GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
Wir veröffentlichen neue Datenschutzrichtlinien um der europäischen DS-GVO, die ab dem 25.Mai 2018 in Kraft tritt, gerecht zu werden. Die neuen Datenschutzrichtlinien können Einfluss auf die Verwendung Ihrer Daten haben. Durch die weitere Nutzung unsere Webseiten stimmen Sie der Verwendung von Cookies, den neuen Datenschutzrichtlinien und den Geschäftsbedingungen zu.
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
Erweiterte Suche  

Autor Thema: GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....  (Gelesen 8834 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Slaight

  • Jungspund
  • **
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 17

Nachdem mein Laptop ganze 8 Wochen in der Reperatur war, schreibe ich mal einen Bericht darüber.
Am 15.04.10 hat der Soundausgang für meine Kopfhörer nicht mehr richtig funktioniert und ich habe nur noch auf einem Ohr was gehört.
Daraufhin am selben Tag noch eine RMA-Anfrage geschrieben und 3 Tage später, am 18.04.10 wurde es abgeholt.
21.04.10: Lieferung in Polen angekommen.
24.04.10 in Reperatur
Am 05.05.10 habe ich per Email nachgefragt, warum der Status der Rma immer noch in Reperatur sei. \"Man warte auf ein Ersatzteil\"
Dann, ich glaube am 17.05.10 habe ich erneut nachgefragt, und dabei wurde mir gesagt, man warte auf ein \"C-Cover\", was immer das auch sein mag.
Am 28.05.10 war meine Geduld beinahe am Ende und ich wollte wissen, wie lange denn noch mein Laptop in der Reperatur sei. Kurz darauf wurde mir am 1.06.10 geschrieben, dass es heute noch repariert werde und morgen, am 02.06.10 verschickte werde.
Juhu!, dachte ich^^.
Leider habe ich mich zu früh gefreut, denn am 09.06.10 war es immer noch in Reperatur und ich dachte, Msi will mich vera*********.
Daraufhin wurde nach einer erneuten Nachfrage am Tag darauf der ganze Status auf \"Lieferung\" eingestellt mit der Benachrichtigung, das Notebook kann leider nicht repariert werden und ich erhalte demnächst ein Austauschformular.
Super dachte ich mir, ein neues Notebook ohne Garantie. Wie lange wird das wohl halten...
Am 15.06.10 bekam ich dann das Austauschformular. Dort stand, mein Gerät GX600 wird gegen ein GE600 eingetauscht.
Ich kanns immer noch nicht glauben, dass ich so ein Notebook als Austausch bekommen habe.
Zum Vergleich:
Gx600: 2,2dual core , 2gb ddr2, geforce 8600m mit 512mb ddr2, 160gb 5400rpm
Ge600: i3-330m , 4gb ddr3, hd5730 mit 1gb ddr3, 320gb 7200rpm.
Kurz gesagt, ein Superlaptop als Austausch für fast denselben preis wie vor 2 jahren( 700/730euro)
Am selben Tag habe ich das Austauschformular ausgefüllt und gestern angerufen und gefragt ob alles per Email angekommen ist.
Ein freundlicher Msi-Mitarbeiter meinte dann zu mir: Laptop ist schon verschickt und auf die Frage, ob ich denn noch eine Garantie auf dieses Laptop bekomme, meinte er, ich bekomme 2 Jahre ab Lieferscheindatum des neuen Gerätes Gewährleistung. Da ist mir noch ein Stein vom Herzen gefallen.
         
Fazit: Neuer Austausch-Laptop ist super und dass mein Laptop nach 23Monaten eingeschickt werden musste und ich auch ein wenig mit dem Gedanken gespielt habe, ob ich das jetzt wegen dieser Kleinigkeit wirklich mach soll, hatte ich trotz 2 Monaten Wartezeit Glück im Unglück. Großes Lob an Msi für die Entschädigung.
Gespeichert
72° und es geht noch heißer mach den Beat nie wieder leiser ...

wiesel201

  • Administrator
  • *****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 14.134
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #1 am: 17. Juni 2010, 20:47:20 »

Na das nenne ich doch mal kulant.  :thumb
Gespeichert
DSLR-Forum



Mein Zweitsystem
PassMark


Achtung: Hilfe-Anfragen bitte immer im Forum stellen, nicht per PN!

Mantis07

  • Grünschnabel
  • *
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #2 am: 19. Juni 2010, 19:09:19 »

Bei mir ist es leider ganz anders gelaufen.
Hab mein GT735 vor zwei Wochen abholen lassen, weil nach dem Einschalten nur der blaue Halbmond leuchtete, ansonsten passierte nichts... Monitor blieb schwarz, kein BIOS-Bild, nichts.
Hatte bei MSI angerufen, die meinten, da kann man nichts machen, das müsste zum reparieren abgeholt werden.
Ich brauch das NB zwar auch beruflich, aber ich dachte mir, na gut, muss ja germacht werden, sollte schon schnell gehen.
Was soll ich sagen, es ging auch wirklich sehr schnell.
Das NB ist heute zurückgekommen, im beiliegenden Formular stand, dass das BIOS neu aufgespielt wurde und es nun wieder laufen würde.
Super, dachte ich, und hab das NB voller Vorfreude angeschlossn und eingeschaltet... das Einzige, was ich dann gesehen habe, war der blaue Halbmond und sonst nichts.
Der gleiche Fehler ist also immer noch da, und ich komme mir extrem verarscht vor. Jetzt muss ich bis Montag warten, damit ich da die Hotline anrufen kann und nach einer schnellen Lösung verlangen muss :(
Gespeichert

ExOdUs88

  • Routinier
  • ***
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 415
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #3 am: 20. Juni 2010, 08:16:27 »

Zitat von: \'wiesel201\',\'index.php?page=Thread&postID=749232#post749232\'
Na das nenne ich doch mal kulant.  :thumb


Warum kulant?

MSI konnte den Fehler innerhalb der 2 jährigen Gewährleistung nicht beheben, außerdem kein identisches Produkt liefern und damit 1:1 austauschen vornehmen. Somit stünde dem Käufer ein Rücktritt vom Kaufvertrag zu (Wandlung) und er hätte die Möglichkeit den vollen Kaufpreis inkl. Versandkosten vom Händler (nicht MSI) zurück zu bekommen und damit ein Gerät seiner Wahl zu kaufen (Hersteller/Typ). Somit hätte er freie Wahl gehabt und natürlich wieder 2 Jahre Gewährleistung auf das neue Produkt.
Was hat MSI hier gemacht?!? Grob gesagt, MSI hat Slaight die Wahl abgenommen, was er machen soll und die Entscheidung für Ihn getroffen und ihm ein anderes MSI Produkt geschickt. Somit wurde ihm die Wahl des Herstellers und des Typ´s verweigert. Er hatte ja gar keine Wahlmöglichkeit bekommen sich ein anderes Gerät aus zu suchen.
Aber egal, wenn er damit zufrieden ist, nenne ich das WIN WIN Situation. Kohle bleibt bei MSI und Slaight hat einen neuen Laptop.

Aber ich finde es schon immer wieder amüsant, das einige Endverbraucher nicht wissen, was für rechtliche Möglichkeiten sie haben und der Gesetzgeber sie durch die Gewährleistung schützt.

LG

Roland
Gespeichert

wiesel201

  • Administrator
  • *****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 14.134
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #4 am: 20. Juni 2010, 10:24:14 »

Zitat von: \'ExOdUs88\',\'index.php?page=Thread&postID=749417#post749417\'
Warum kulant?

...

Somit hätte er freie Wahl gehabt und natürlich wieder 2 Jahre Gewährleistung auf das neue Produkt.

...er hätte die Möglichkeit den vollen Kaufpreis inkl. Versandkosten vom Händler (nicht MSI) zurück zu bekommen ...

Nix \"natürlich\", Quatsch mit Soße! Bei einem Austausch im Rahmen der Gewährleistung beginnt die gesetzliche Gewährleistung nicht von vorne, sondern die ursprüngliche Gewährleistungsfrist wird fortgesetzt, ggf. verlängert um den angefallen Service-Zeitraum. Und genau darum nenne ich das Vorgehen kulant.
Und auch Dein Gedanke vom vollen Kaufpreis ist falsch. Der Händler ist berechtigt, bei Erstattung einen angemessenen Betrag abzuziehen für die vorherige Nutzung des Gerätes. Geh mal von einer durchschnittlich 5-jährigen Nutzungsdauer eines Notebooks aus. Dann hätte er bei einem zwei Jahre alten Notebook eine Erstattung von 60% des Neupreises zu erwarten.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1277022576 »
Gespeichert
DSLR-Forum



Mein Zweitsystem
PassMark


Achtung: Hilfe-Anfragen bitte immer im Forum stellen, nicht per PN!

der Notnagel

  • Administrator
  • *****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 29.310
  • Der Affe arbeitet nicht bei MSI
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #5 am: 20. Juni 2010, 10:54:47 »

Über solche Bemerkungen kann ich nur lachen!!!! Wie soll MSI nach 23 Monaten den vollen Kaufpreis erstatten? Den Kaufpreis hat der Händler kassiert. Der schneidet sich eine dicke Scheibe von ca. 25% ab und den Rest bekommt MSI für Produktion, Service und was alles da dranhängt. Und dann soll MSI den vollen Kaufpreis rausrücken? Selbst wenn MSI den Kaufpreis an den Händler wieder erstattet ist nicht garantiert, daß der Händler seine 25% drauflegt. Wenn MSI die volle Garantie gibt, kann man absolut nicht meckern. Als ich das gelesen habe, war ich schon sehr erstaunt. Ich kenne genügent Firmen, die nicht mal um die Reparaturzeit verlängern wollen.
Gespeichert
der Notnagel

Fragen zum BIOS-Update? BIOS-Update im Detail und Das Flashen einer Grafikkarte
Vor dem Update beachten: Woran erkenne ich, welches Board ich habe und Die Grafikkarte richtig erkennen
Unterstützung bei BIOS-Problemen nur bei vollständiger Angabe des installierten BIOS (z.B A7226NMS.150)
Grundsätzlich Kein Support über PN, ICQ, Skype, WhatsAPP und dgl...

ExOdUs88

  • Routinier
  • ***
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 415
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #6 am: 20. Juni 2010, 14:28:48 »

Hallo Wiesel,

deine Ausführung ist soweit richtig!

Zitat
Bei einem Austausch im Rahmen der Gewährleistung beginnt die gesetzliche Gewährleistung nicht von vorne, sondern die ursprüngliche Gewährleistungsfrist wird fortgesetzt, ggf. verlängert um den angefallen Service-Zeitraum.

Aber bevor du meinen Beitrag als Quatsch bezeichnest, solltest du ihn mal genau lesen!

Ich spreche hier nicht von einer Rückgabe sondern von einem Sachmangel! Der Händler hat 2x die Möglichkeit nach zu bessern, tritt das dritte mal ein identischer Fehler auf, hat der Kunde ein Recht auf Wandlung. Das bedeutet vollen Kaufpreis zurück oder ein neues IDENTISCHES Gerät. Google einfach mal nach Sachmangelhaftung und Rücktrittsrecht ;)
http://dejure.org/gesetze/BGB/440.html

Da es hier MSI nicht möglich war nachzubessern, hätte der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten können. Sich somit ein neues Gerät seiner Wahl kaufen können und somit hat er automatisch 2 Jahre Gewährleistung. Genauso hatte ich das geschrieben!

EDIT: Und zum Thema vollen Kaufpreis zurück zu bekommen....

http://www.123recht.net/Recht-auf-Wandlung-%28Notebook%29-__f5863.html


Hallo Notnagel,

Anscheinend hast auch du meinen Text nicht richtig gelesen!

Zitat
Somit stünde dem Käufer ein Rücktritt vom Kaufvertrag zu (Wandlung) und er hätte die Möglichkeit den vollen Kaufpreis inkl. Versandkosten vom Händler (nicht MSI) zurück zu bekommen und damit ein Gerät seiner Wahl zu kaufen (Hersteller/Typ).

Ich habe nie geschrieben, das er seine Forderungen gegenüber MSI gelten machen soll/muß, schöner kann ich es doch gar nicht mehr schreiben!
Ist eine Reparatur innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist nicht möglich und kann kein Ersatzartikel geliefert werden hat man das Recht auf einen Rücktritt vom Kaufvertrag und somit Anspruch auf volle Erstattung des Kaufpreises gegenüber dem Händler. (siehe beide Links)
Sollte das der Händler nicht akzeptieren, kann man ihn nach gültigen recht verklagen.

Nochmal! Es handelt sich hierbei um einen Sachmangel innerhalb der Gewährleistungsfrist, den MSI nicht beheben konnte. Somit hat der Käufer ein Rücktrittsrecht vom Vertrag!

Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren, aber dann bitte Fakten und keine Vermutungen!

LG

Roland
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1277037674 »
Gespeichert

Schnidde

  • Foren Experte
  • ****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 4.473
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #7 am: 20. Juni 2010, 16:43:24 »

Zitat von: \'ExOdUs88\',\'index.php?page=Thread&postID=749441#post749441\'
Ich spreche hier nicht von einer Rückgabe sondern von einem Sachmangel! Der Händler hat 2x die Möglichkeit nach zu bessern, tritt das dritte mal ein identischer Fehler auf, hat der Kunde ein Recht auf Wandlung. Das bedeutet vollen Kaufpreis zurück oder ein neues IDENTISCHES Gerät. Google einfach mal nach Sachmangelhaftung und Rücktrittsrecht ;)
http://dejure.org/gesetze/BGB/440.html
dies gilt aber auch nur das 1. halbe jahr! danach musst du erstmal beweisen, das der fehler nicht von dir herforgerufen wurde!
Gespeichert

ExOdUs88

  • Routinier
  • ***
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 415
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #8 am: 20. Juni 2010, 16:54:03 »

Hallo Schnidde,

das ist absolut richtig! Die Beweisumkerhpflicht gilt in den ersten 6 Monaten.
Allerdings wird der Artikel in der Regel ausgetauscht, wenn kein offensichtlicher Mangel (runter gefallen, Kaffee drüber geschüttet) vorliegt.
Wenn sich der Händler weigert, kann man ein Gutachten erstellen lassen, was man im ersten Step selber zahlt. Stellt sich hierbei heraus, das der Mangel berechtigt ist, muss die Kosten des Gutachtens ebenfalls der Händler übernehmen.
Stellt sich allerdings heraus dass der Mangel selber hervorgerufen wurde, bleibt man auf den Kosten sitzen und hat keinen Anspruch auf Wandlung.
In den meisten Fällen, wo kein offensichtlich herbeigeführter Mangel vorliegt, lenkt aber der Händler ein und tauscht die Sache ohne \"Gutachten\".

Es geht hier nicht um gut oder schlecht und wie in meinen ersten Post schon geschrieben ist es hier eine WIN WIN Situation für die beteiligten Parteien. Ich wollte nur die rechtlichen Möglichkeiten aufzeigen, die einem als Privatperson zur Verfügung stehen.

LG

Roland
Gespeichert

Schnidde

  • Foren Experte
  • ****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 4.473
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #9 am: 20. Juni 2010, 18:11:40 »

diese stimmen ja aber nicht ganz so, wie du es hier dargestellt hast. dies wollten wir dir nur nahe legen und deshalb hat das sehr wohl mit kulanz zu tun!
Gespeichert

der Notnagel

  • Administrator
  • *****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 29.310
  • Der Affe arbeitet nicht bei MSI
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #10 am: 20. Juni 2010, 18:19:08 »

Zitat von: \'Slaight\',\'index.php?page=Thread&postID=749226#post749226\'
Ein freundlicher Msi-Mitarbeiter meinte dann zu mir: Laptop ist schon verschickt und auf die Frage, ob ich denn noch eine Garantie auf dieses Laptop bekomme, meinte er, ich bekomme 2 Jahre ab Lieferscheindatum des neuen Gerätes Gewährleistung. ...
         
Fazit: Neuer Austausch-Laptop ist super und dass mein Laptop nach 23Monaten eingeschickt werden musste und ich auch ein wenig mit dem Gedanken gespielt habe, ob ich das jetzt wegen dieser Kleinigkeit wirklich mach soll, hatte ich trotz 2 Monaten Wartezeit Glück im Unglück. Großes Lob an Msi für die Entschädigung.

Mein Posting bezog sich auf diesen Text und die Versuche das als normal hinzustellen. Vom Thema abweichende Komentare wuden entsprechend bewertet. Bezieht man sich nun auf das Thema oder schreibt man einfach was ganz anderes rein.

Ferner ging es eindeutig um den Umstand das der Kunde nachweisen muß, daß das Gerät sachgerecht behandelt wurde und ein Produktionsfehler vorliegt. Bei Steckern ist es nicht immer ganz leicht und geht nach dieser Zeit zu ungunsten des Kunden aus. In diesem Fall brauchte der Kunde keinen Nachweis erbringen. Fiel das Gerät bei gestecktem Anschluß auf den Stecker? (Zieht man beim Kabel am Kabel oder am Stecker um die Verbindung zu lösen?)

Der Link geht in ein Forum. Der Wahrheitsgehalt ist nicht verbürgt.
Gespeichert
der Notnagel

Fragen zum BIOS-Update? BIOS-Update im Detail und Das Flashen einer Grafikkarte
Vor dem Update beachten: Woran erkenne ich, welches Board ich habe und Die Grafikkarte richtig erkennen
Unterstützung bei BIOS-Problemen nur bei vollständiger Angabe des installierten BIOS (z.B A7226NMS.150)
Grundsätzlich Kein Support über PN, ICQ, Skype, WhatsAPP und dgl...

ExOdUs88

  • Routinier
  • ***
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 415
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #11 am: 20. Juni 2010, 18:49:53 »

Hallo,

sorry, ich dachte deine Antwort bezog sich auf mein Posting :rolleyes:

Hier nochmal ein Link, der hoffentlich alles schön erklärt.... http://www.vz-nrw.de/UNIQ127705112013817/link9403A.html

Darin findet man auch den Absatz...

Zitat
Diese letzte Variante, Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe des Produktes,


EDIT: Hier noch der entsprechende Gesetzestext..

Zitat
BGB § 346 Wirkungen des Rücktritts
(1) Hat sich eine Vertragspartei vertraglich den Rücktritt vorbehalten oder steht ihr ein gesetzliches Rücktrittsrecht zu, so sind im Falle des Rücktritts die empfangenen Leistungen zurückzugewähren und die gezogenen Nutzungen herauszugeben.(2) 1Statt der Rückgewähr oder Herausgabe hat der Schuldner Wertersatz zu leisten, soweit
1.die Rückgewähr oder die Herausgabe nach der Natur des Erlangten ausgeschlossen ist,
2.er den empfangenen Gegenstand verbraucht, veräußert, belastet, verarbeitet oder umgestaltet hat,
3.der empfangene Gegenstand sich verschlechtert hat oder untergegangen ist; jedoch bleibt die durch die bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme entstandene Verschlechterung außer Betracht.
2Ist im Vertrag eine Gegenleistung bestimmt, ist sie bei der Berechnung des Wertersatzes zugrunde zu legen; ist Wertersatz für den Gebrauchsvorteil eines Darlehens zu leisten, kann nachgewiesen werden, dass der Wert des Gebrauchsvorteils niedriger war.
(3) 1Die Pflicht zum Wertersatz entfällt,
1.wenn sich der zum Rücktritt berechtigende Mangel erst während der Verarbeitung oder Umgestaltung des Gegenstandes gezeigt hat,
2.soweit der Gläubiger die Verschlechterung oder den Untergang zu vertreten hat oder der Schaden bei ihm gleichfalls eingetreten wäre,
3.wenn im Falle eines gesetzlichen Rücktrittsrechts die Verschlechterung oder der Untergang beim Berechtigten eingetreten ist, obwohl dieser diejenige Sorgfalt beobachtet hat, die er in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegt.
2Eine verbleibende Bereicherung ist herauszugeben.
(4) Der Gläubiger kann wegen Verletzung einer Pflicht aus Absatz 1 nach Maßgabe der §§ 280 bis 283 Schadensersatz verlangen.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1277058879 »
Gespeichert

wiesel201

  • Administrator
  • *****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 14.134
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #12 am: 20. Juni 2010, 23:05:55 »

Zitat von: \'ExOdUs88\',\'index.php?page=Thread&postID=749544#post749544\'
Hier nochmal ein Link, der hoffentlich alles schön erklärt.... http://www.vz-nrw.de/UNIQ127705112013817/link9403A.html
Ich zitiere mal aus dem verlinkten Beitrag:
Zitat
Diese letzte Variante, Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe des Produktes, können Sie allerdings nicht verlangen, wenn der Mangel nur unerheblich ist. Hier bleibt Ihnen, falls die Reparatur oder die Ersatzlieferung scheitern, letztlich nur die Reduzierung des Kaufpreises. Der Ausschluss des Rücktrittsrechts ist aber eine ganz seltene Ausnahme.
Erzähl mir jetzt nicht, eine defekte Kopfhörerbuchse sei ein erheblicher Mangel bei einem Notebook.  ;-)
Abgesehen davon trat der Defekt erst im April 2010 auf, als die Gewährleistungsfrist schon fast abgelaugen war. Wer dann nachweisen wollte, dass der Defekt schon in den ersten 6 Monaten bestand, müsste zumindestens wissentlich lügen. Insofern bleibe ich bei meiner Fststellung: MSI hat den Fall äußerst kulant reguliert.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1277068187 »
Gespeichert
DSLR-Forum



Mein Zweitsystem
PassMark


Achtung: Hilfe-Anfragen bitte immer im Forum stellen, nicht per PN!

der Tobi

  • Foren Experte
  • ****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 12.775
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #13 am: 20. Juni 2010, 23:47:49 »

Warum muss man so einen äusserst positiven Fall, so dermassen zerpflücken und eine Diskussion draus machen?

Dem User wurde hier geholfen und das zählt doch.
Die Regel wird so eine Abwicklung sicher nicht sein.
Gespeichert

[align=center]

ExOdUs88

  • Routinier
  • ***
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 415
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #14 am: 21. Juni 2010, 06:55:52 »

Hallo Wiesel,

eine defekte Audiobuchse ist auch eine Nichterfüllung einer zugesicherten Eigenschaft und somit ein Sachmangel.
Schau dir doch den letzten Satz aus deinem Zitat an...
Zitat
Der Ausschluss des Rücktrittsrechts ist aber eine ganz seltene Ausnahme.

Als einen unerheblichen Mangel sehe ich einen Pixelfehler im Display, aber das kann von Fall zu Fall anders entschieden werden.

Und die Gewährleistungsfrist beträgt in der EU 24 Monate, und da ist es egal ob der defekt am letzten Tag der Gewährleistung auftritt oder nicht. Als Endverbraucher habe ich auch hier das Recht, das der Mangel behoben wird, solange hier kein Eigenverschulden vorliegt.

Fakt ist doch hier auch, das MSI den Mangel anstandslos anerkannt hat und eine Wiederherstellung (Nacherfüllung der zugesicherten Eigenschaft), oder ein 1:1 Austausch unmöglich war. Somit wäre ein Rücktritt vom Kaufvertrag - gegenüber dem Händler, nicht MSI! - von Rechtswegen zugesichert. Speziell in diesen Fall ist doch Slaight begeistert, das MSI für ihn die richtige Wahl getroffen hat.

Stell dir aber mal folgenden Fall vor, du kaufst dir einen schwarzen TV der zu deiner Wohnungseinrichtung passt. Nach 7 Monate ist dieser Defekt und lässt sich nicht mehr umschalten. Da der Hersteller nicht in der Lage ist, den Mangel zu beheben, liefert er dir - ohne dich zu fragen - ein jetzt aktuelles Modell, allerdings in silber, das aber nicht in deine Wohnung passt.
Wärst du mir dieser Aktion einverstanden, vor allem da du das ursprüngliche Gerät wegen der Gehäusefarbe gekauft hast?

Ich hoffe ich konnte jetzt auch glaubhaft darlegen, das bei einer Rückabwicklung des Vertrages, die komplette Summe ausbezahlt werden muss und nicht nur ein Teilbetrag gutgeschrieben wird.

Aber wenn du anderer Meinung bist, habe ich wirklich nichts dagegen. Ich kenne meine Rechte als Verbraucher und weis welche Möglichkeiten mir hier zur Verfügung stehen. Aber das soll und kann jeder so handhaben wie er es für richtig erachtet.

@Tobi,

wie schon eingangs geschrieben, habe ich das hier als WIN WIN Situation bezeichnet, jeder ist zufrieden.

Ich wollte hier nur die rechtlichen Möglichkeiten die einem Endverbraucher (keinen Händler) zur Verfügung stehen erörtern. Ein Forum bzw. eine Community ist dazu da Informationen darüber auszutauschen und bei verschiedenen Ansichten eine Diskussion zu führen. Sollte das hier nicht er Fall sein, lasst es mich einfach wissen, dann werde ich solche Posts zukünftig lassen.

LG

Roland
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1277098340 »
Gespeichert

wiesel201

  • Administrator
  • *****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 14.134
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #15 am: 21. Juni 2010, 10:08:32 »

Zitat von: \'ExOdUs88\',\'index.php?page=Thread&postID=749622#post749622\'
Und die Gewährleistungsfrist beträgt in der EU 24 Monate, und da ist es egal ob der defekt am letzten Tag der Gewährleistung auftritt oder nicht. Als Endverbraucher habe ich auch hier das Recht, das der Mangel behoben wird, solange hier kein Eigenverschulden vorliegt.
Ständiges Wiederholen ändert nichts daran, dass die Aussage so nicht richtig ist. Noch mal: Wenn der Fehler mehr als 6 Monate nach Kauf des Notebooks auftritt, dann muss der Käufer nachweisen, dass zumindestens die Ursache für den Fehler bereits bei Kauf des Notebooks bestanden hat. Es ist also nicht egal, wann der Fehler erstmals auftritt.

Zitat von: \'ExOdUs88\',\'index.php?page=Thread&postID=749622#post749622\'
Ein Forum bzw. eine Community ist dazu da Informationen darüber auszutauschen und bei verschiedenen Ansichten eine Diskussion zu führen. Sollte das hier nicht er Fall sein, lasst es mich einfach wissen, dann werde ich solche Posts zukünftig lassen.
Es ist schon in Ordnung, dass Du Deine Meinung hier gepostet hast. Nur sollte man, wenn man bei Diskussionen einer Fehleinschätzung aufgesessen ist, dies das auch mal einsehen.  ;)
Gespeichert
DSLR-Forum



Mein Zweitsystem
PassMark


Achtung: Hilfe-Anfragen bitte immer im Forum stellen, nicht per PN!

ExOdUs88

  • Routinier
  • ***
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 415
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #16 am: 21. Juni 2010, 10:24:24 »

Hallo wiesel,

keine Ahnung ob ich bei dir einen Nerv getroffen habe oder nicht?!? Aber du ingnoriest meinen geschriebenen Text, und suchst dir nur die Passagen raus, die du für richtig hältst. Auf belegte Sachen oder Artikel reagierst du gar nicht.

Zitat von: \'wiesel201\',\'index.php?page=Thread&postID=749628#post749628\'
Ständiges Wiederholen ändert nichts daran, dass die Aussage so nicht richtig ist. Noch mal: Wenn der Fehler mehr als 6 Monate nach Kauf des Notebooks auftritt, dann muss der Käufer nachweisen, dass zumindestens die Ursache für den Fehler bereits bei Kauf des Notebooks bestanden hat. Es ist also nicht egal, wann der Fehler erstmals auftritt.

Deiner Meinung nach hast du somit nur die Möglichkeit, einen Artikel nur die ersten 6 Monate zu reklamieren und dann ist Schluss. In dem Artikel, den ich verlinkt habe und wobei du einen Teil davon zitiert hast, steht das ausdrücklich drin! http://www.vz-nrw.de/UNIQ127710802322789/link9403A.html

Hier der Auszug nochmal.
Zitat
Tritt der Mangel erst nach mehr als sechs Monaten in Erscheinung, müssen Sie beweisen, dass die Ware schon beim Kauf mangelhaft gewesen ist. Es dürfen aber keine unzumutbaren Anforderungen an den Kunden gestellt werden. So kann der Händler von Ihnen insbesondere keinen technischen Mangelnachweis verlangen, weil das ohne Sachverständigengutachten gar nicht möglich wäre. Nach unserer Auffassung genügt es, wenn Sie dem Händler plausibel machen, dass der Mangel ohne Ihre Einwirkung entstanden ist. Dann ist ggf. der Händler am Zuge und muss Ihnen wiederum das Gegenteil nachweisen.


Zitat von: \'wiesel201\',\'index.php?page=Thread&postID=749628#post749628\'
Es ist schon in Ordnung, dass Du Deine Meinung hier gepostet hast. Nur sollte man, wenn man bei Diskussionen einer Fehleinschätzung aufgesessen ist, dies das auch mal einsehen.  ;)

Da versteh ich dich wirklich nicht! Von deiner Seite wurde mein Beitrag mit dem vollen Kaufpreis zurück  als \"Quatsch mit Soße\" bezeichnet, was ich dir anhand des BGB Gesetzes widerlegt hatte. Da habe ich leider kein feedback von dir bekommen.

Alle meine Aussagen hier wurden mit Artikel belegt, oder mit Links zum BGB erhärtet. Alles andere sehe ich als Vermutung an.

LG

Roland
Gespeichert

Camera

  • König
  • *****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 777
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #17 am: 21. Juni 2010, 10:24:33 »

Zitat von: \'ExOdUs88\',\'index.php?page=Thread&postID=749622#post749622\'
Und die Gewährleistungsfrist beträgt in der EU 24 Monate, und da ist es egal ob der defekt am letzten Tag der Gewährleistung auftritt oder nicht. Als Endverbraucher habe ich auch hier das Recht, das der Mangel behoben wird, solange hier kein Eigenverschulden vorliegt.

Also ich gebe hier Exodus  zu 100 % Recht! Denn 24 Monate ab Kaufdatum sind nicht 6 Monate und auch nicht 23 Monate und 14 Tage.

Ich hatte mal ähnliches Erlebnis, aber bei einem Auto. Da ist am letzten Tag der \"Garantie\" der elektrische Fensterheber defekt gegangen.
Da ich wusste, dass es der letzte Tag war für meine Garantieansprüche bin ich gleich zum Laden wo ich die Karre gekauft hatte.

Um es kurz zu machen: Der Händler sagte dass ich aber Glück hätte, dass es nicht  eine Woche später passiert wäre, obwohl da vielleicht was über Kulanz zu machen gewesen wäre.
Ohne Murren, ohne weiteren Kommentar wurde die Reparatur durchgeführt und hatte mich keinen Cent gekostet.

Die Hersteller und Händler die hier in Deutschland was verkaufen, kennen das deutsche Recht schon ganz genau, versuchen aber trotzdem das ein oder andere Mal den Käufer über den Tisch zu ziehen, weil ich denke dass die genau sehen WER da kommt. Die Faseln dann was von 6 Monate, war ja keine Garantieverlängerung abgeschlossen worden, oder wenden Sie sich an den Hersteller.
Sprich kommt da die 90 jährige OMA wird sich teilweise anders verhalten, als wenn dort ein selbstbewusster Mitte 20 jähriger auftaucht.

Fazit:

Also finde ich das Verhalten von MSI eigentlich mehr als korrekt und sehe es genau wie Exodus als WIN to WIN Situation, denn im Grunde muss der Verbraucher die Wahl haben. Aber wer zieht nach so einem Deal vor Gericht?

Gruß

Camera
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1277108798 »
Gespeichert
Blame "was" the Matrix! Denglisch für Anfänger ;-)

Jack

  • Foren Experte
  • ****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 21.340
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #18 am: 21. Juni 2010, 11:18:11 »

Auch wenn diese Diskussion den Rahmen dieses Threads im Grunde sprengt, verstehe ich nicht ganz, warum Ihr Wiesel davon zu überzeugen versucht, dass mit seiner Aussage ...

Zitat
Wenn der Fehler mehr als 6 Monate nach Kauf des Notebooks auftritt, dann muss der Käufer nachweisen, dass zumindestens die Ursache für den Fehler bereits bei Kauf des Notebooks bestanden hat. Es ist also nicht egal, wann der Fehler erstmals auftritt.

... was nicht stimmt.  

Dieses Zitat:

Zitat
Tritt der Mangel erst nach mehr als sechs Monaten in Erscheinung, müssen Sie beweisen, dass die Ware schon beim Kauf mangelhaft gewesen ist. Es dürfen aber keine unzumutbaren Anforderungen an den Kunden gestellt werden. So kann der Händler von Ihnen insbesondere keinen technischen Mangelnachweis verlangen, weil das ohne Sachverständigengutachten gar nicht möglich wäre. Nach unserer Auffassung genügt es, wenn Sie dem Händler plausibel machen, dass der Mangel ohne Ihre Einwirkung entstanden ist. Dann ist ggf. der Händler am Zuge und muss Ihnen wiederum das Gegenteil nachweisen
.

Unterstützt doch Wiesels Auffassung vollends.  Der entsprechende BGB-Paragraph zur Beweislastumkehr (§476) sagt nichts (aber auch gar nichts) zu den Teilen des Zitats, das ich nicht rot markiert habe. Alles was nicht rot markiert ist im Grunde bereits Gesetzesauslegung (bzw. Meinung) und die ist im Ernstfall immer Sache des Richters (bzw. nicht automatisch rechtsgültig).

Hier nochmal das BGB §476 (BGB § 476 Beweislastumkehr):

Zitat
Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar.


Wenn der Sachmangel sich erst nach 6 Monaten zeigt, hätte der Händler sozusagen das Recht zu vermuten, dass die Sache \"bei Gefahrübergang\" eben nicht mangelhaft war. In diesem Fall trägt der Käufer theoretisch die Beweislast.  Die Frage der Zumutbarkeit der Anforderung an den Kunden (die von §476 prinzipiell gar nicht berührt wird), hängt letztlich ebenfalls von der Art der Sache oder des Mangels ab.  

Eine Audiobuchse kann sowohl durch mechanische Einwirkung (Querzug am Stecker) oder \"von allein\" (Bruch eines internen (bereits angeschlagenen) Kabels oder eine von vornherein mangelhafte Lötstelle) hervor gerufen werden.  Beides ließe sich theoretisch nachweisen, um zu entscheiden, ob es sich hier um einen genuinen Sachmangel handelt oder um einen durch unadäquate Benutzung entstandenen Defekt.  

Wenn der Händler nach dem Ablauf der 6-Monatsfrist im Hinblick auf die Art der Sache oder des Mangels Grund zu der Annahme hat, dass es sich nicht um einen Sachmangel handelt, warum sollte es ihm dann nicht möglich sein, die Beweislast umzukehren und damit den Garantieanspruch mit einem Fragezeichen zu versehen?  

Über die Zumutbarkeit der Anforderung an den Käufer (Stichtwort: Sachverständigengutachten) entscheidet letztendlich nicht die Verbraucherzentrale, sondern ein Gericht.  Wenn es hier eine grundsätzliche Unzumutbarkeit bestünde, dann gäbe es das Prinzip \"Beweislastumkehr\" ja nicht als Gesetz.

Sicherlich gibt es eine Reihe von Fällen, in denen es unzumutbar ist, einen Käufer einen bestimmten Nachweis erbringen zu lassen (intern defekte CPU z.B.).  Aber prinzipiell ist diese Aussage hier...

Zitat
Nach unserer Auffassung genügt es, wenn Sie dem Händler plausibel machen, dass der Mangel ohne Ihre Einwirkung entstanden ist.

... mit großer Vorsicht zu genießen.  Jeder kann pro-forma erstmal auf plausible Weise die Behauptung auftstellen, dass ein Mangel ohne \"Einwirkung\" entstanden ist (oder zumindest versuchen eine solche Behauptung aufzustellen).  Aber letztendlich bleibt es bei aller Plausibilität eine Behauptung, deren Richtigkeit im Hinblick auf die Art des Mangels nicht durch das plausible Behaupten allein hergestellt wird.  Ein guter Lügner zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass er in der Lage ist, eine falsche Behauptung aufzustellen und diese zu plausibilisieren.

--------------------------

Letzte Anmerkung: Sollte es hierzu weiteren Diskussionbedarf geben, schlage ich vor, dass das nicht in diesem Thread passiert (dessen thematischer Rahmen, wie schon gesagt, mit der Diskussion der prinzipiellen Rechtslage bereits gesprengt ist).
Gespeichert

wiesel201

  • Administrator
  • *****
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 14.134
GarantieBericht meines Notebooks. Spannend bis zum Schluss....
« Antwort #19 am: 21. Juni 2010, 13:18:57 »

So ist es, danke Jack!

Bleibt der zweite Streitpunkt, das liebe Geld:
Im September vergangenen Jahres fällte der BGH ein Urteil zu diesem Thema.  Hintergrund war ein Autokauf. Quintessenz aus dem Urteil: Bei einem Verbrauchsgüterkauf steht dem Verkäufer im Falle der Rückabwicklung des Vertrages nach § 346 BGB ein Anspruch auf Ersatz der Gebrauchsvorteile des Verbrauchsgutes während der Besitzzeit des Käufers zusteht. Hier noch einKurzkommentar dazu.

Soviel zum Thema Anspruch auf volle Kaufpreiserstattung nach fast 24 Monaten. Das Stichwort lautet \"Nutzungswertersatz\". Zu diesem Thema war dies auch mein letzter Beitrag in diesem Thread.

Falls bei exodus weitere Unklarheiten zum Thema bestehen, kann er ja gerne einen eigenen Thread dazu eröffnen.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1277119156 »
Gespeichert
DSLR-Forum



Mein Zweitsystem
PassMark


Achtung: Hilfe-Anfragen bitte immer im Forum stellen, nicht per PN!