Suizid des Abmahnanwalts Günter Freiherr von Gravenreuth
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Autor Thema: Suizid des Abmahnanwalts Günter Freiherr von Gravenreuth  (Gelesen 1447 mal)

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der Notnagel

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Suizid des Abmahnanwalts Günter Freiherr von Gravenreuth
« am: 23. Februar 2010, 17:35:24 »

Wer kannte ihn nicht. Nein keiner.

C64
In den 1980er-Jahren jagte Günter von Gravenreuth die Raubkopierer des Commodore-PCs C64. Mit der C64-Gruppe Radwar entwickelte sich eine Hass-Liebe. Der Anwalt verfolgte die Mitglieder, die ihn allerdings sogar zu Partys einluden

Tanja-Briefe
Für die „Tanja-Briefe“ heuerte von Gravenreuth ein professionelles Model an: Mit ihrem Bild und dem Namen „Tanja Nolte-Berndel“ bettelte der Anwalt bei Anbietern von Kleinanzeigen um illegale Spiele. Wer auf die Masche mit dem armen Mädchen hereinfiel, wurde verklagt.

Angriff auf die „taz“
Wie bei anderen Verlagen kann sich der Internet-Nutzer auch bei der Tageszeitung „taz“ einen Newsletter bestellen. Gravenreuth störte die automatische Bestätigungsmail, die er als Spam empfand und reagierte mit einem Abmahnbescheid.
Weil von Gravenreuth vor dem Vollstreckungsgericht fälschlich behauptete, die „taz“ hätte die Abmahngebühr nicht bezahlt, ließ er die Internetdomain „taz.de“ beschlagnahmen und drohte sie zu versteigern. Die „taz“ erstattete Strafanzeige, worauf der Anwalt wegen Betrugs verurteilt wurde.

Steuersünder-CD
Vor zwei Wochen zeigte Günter von Gravenreuth laut „Münchner Abendzeitung“ die Steuerfahnder in Wuppertal an. Grund: Der Ankauf der Steuer-CD. Der Abmahnanwalt argumentierte, die Daten der Steuersünder seien urheberrechtlich geschützt und die CD eine Raubkopie.

War er selber auf der CD? Das werden wir wohl nie erfahren. Nun ist er Tod.
IT-Experten sehen als Hauptgrund für den Freitod des Anwalts eine ihm drohende Haftstrafe. Das Berliner Landgericht hatte den 61-Jährigen wegen Betrugs zu 14 Monaten Haft verurteilt. Eine Revision wurde verworfen. Zuletzt wurde Günter von Gravenreuth ein Aufschub für den Haftantritt bis Ende Februar 2010 erteilt, weil er seine Kanzlei auflösen wollte.

Bevor Günter von Gravenreuth Suizid beging, schickte er eine Abschieds-E-Mail an seine Community. Den Größen der Computerszene schrieb er einen „letzten Gruß in die Runde“. Empfänger waren am Dienstagmorgen um 1.15 Uhr unter anderem der Chefredakteur des IT-Portals „Gulli.com“ und die Hackerorganisation „Chaos Computer Club“. Der Anwalt habe in der E-Mail angekündigt, dass „er sich nun mit einer scharfen Waffe umbringen werde“, schreibt Gulli.com.
Eine Abschieds-E-Mail habe ich nicht bekommen, aber wer kennt nicht Gulli ;)

Leider hat der Freiherr schon zu viele Nachahmer gefunden.
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der Notnagel

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