790FX-GD70 - DDR3-Probleme
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Autor Thema: 790FX-GD70 - DDR3-Probleme  (Gelesen 1548 mal)

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DJBaltic

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790FX-GD70 - DDR3-Probleme
« am: 22. September 2010, 00:20:19 »

Hallo zusammen,

ich heiße Conny und bin neu hier bei Euch. Tja, und ich bräuchte mal nen Rat:

Habe ein MSI 790FX-GD70 mit nem Phenom II X4 965 Black Edition. Nun hab ich mir DDR3-Speicher gekauft, der aber anscheinend nicht so recht will, obwohl er kompatibel sein soll. Es sind die OCZ3P1333LV4GK von OCZ.

Das System (Win7 64-bit) friert des öfteren ein und manchmal kommt auch ein Blue Screen. Die Module wurden schon per RMA getauscht, aber das Problem blieb. Nun vermute ich mal, dass sie wohl doch nicht so recht kompatibel zum Board sind, da sie wohl auch für Intel-Chipsätze optimiert wurden. Naja, aber optimiert heißt ja nicht, dass sie grundsätzlich nur dort funktionieren.

Jedenfalls hab ich mir dann vom Kumpel seine OCZ3P13334GK genommen und die liefen ohne Probleme. Sind aber eigentlich die gleichen Module, nur dass sie auf 1,8V betrieben werden - meine wegen LV (Low Voltage) nur auf 1,65.

Trotz veränderter Einstellungen im Bios bekomme ich die Dinger einfach nicht stabil zum Laufen.

Lange Rede - kurzer Sinn: Welche DDR3 Module mit 1333 Mhz und möglichst CL7 könnt ihr für das Board empfehlen? Wer hat schon gute Erfahrungen mit seinen Modulen gemacht?

Danke und Gruß
Conny
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Jack

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790FX-GD70 - DDR3-Probleme
« Antwort #1 am: 22. September 2010, 16:35:54 »

Die OCZ3P1333LV4GK-Module sind quasi berühmte Problemverursacher.  Wenn Du diese Modellnummer mal in die Suche des OCZ-Forum eingibst, dann findest Du insgesamt 172 Threads dazu, die meisten davon haben mit Stabilitätsproblemen zu tun (und das auf allen möglichen Boards).  Diese speziellen Riegel gehören damit zu den Spitzenreitern.

Der Hintergrund ist folgender:  Da sind letztendlich nur DDR3-1066-Module (da sind Chips drauf, die für DDR3-1066-Betrieb bei 1.5V +/-0.075V spezifiert sind (DDR3 Industriestandardspannung).  DDR3-1333/CL7 ist eine reine Überaktungsangabe.  Deshalb überhaupt die Notwendigkeit, die Module mit erhöhter Spannung zu betreiben.  Leider sind derartige OC+Overvolting-Pseudo-Spezifikationen in vielen Fällen alles andere als stabil.  

Diese Riegel dann noch als \"Low Voltage\" zu vermarkten ist im Grunde die reinste Ironie.
------------------

Zitat
Lange Rede - kurzer Sinn: Welche DDR3 Module mit 1333 Mhz und möglichst CL7 könnt ihr für das Board empfehlen? Wer hat schon gute Erfahrungen mit seinen Modulen gemacht?

Schau Dich nach Modulen um, deren angegebe Leistungsdaten nicht mit Overvolting-Werten verbunden sind, dann bleiben die Kompatibilitätsprobleme i.d.R. minimal.  Von Modulen deren Spezifikationen von vornherein Übertaktungsangaben sind, solltest Du entweder die Finger lassen oder Dich eben von vornherein mit der Möglichkeit abfinden, die Dinger unter Umständen eben \"unterhalb\" dieser angeblichen \"Spezifikationen\" zu betreiben (was dann eben eigentlich heißt: mit ihren nativen Einstellungen).

DDR3-1333 @ CL7 könnte schwierig werden, denn soweit ich weiß, liegt der laut JEDEC-Standard definierte \"schnellste\" Timings-Wert für DDR3-1333 @ 1.5V bei 8-8-8-x.  Sollte es doch Module geben, die 7-7-7-x/DDR3-1333 bei Industriestandardspannung schaffen, dann dürften die entsprechend selten und entsprechend teuer sein.

Soviel zu Theorie.  Ich kenn das Board nicht und in praktischer Hinsicht nicht allzuviel dazu sagen.   Von OCZ würde ich an Deiner Stelle die Finger lassen und letztendlich darauf achten, dass der Hersteller die Module als \"AMD Certified\" oder \"Optimized for AMD Platforms\" labelt.  Bei den OCZ3P1333LV4GK-Riegeln steht z.B. bei OCZ nur explizit was von Intel P55-Platformen.  Hier machen die aber genauso viele Probleme, davon mal abgesehen.
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DJBaltic

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790FX-GD70 - DDR3-Probleme
« Antwort #2 am: 22. September 2010, 18:56:45 »

Hey, erst mal danke für die Antwort. ;-)

Tja, was soll ich sagen: es scheint ein weites Feld zu sein, was ich wohl auch nicht 100%tig verstehen werde (und das liegt nicht daran, dass ich ne Frau bin ;-) .

Ich habe heute dann andere Module gekauft, die mir ein netter Herr vom MSI Support am Telefon empfohlen hat. Habe mich nach langem hin und her( zwischen G.SKILL und Corsair) dann für Corsair entschieden, und zwar die CMX4GX3M2A1600C9. Der Support sagte mir, dass sie auch immer mit diesen Modulen auf dem Board Tests durchführen und nie Probleme mit hatten.

Seit 2 Stunden läuft das System jetzt und bisher auch Stabil. Habe im Bios die Einstellungen per Hand vorgenommen, also 9-9-9-24, 1600 und die 1,65v - bisher alles gut. Ich werde mal schauen, wie sich das weiter verhalten wird. Mit dem AMI Bios kenne ich mich auch nur bedingt etwas aus - daher hab ich alles andere lieber so gelassen. Falls aber noch jemand nen Tipp für mich hat, was ich verbessern kann, damit das System die schnellsten und besten Einstellungen im Bios hat, bin ich sehr dankbar.

Everest sagt mir jedenfalls, dass die Module wohl tatsächlich auf 1600 Mhz laufen. Die Timings sind auch korrekt übernommen worden. Die Spannung ebenfalls.

Witzig finde ich, dass das System mit nur einem Modul scheinbar schneller bootet, als mit beiden. Kann sowas sein? Der Dual-Channel-Betrieb läuft aber. Naja, vielleicht hat ja jemand Info´s für mich. (Ich weiß, ich labere zu viel ;-))

Gruß
Conny

Hier noch mal das System:

790FX-GD70
Phenom II X4 965 Black Edition
Corsair CMX4GX3M2A1600C9 (2x2 GB im Kit)
Radeon 5870
Windows 7 - 64bit
Antec Nine Hundret Two- Gehäuse mit beQuiet 550 Watt
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Jack

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790FX-GD70 - DDR3-Probleme
« Antwort #3 am: 22. September 2010, 19:19:51 »

Zitat
was ich wohl auch nicht 100%tig verstehen werde

Im Grunde gibt es da nicht viel zu verstehen.  Bei allen DDR3-Modulen, bei denen die angegebene Betriebsspannung bei 1.5V +/-0.075V liegt, kannst Du davon ausgehen, dass die beschriebenenen Leistungsdaten (Frequenz & Timings/Latenzen) den entsprechenden Standards entsprechen.  Liegt die angegebene Betriebsspannung oberhalb des DDR3-Standardwerts, dann handelt es sich bei den dazugehörigen Leistungsdaten in so gut wie allen Fällen um Übertaktungswerte und die kommen immer mit der Gefahr, dass das System dabei instabil wird (während bei Standardwerten meistens keine Probleme auftreten (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen).
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DJBaltic

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790FX-GD70 - DDR3-Probleme
« Antwort #4 am: 22. September 2010, 22:49:49 »

Ok, dann werde ich mir das mal hinter die Ohren schreiben.

Ich habe das System jetzt 6 Stunden im Dauerbetrieb - diverse Spiele gespielt und es ist alles ok. Mal sehen, wie der Kaltstart morgen laufen wird. Aber ich gehe mal davon aus, dass es das jetzt war.

Wenn es Anzeichen für Instabilität gibt, werde ich die Moduleinstellungen im Bios von 1600 auf 1333 drosseln. Aber vielleicht brauche ich das ja nicht.

Kannst Du noch was zum Phänomen sagen, dass mein System scheinbar mit einem Modul schneller startet, als mit beiden?
Und hat evtl. noch jemand Tipps, was ich im Bios noch einstellen/verändern sollte? Nutze im übrigen die Bios-Version 1E. Die neue 1F hab ich mich noch nicht getraut zu flashen, da ich ja noch ein instabiles Sys hatte.

NACHTRAG: stimmt es, dass man dieses Bios hier auch direkt aus dem Bios heraus flashen kann, also nicht mehr über DOS-Prompt was eingeben muss? Würde dann einfach die *.1F0-Datei auf nen Stick legen, reinstecken, starten, M-Flash auswählen und ab dafür. Richtig?

Und ist es zwingend notwendig, bei so nem kleinen Versionssprung das CMOS zu resetten oder kann ich das auch sein lassen?

Danke noch mal.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1285189354 »
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Jack

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790FX-GD70 - DDR3-Probleme
« Antwort #5 am: 22. September 2010, 23:13:12 »

Zitat
NACHTRAG: stimmt es, dass man dieses Bios hier auch direkt aus dem Bios heraus flashen kann, also nicht mehr über DOS-Prompt was eingeben muss? Würde dann einfach die *.1F0-Datei auf nen Stick legen, reinstecken, starten, M-Flash auswählen und ab dafür. Richtig?

Theoretisch: Ja.  Praktisch:  M-Flash, wenn es geht, vermeiden.  Zu oft ist es passiert, dass dadurch Boards kaputt geflasht wurde, so dass diese Funktion lieber mit Vorsicht betrachtet und besser nicht verwendet werden sollte.

Zitat
Und ist es zwingend notwendig, bei so nem kleinen Versionssprung das CMOS zu resetten oder kann ich das auch sein lassen?

Du solltest nach einem BIOS-Flash grundsätzlich einen CMOS-Reset bei gezogenem Netzstecker machen.  

Zitat
Kannst Du noch was zum Phänomen sagen, dass mein System scheinbar mit einem Modul schneller startet, als mit beiden?

Es müssten zwei, statt nur ein RAM-Modul initialisiert werden.  Mehr fällt mir dazu eigentlich erstmal nicht ein.  Ich bin mir auch nicht sicher, welchen Zeitabschnitt Du genau beschreibst.  Das \"Booten\" fängt streng genommen erst in dem Moment an, wenn das Betriebssystem von der Festplatte geladen wird.  Alles davor ist P.O.S.T. (Power-On-Self-Test) verbunden mit Komponenteninitialisierung.  Das sind erstmal zwei unterschiedliche Prozesse.
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