Unverschämt schlechter Kundensupport
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Autor Thema: Unverschämt schlechter Kundensupport  (Gelesen 23048 mal)

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obwohl

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Unverschämt schlechter Kundensupport
« Antwort #20 am: 09. September 2010, 13:54:34 »

OK, ich hab nachgeschaut: Garantie darf einigermaßen willkürlich festgelegt werden. Wenn man ein \"warranty void\" Sticker entfernt, ist sie wohl auch weg. (Es war nichtmal eine Warnung drauf :) )

Aber Gewährleistung ist was grundsätzlich anderes. (Weshalb mich das Gequatsche vom Händler mit \"MSI verweigert da Alles\" auch überhaupt nicht zu interessieren hat.)
 Da reicht es nicht, daß der Händler irgendwelche Sticker vermisst. Das einzige, was der Händler machen kann, ist zu sagen: \"Ich bestreite, daß diese Karte die ist, die ich dir verkauft habe.\" Mehr gibts nicht. Und das ist vor keinem Gericht glaubhaft zu machen.

Ich habe die Rechnung noch. Lustigerweise weigert sich der Händler, nachzubessern, weil der Aufkleber fehlt (jetzt können sie die Karte angeblich nicht mehr identifizieren) und hat sie mir jetzt unaufgefordert zurückgeschickt. Mein Ansprechpartner scheint auch nicht besonders großen juristischen Sachverstand zu haben, denn er hat behauptet, daß ich beweisen müsste, daß der Fehler nicht von mir stamme.
Er meint wohl Beweislastumkehr - und das ist in diesem Falle Quatsch, weil ich die Karte Mitte März gekauft habe und bereits im Mai den Fehler beanstandet habe - zugeschickt habe ich denen die Karte auch weit vor Mitte September. Mein Anwalt wird einen kleinen Brief schreiben, mal sehen, ob die dann immer noch auf stur stellen.
Meine Frage an euch: Kann man die Seriennummer Hardwareseitig auslesen? Dann ist der ganze Hickhack nämlich schneller zu lösen und ich stell denen noch das Porto in Rechnung.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1284033684 »
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Jack

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Unverschämt schlechter Kundensupport
« Antwort #21 am: 09. September 2010, 14:02:17 »

Zitat
Kann man die Seriennummer Hardwareseitig auslesen?

Nein, definitiv nicht.

Die Seriennummer steht neben dem ursprünglichen Aufkleber auf der Karte selbst nochmal auf dem Originalkarton auf dem entsprechenden Typenaufkleber und unter Umständen auch nochmal auf der Rechnung.  Wenn alle drei Möglichkeiten, die Seriennummer in Erfahrung zu bringen, in Deinem Fall fehlen, dann hast Du meiner Meinung nach auch auf dem Rechtsweg überaus schlechte Karten und zwar auch dann, wenn der Händler sich nicht kooperativ verhält, denn er kann sich dann im Endeffekt immer rechtmäßig darauf berufen, dass Du nicht beweisen kannst, dass es um genau das Kartenexemplar geht, das er Dir verkauft hat.  Und gerade, wenn der Händler ein unkooperativer und inkulanter [such Dir ein Schimpfwort aus] ist, wird er genau so vorgehen (und das nicht mal zu Unrecht).

Die Problemlage ist im Übrigen nicht Deutschland-spezifisch, siehe etwa hier (Rumänien): http://forum-en.msi.com/index.php?topic=141497.msg1056399#msg1056399

Zitat
Mein Anwalt wird einen kleinen Brief schreiben, mal sehen, ob die dann immer noch auf stur stellen.

Ein Brief von einem Anwalt ist im Grunde nur ein Druckmittel und hat an sich leider keine wirkliche Rechtskraft.  Das haben letztendlich erst gerichtliche Beschlüsse bzw. Verfahren und die wiederum haben ohne Seriennummer nicht die allerbeste Chance zu Deinem Gunsten vorteilhaft zu enden.
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ExOdUs88

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Unverschämt schlechter Kundensupport
« Antwort #22 am: 09. September 2010, 15:20:23 »

Nochmal zu dem Aufkleber....

Auf folgendem Bild sieht dieser nicht wirklich gut verklebt aus und erweckt den Anschein als ob sich dieser lösen würde..



Quelle: Computerbase.de Direktlink: http://www.computerbase.de/bildstrecke/28699/3/

Natürlich kann das auch täuschen aber für mich nicht vertrauensvoll aus :-rolleyes: ein Klick auf das Bild vergrößert die Anzeige.

LG

Roland
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1284038484 »
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Jack

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« Antwort #23 am: 09. September 2010, 15:26:37 »

Die ganze Diskussion, über das wenn und aber zu sich ablösenden oder nicht-ablösenden Aufklebern ist vollkommen zielllos.  Selbst wenn sich das Ding (etwa durch Hitze) gelöst haben sollte, dann heißt das ja nicht, dass er sich dadurch in Luft auflöst.  Existierte der Aufkleber noch, dann wäre ja bereits alles in Butter.  Ansonsten fällt das in die gleiche Kategorie wie \'Kassenzettel verlegt/verschwunden/weggeschmissen/vom Hund gefressen/unauffindbar\'.  

Selbst wenn Du jetzt einen Test mit hundert Karten machst und dabei herauskommt, dass in zehn Fällen und damit mit 10%-iger Wahrscheinlichkeit, die Aufkleber von mir aus \'einfach so\' abfallen, was hast Du dann damit in der Hand?  Genau, zehn Aufkleber mit Seriennummer drauf, die Du, wenn Du gründlich warst, immer noch der jeweiligen Karte zuordnen kannst.
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obwohl

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« Antwort #24 am: 09. September 2010, 16:02:37 »

Ich sehe das anders. Er muss glaubhaft machen, daß er mir dieses Modell nicht verkauft hat. Es ist nicht das gleiche wie Kassenzettel verschwunden oder Ähnliches (denn den Beleg hab ich noch). Es geht nur darum: Er bestreitet, daß er mir genau diese Karte verkauft hat. Und dann muss er diesen Zweifel glaubhaft machen. D.h. er müsste mir nachweisen, daß ich ihn täuschen will. Dazu brauche ich auch ein Motiv. Und meine Aussage, daß es sich um das bei ihm gekaufte Produkt handelt muss unglaubwürdig sein. Insofern sehe ich gute juristische Chancen. Es ist NICHT so: Ich muss beweisen, daß ich es bei ihm gekauft habe, sondern er muss beweisen (bzw. glaubhaft machen), daß ich es NICHT bei ihn gekauft habe.
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Jack

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« Antwort #25 am: 09. September 2010, 16:10:56 »

Zitat
Ich sehe das anders.

Wie Du das siehst, ist letztendlich auch nicht relevant.  Die einzige relevante Frage ist, wie das ein Richter sehen würde, wenn er mit allen zur Verfügung stehenden Fakten der Sachlage konfrontiert wird.  

Zitat
. Es ist nicht das gleiche wie Kassenzettel verschwunden oder Ähnliches (denn den Beleg hab ich noch).

Es ging mir um den Unterscheid zwischen einem abgefallenen Aufkleber und einem komplett verschwundenen Aufkleber.  

Zitat
Er bestreitet, daß er mir genau diese Karte verkauft hat.

Das ist ja zunächst sein gutes Recht.  Wie sollen sich Händler davor schützen, dass sie Kartenexemplare zur Garantieabwicklung in die Hand bekommen, die sie niemals verkauft haben?  Das soll keine Unterstellung an Dich sein, sondern erstmal nur eine bloße Feststellung.   Hätte ein Händler prinzipiell dieses Recht nicht, dann hätten wir eine verdammt miese Rechtslage.

Zitat
sondern er muss beweisen (bzw. glaubhaft machen), daß ich es NICHT bei ihn gekauft habe.

So sicher bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher.  Auf welchen Gesetzesartikel beziehst Du Dich genau?  

Darüber hinaus sagte ich eigentlich:

Zitat
Wenn alle drei Möglichkeiten, die Seriennummer in Erfahrung zu bringen, in Deinem Fall fehlen
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« Antwort #26 am: 09. September 2010, 16:55:28 »

Also in meiner Online-Rechnung habe ich eine EAN/UPC Nummer. Ist die was wert? Ich werd mich dann mal auf die Suche nach meiner Rechnung in Papierform machen. Wenn da die Seriennummer draufsteht, bin ich gespannt, ob der Händler sich immer noch stur stellt.

Ich möchte aber nochmals darauf hinweisen, daß die Argumente, die auf die \"Sonst wäre es ja furchtbar für die armen Händler\" oder \"ist nicht abwickelbar\" juristisch irrelevant sind. Es interessiert mich nicht, was MSI mit meinem Händler dann sich rumstreitet und mich interessiert auch nicht, ob der Händler einfach nur sagt:\"ich will nicht\" . Es geht hier offenbar darum, Kunden so wenig Support wie möglcih zu bieten, weil die meisten wohl klein beigeben. Das ist eine rein finanzielle Berechnung der Händler, die so ticken. Ich glaube persönlich, daß so in etwa 90% aller Kunden sich entmutigen lassen. Ich tus nicht.
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Jack

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« Antwort #27 am: 09. September 2010, 18:04:37 »

Zitat
Also in meiner Online-Rechnung habe ich eine EAN/UPC Nummer. Ist die was wert?

Schick sie mir mal per PN...

Zitat
Ich möchte aber nochmals darauf hinweisen, daß die Argumente, die auf die \"Sonst wäre es ja furchtbar für die armen Händler\" oder \"ist nicht abwickelbar\" juristisch irrelevant sind.

Das waren ja auch nicht in dem Sinne Argumente, sondern Versuche eine mögliche Sachlage bzw. einen Fall zu skizzieren, für den es wiederum eine Gesetzeslage gibt, die sich auf diesen Fall anwenden ließe (um ein juristisch relevantes Argument zu bauen).

Zitat
Es interessiert mich nicht, was MSI mit meinem Händler dann sich rumstreitet und mich interessiert auch nicht, ob der Händler einfach nur sagt:\"ich will nicht\" .

Interessieren sollte es Dich auf jeden Fall, denn es ist ja für Deine Situation gut, soviel zu wissen, wie nur möglich, um Deine Handlungsmöglichkeiten einschätzen zu können.
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keap

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« Antwort #28 am: 10. September 2010, 08:19:17 »

Wenn die SN: auf der Karte weg ist und du diese nichtmehr finden kannst, (Schachtel auch weg geschmissen)? dann hat der Händler aus meiner Sicht das Recht die Karte nicht zurück zu nehmen.

In solchen fällen sind viele Händler kulant und sehen das ganze von einer anderen Seite: Hat er das Produkt erst gerade gekauft? wie oft kauft er bei uns, ist es uns wichtig ihn als Kunde zu behalten...
Anscheinend hast du da gerade etwas pech mit dem Händler, aber er ist aus meiner Sicht klar im Recht.
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obwohl

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« Antwort #29 am: 11. September 2010, 03:16:28 »

Ich habe die Seriennummer auf der Rechnung gefunden. Jetzt ist die Frage, wie stur der Händler weiterhin bleibt (vielleicht bestreitet er weiterhin, mir DIESES Produkt nicht verkauft zu haben - damit wirft er mir Täuschung vor - nur das kann er genausogut mit dem Aufkleber machen, den man ja auch theoretisch fälschen könnte)
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Schnidde

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« Antwort #30 am: 11. September 2010, 08:20:39 »

und hast du denn nun auf der karte noch irgentwo die seriennummer gefunden? dann ist es ja kein problem, da du nachweisen kannst das die rechnung zu dieser graka ist. wenn du aber auf der graka nichts finden kannst, beweist die rechnung mit \"einer\" seriennummer garnix! :whistling:
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ExOdUs88

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« Antwort #31 am: 11. September 2010, 08:45:36 »

Hallo Schnidde,

da bin ich mir nicht wirklich sicher wer hier in der Beweispflicht ist, da die Karte noch keine 6 Monate alt ist und somit der Händler am zuge ist....

Wie kann denn er Händler beweisen, das der besagte Aufkleber bei der Auslieferung überhaupt vorhanden war? Und wenn ja, wo steht denn das ein entfernen dieses Aufklebers zum erlöschen der Gewährleistung führt und ist der Käufer auch ausreichend informiert worden?

Diese Frage hatte ich schon einmal gestellt, aber leider keine Antwort darauf erhalten.

Wie sieht es dann rechtlich aus, wenn keine Seriennummer auf der Rechnung steht?!?

Bei HWV steht nur beim Drucker eine Seriennummer drauf, beim gekauften Soundsystem von Logitech, das teurer ist, steht keine... Auch bei meinen TV fürs Schlafzimmer findet man keinerlei Seriennummer. Anscheinend hat das weniger mit dem Preis zu tun als mit dem Hersteller?!?<- reine Vermutung meinerseits!

 


LG

Roland

PS: Ich bin nicht der Autor dieses Threads, mich interessiert nur das rechtliche an der Sache!
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dalex

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« Antwort #32 am: 11. September 2010, 09:23:51 »

Also mein Händler klebt immer noch eigene Seriennummeraufkleber auf die Hardware und die gehen verdammt schlecht ab.
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Gruß dalex

Du kannst jeden hetzen, bloß keinen Computer!

Schnidde

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« Antwort #33 am: 11. September 2010, 12:52:22 »

warum nicht alle anbieter seriennummern auf die rechnung schreiben, kann ich dir auch nicht sagen!
selbst wenn der aufkleber ab ist, sollte die sn doch auf dem pcb und auf dem orginalkarton sein?!
Zitat
Die Seriennummer steht neben dem ursprünglichen Aufkleber auf der Karte selbst nochmal auf dem Originalkarton auf dem entsprechenden Typenaufkleber und unter Umständen auch nochmal auf der Rechnung. Wenn alle drei Möglichkeiten, die Seriennummer in Erfahrung zu bringen, in Deinem Fall fehlen, dann hast Du meiner Meinung nach auch auf dem Rechtsweg überaus schlechte Karten und zwar auch dann, wenn der Händler sich nicht kooperativ verhält, denn er kann sich dann im Endeffekt immer rechtmäßig darauf berufen, dass Du nicht beweisen kannst, dass es um genau das Kartenexemplar geht, das er Dir verkauft hat.
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Jack

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« Antwort #34 am: 11. September 2010, 13:12:39 »

Zitat
da bin ich mir nicht wirklich sicher wer hier in der Beweispflicht ist, da die Karte noch keine 6 Monate alt ist und somit der Händler am zuge ist....

Die Geschichte mit den 6-Monaten und der Beweislastumkehr betrifft in erster Linie Sachmängel und hat erst einmal nicht direkt etwas mit der viel grundsätzlicheren Frage nach der Seriennummer zu tun bzw. mit der Frage, wer hier jetzt wem beweisen muss, dass es sich um genau das Kartenexemplar handelt, dass ursprünglich verkauft/geliefert wurde.
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« Antwort #35 am: 11. September 2010, 13:15:36 »

Nein, ich bin nicht in der Beweispflicht. Das ist nur die Einbildung des Händlers (der in seinen Reperaturbegleitschein jede Menge Quatsch schreibt). Juristisch ist der Fall Aussage gegen Aussage - und dann geht es darum, was glaubhaft ist. Da ich jetzt noch die Seriennummer auf der Rechnung gefunden habe, wird das Gerede vom Händler unglaubwürdiger.
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Jack

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« Antwort #36 am: 11. September 2010, 13:26:41 »

Zitat
Juristisch ist der Fall Aussage gegen Aussage - und dann geht es darum, was glaubhaft ist.

So einfach ist es mit der \"Aussage gegen Aussage\" - Geschichte letztendlich nicht:  http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=56713

Das ist mehr eine Vermutung, aber immerhin eine begründete: Was die Beweislast angeht, scheint mir das hier der entscheidende Punkt zu sein:

Zitat
Es gilt grundsätzlich, dass der der einen Anspruch geltend machen will, das Vorliegen dieses Anspruches zu beweisen hat. Kann derjenige, bei dem die Beweislast liegt (i.a.R. der Kläger), keinen Beweis für die Existenz seines Anspruchs liefern (s.o., non liquet Fall), so verliert er den Prozess (in diesem Punkt).

Und wenn ich mich nicht irre, dann wärst Du in diesem Fall der Kläger.
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obwohl

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« Antwort #37 am: 11. September 2010, 13:43:41 »

Zitat von: \'Jack t.N.\',\'index.php?page=Thread&postID=757768#post757768\'
Zitat
da bin ich mir nicht wirklich sicher wer hier in der Beweispflicht ist, da die Karte noch keine 6 Monate alt ist und somit der Händler am zuge ist....

Die Geschichte mit den 6-Monaten und der Beweislastumkehr betrifft in erster Linie Sachmängel und hat erst einmal nicht direkt etwas mit der viel grundsätzlicheren Frage nach der Seriennummer zu tun bzw. mit der Frage, wer hier jetzt wem beweisen muss, dass es sich um genau das Kartenexemplar handelt, dass ursprünglich verkauft/geliefert wurde.
Wir sind hier in einem Nachbesserungsfall wegen Sachmangel. Er sagt ja nur, daß er nicht zuständig ist, weil er bestreitet, daß er mir diese Karte verkauft hat. Im Moment geht es nicht um Beweislastumkehr (obwohl der Händler es lustigerweise behauptet hat; als ich ihm dann geschrieben habe, daß das nicht zutrifft, hat er mir darauf wie ein kleines Kind geantwortet: \"Trotzdem wurde der Aufkleber entfernt\" :wall was ungefähr so sachdienlich ist wie \"Trotzdem scheint die Sonne heute\" ).


Es gibt schlicht kein Gesetzt, welches vorschreibt, daß der Beweis der eindeutigen Zuordnung dem Käufer zukommt geschweige denn vorliegen muss anhand einer Seriennummer - das ist eine Hilfe um die Abwicklung zu beschleunigen und den Rechtsverkehr zu erleichtern.
Daraus folgt, daß er glaubhaft machen muss, daß das nicht das verkaufte Produkt ist.

Es gib zwei Möglichkeiten dazu:
a) Täuschung durch den Käufer
b) Irrtum des Käufers

b) kann mittlerweile in meinem Fall ausgeschlossen werden.
a) Ist der Händler in der Beweispflicht (und das wird sehr schwer bei einem nicht vorbestraften Studenten der auch noch die Rechnung mit der Seriennummer hat)

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Zitat von: \'Jack t.N.\',\'index.php?page=Thread&postID=757771#post757771\'
Zitat
Juristisch ist der Fall Aussage gegen Aussage - und dann geht es darum, was glaubhaft ist.

So einfach ist es mit der \"Aussage gegen Aussage\" - Geschichte letztendlich nicht: http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=56713

Das ist mehr eine Vermutung, aber immerhin eine begründete: Was die Beweislast angeht, scheint mir das hier der entscheidende Punkt zu sein:

Zitat
Es gilt grundsätzlich, dass der der einen Anspruch geltend machen will, das Vorliegen dieses Anspruches zu beweisen hat. Kann derjenige, bei dem die Beweislast liegt (i.a.R. der Kläger), keinen Beweis für die Existenz seines Anspruchs liefern (s.o., non liquet Fall), so verliert er den Prozess (in diesem Punkt).

Und wenn ich mich nicht irre, dann wärst Du in diesem Fall der Kläger.
Nein, meinen Anspruch habe ich grundsätzlich und dieser wird auch zunächst nicht bestritten, siehe BGB. Die eindeutige Zuordnung, die der Händler fordert gibt es juristisch nicht bei derartigen Gütern (nein, ein Auto ist ein anderer Fall), sodass er eben nur bestreiten kann.

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Eine technische Frage: Ich habe mit Sisoft Sandra die sogenannte OEM Hardware Nr. auslesen können. Hilft die weiter (um die Sache zu beschleunigen) ?
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1284206688 »
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Jack

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« Antwort #38 am: 11. September 2010, 14:03:24 »

Zitat
Wir sind hier in einem Nachbesserungsfall wegen Sachmangel.

Es geht doch jetzt (nachdem die auf dem Produkt fehlende Seriennummer ins Spiel gekommen ist), erstmal nicht mehr um Nachbesserung.

Sondern darum:

Zitat
Er sagt ja nur, daß er nicht zuständig ist, weil er bestreitet, daß er mir diese Karte verkauft hat.

... und um es einen Schritt weiter zu drehen, nicht um die Frage, ob er dieses Kartenmodell verkauft hat, sondern genau das vorliegende Kartenexemplar.

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Um hier erstmal einen vorläufigen Strich unter die Sache zu setzen:  Mit MSI scheint mir das Ganze hinsichtlich des momentanen Standes der Dinge ersteinmal gar nichts mehr zu tun zu haben.  Es handelt sich um Streitfragen, die in erster Linie Dich und Deinen Händler betreffen.  

Wenn das Wenn und Aber um die Seriennummer weiter geht, empfehle ich Dir nachdrücklich, eine professionelle Rechtsberatung in Anspruch zu nehmen.  Denn das hier versammelte Halbwissen (und da schließe ich mich dezidiert mit ein) wird die genaue Gesetzeslage wahrscheinlich nicht zweifelsfrei und in allen Ihren Nuancen auf den Punkt bringen können.

--------------
Zitat
Eine technische Frage: Ich habe mit Sisoft Sandra die sogenannte OEM Hardware Nr. auslesen können. Hilft die weiter (um die Sache zu beschleunigen) ?

Du meinst das hier?

Zitat
OEM Hardware Nr. : PCI\\VEN_10DE&DEV_0612&SUBSYS_15401462&REV_A2

Das ist die Geräteinstanzkennung und wäre bei einem anderen Exemplar der gleichen Karte vom selben Hersteller wahrscheinlich identisch.
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miwe4

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« Antwort #39 am: 11. September 2010, 15:37:36 »

Mal eine ganz blöde Frage in diesem Zusammenhang:

Sind nur wir, mit unseren beschränkten mitteln, nicht in der Lage, die S/N auszulesen? Oder kann MSI das selber auch nicht. Selbst wenn sich ein Aufkleber auf der Karte befände und eine Rechnung sowie eine Verpackung mit dieser S/N vorhanden wären, so hieße das doch nicht, das es sich um dieselbe Karte handelt. Da der Aufkleber ja nachweislich nicht sehr fest auf dem Produkt klebt, wäre es doch für etwaige betrügerische Absichten ein leichtes, ein defektes Produkt preiswert zu erwerben, aufzuarbeiten und zu reklamieren.
Ich als Hersteller würde mich doch absichern und die S/N in einem nicht allgemein zugänglichen Biosbereich hinterlegen.
So würde der Threadersteller doch auch seine Redlichkeit beweisen können.

Ansonsten das vielleicht einmal als Verbesserungsvorschlag weiterreichen.
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