: 23. August 2011, 20:29:21 »

Wir machen das mit dem Off-Topic mal so, dann passt es:

--> K9A2VM V2, SPI-Flash, Lötkolben, Fruchtwein, Met und Bienen

 ;-)
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