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Autor Thema: MS-7502 - BIOS zerschossen?  (Gelesen 51702 mal)

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murof_ISM

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« am: 26. Oktober 2008, 23:17:39 »

Hallo,
bin neu hier und bitte Euch um Eure Hilfe.
Habe mir das BIOS meines MS-7502 offensichtlich zerschossen. Beim Hochfahren kein Bild, aber ein Doppel-Beep und dann ständiger Beep.
Ein USB-FD LW wird angesprochen.
Nach fleißiger Lektüre des Forums würde ich gerne einen reflash nach der bootblock-Methode versuchen, die öfters im Forum als Lösungsversuch vorgeschlagen wird.
Aber: die BIOS-Datei W7502MLN.10A ist 2048 KB groß, wie soll das mit dem lLader und den 3 Systemdateien auf ein FD mit einer Kapazität von 1,44 MB passen?

Versuche mit einem bootfähigen USB-Stick waren bisher nicht erfolgreich, ein reset des CMOS-Ram leider ebenfalls.
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Jack

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #1 am: 26. Oktober 2008, 23:28:53 »

Hallo und Willkommen im Forum!

Das MS-7502 ist kein MSI-Retail-Board, sondern ein OEM-Produkt, für dessen Support der jeweilige OEM-Vendor (Medion, HP, FSC etc.) zuständig ist. Das nur zur allgemeinen Information.

Zunächst ein paar Fragen:

Wie ist dieses Problem entstanden? Hast Du ein BIOS-Update durchgeführt? Wenn ja, wie genau bist Du vorgegangen, welches BIOS hast Du geflasht und welche Version hast Du vor dem Flash verwendet?

Wenn ich das richtig sehe, verwendet das Board ein AWARD-BIOS.  Eine Erklärung zu den Beep-Codes findest Du hier:

Fehlertöne im Bios

Wenn das Problem nicht durch ein BIOS-Update entstanden ist, dann wird es möglicherweise kein BIOS-Problem sein und ein Recovery-Flash mithilfe der Bootblock-Methode wäre sowieso keine adequate Problemlösungsstrategie.

Zitat
Aber: die BIOS-Datei W7502MLN.10A ist 2048 KB groß, wie soll das mit dem lLader und den 3 Systemdateien auf ein FD mit einer Kapazität von 1,44 MB passen?

Die Standard-Prozedur für einen AWARD-BIOS-Revovery-Flash verlangt eine bootfähige Diskette.  Dass bedeutet, dass die Grundvorraussetzung dafür, dass der Flash überhaupt stattfinden kann, das Booten eines DOS-basierten Betriebssystems ist.  Erst auf dieser Basis kann ein Flash erfolgen.

Das heißt unterm Stricht, dass, wenn das System in seinem jetzigen Zustand auf ein internes Diskettenlaufwerk reagiert und von einer Diskette DOS gebootet werden kann, das BIOS-File gar nicht auf der Diskette sein muss.  Sobald DOS geladen ist, könntest Du auf ein von DOS unterstütztes Laufwerk zugreifen, auf dem sich das BIOS-File befindet und dann von DOS aus manuell den Flash initieren.
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murof_ISM

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #2 am: 27. Oktober 2008, 10:38:39 »

Danke für die schnelle Antwort!

Das Problem ist entstanden durch einen hängen gebliebenen BIOS update, wie er unter der SN des PC\'s bei Medion angeboten wird. Also von den Voraussetzungen her sauber.
Aber: Irgend etwas habe ich nicht bedacht, es hat nicht funktioniert, das Gerät war nicht mehr bedienbar und so blieb nur Ausschalten.
Jetzt ist der Bildschirm schwarz und die Bedienung muß blind erfolgen.
Deshalb weiß ich auch nicht, welche Datenquellen das Restbios kennt, HD und FD  werden zb über AHCI betrieben.
Ich versuche jetzt einfach mal alle LW-Buchstaben durch, irgendwann werde ich hoffentlich fündig und dort lege ich dann den Flasher und die alte Firmware ab.

Wirklich interessant ist der Vorschlag über den \"SPI Flash pinout of JSPI1\" !
Hat das jemand mal umgesetzt, das klingt so, als ob man es nur zusammenlöten müßte!

Ich berichte weiter.
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murof_ISM

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #3 am: 27. Oktober 2008, 10:48:56 »

Nachtrag (ENTER war schneller als das Hirn)
Das alte BIOS war W7502 IM7106
In den Forenbeiträgen werden dem Flasher Parameter mitgegeben oder auch nicht.
Braucht AWDFL882.exe bei der bootblock-Methode Parameter?
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Jack

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #4 am: 27. Oktober 2008, 10:57:28 »

Das beste wäre, Du wendest Dich mit Deinem Problem direkt an Medion und lässt das Problem von Denen beheben.  Vorher am Besten die Festplatte an einen anderen Rechner hängen und relevante Daten sichern.

-----------------

Zum Recovery-Versuch:

Das erste, was Du hier herausfinden solltest, ist, ob das System in der Lage ist, auf ein internes Diskettenlaufwerk zuzugreifen.  Wenn das klappt und sich ein DOS-basiertes Betriebssystem von der Diskette booten lässt, besteht eventuell die Möglichkeit, auf eine IDE-Festplatte mit FAT32-Dateissystem zuzugreifen.  Alles andere (SATA/AHCI -Platten mit NTFS-Dateisystem) kannst Du im Grunde gleich abhaken.

Zitat
Braucht AWDFL882.exe bei der bootblock-Methode Parameter?

Wie gesagt, bevor diese Frage relevant wird, solltest Du ohne Flasher und BIOS erstmal testen, ob auf ein internes Diskettenlaufwerk zugegriffen wird und ob sich von diesem DOS booten lässt.


Zitat
Wirklich interessant ist der Vorschlag über den \"SPI Flash pinout of JSPI1\" !

Glaub mir, das sieht einfacher aus, als es letztendlich ist.  

-----------------

Die nächstmöglichen Alternativen, die Du weiterhin hast, das Problem wieder in den Griff zu bekommen, sähen dann so aus:

Ich hoffe, ich habe jetzt auch ein Bild erwischt, dass in der Tat Dein Board darstellt. Wenn das aber so ist, dann befindet sich der BIOS-Chip ziemlich genau hier:



Du könntest das Board entweder direkt an eine BIOS-Service-Firma schicken, die Dir dann den Chip auslöten, das BIOS neu programmieren und schließlich den Chip wieder einlöten würden, um das System wieder lauffähig zu machen.

Sollte sich herausstellen, dass der Chip selbst defekt ist, dann könnte man ihn auf diesem Weg wahrscheinlich auch einfach austauschen.  

Eine andere Möglichkeit wäre, Du bestellst Dir einen fertig programmierten 8-Pin-SOIC-Chip (16Mbit)  mit einem BIOS Deiner Wahl und übernimmst das Löten selbst, wenn Du meinst, dass Du das hinbekommst.  Eine Service-Firma, die in der Lage sein dürfte, Dir den Chip neu zu programmieren bzw. Dir einen fertig programmierten neuen Chip zu schicken, dürfte diese hier sein:

http://www.bios-fix.de/catalog/index.php
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dalex

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #5 am: 27. Oktober 2008, 17:04:45 »

Die jungs von Bios-Fix löten dir den neuen Chip auch auf. Dazu mußt du denen natürlich die Hauptplatine schicken.
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Gruß dalex

Du kannst jeden hetzen, bloß keinen Computer!

murof_ISM

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #6 am: 28. Oktober 2008, 13:42:27 »

Wie versprochen der Sachstand bei meinem MS-7502 :

Wie empfohlen habe ich ein internes FD-LW (1,44MB) angeschlossen und eine System-FD eingelegt.
Gleich nach dem Einschalten (also ohne POST) wird das FD-LW angesprochen und dem Geräusch nach werden die Systemdateien geladen. Da ich keine Bildschirmausgabe habe (Grka über PCIe), kann ich nicht sehen, wo das System stehen bleibt. Die BIOS-Datei habe ich natürlich nicht auf der FD, sie paßt nicht drauf! (Also steht er vermutlich bei der Abfrage der BIOS-Datei)
Es sieht so aus, als ob der bootblock zum Zuge kommt.
Dann bleibt die Frage, was hat sich Msi mit dem bootblock recovery-Funktion und der FD als Datenträger gedacht, wenn die zu ladende Datei 4 MB groß ist.
Ein Versuch mit einem bootfähigen USB-stick incl. der BIOS-Datei verläuft ähnlich wie mit der FD, nur leider macht es nicht so schöne Geräusche, wie eine FD und es sieht nicht so aus, als ob die recovery funktioniert hätte.
Hat jemand eine Idee, wie ich die FW in den Baustein kriege? Bei dem hier versammelten geballten Wissen hoffe ich schon.

Als flash verwende ich AWDFL882.exe ohne Parameter, ist das ok?
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Jack

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #7 am: 28. Oktober 2008, 15:10:10 »

Wenn DOS von der Diskette fertig gebootet wurde, solltest Du in der Kommandozeile landen (auch wenn auf dem Bildschirm nichts angezeigt wird.)

Versuch mal, ob DOS Befehle annimmt, z.B. indem Du \"DIR\" eingibst und somit einen Diskettenzugriff veranlasst.

Wenn das System auf Eingabebefehle reagiert bist Du schon einen Schritt weiter und kannst zum nächsten Schritt übergehen, auch wenn Du das blind tun musst.

Du musst nun einfach mal schauen, ob Du DOS dazu bewegen kannst, auf andere Laufwerke zuzugreifen.  

- optisches Laufwerk: (hier musst Du wahrscheinlich einen Treiber mit auf die Diskette packen, der dann über eine config.sys oder autoexec.bat-Routine beim Booten geladen wird.
- Festplatte mit FAT32-Dateisystem (am Besten über einen IDE-Anschluss, falls das Board einen hat)

Wenn Du es schaffst, Zugriff herzustellen, dann kannst Du auf dem betreffenden Datenträger das BIOS-File und den Flasher ablegen und dann entweder den Befehl mit Verweis auf das Laufwerk blind in die Kommandozeile eingeben, oder eben in die AUTOEXEC.BAT-Datei integrieren.

Zitat
Dann bleibt die Frage, was hat sich Msi mit dem bootblock recovery-Funktion und der FD als Datenträger gedacht, wenn die zu ladende Datei 4 MB groß ist.

Die Frage ist falsch gestellt.  Die Frage ist, welche Recovery-Möglichkeiten stellt AWARD/PHOENIX im Rahmen des BIOS-Basiscodes bereit, um im Falle eines Fehlflashs einen Rettungsversuch durchführen zu können.  

Die Antwort ist: Ich habe keine Ahnung, denn es war mir bisher nicht möglich, dazu irgendwas offizielles dazu von AWARD/AMI-Seite zu finden (AMI stellt derartige Informationen offiziell zur Verfügung).  Du kannst ja bei AWARD/Phoenix gern mal nachfragen.  

Wenn sich dieser Punkt beantworten ließe, es also offiziell solche Bootblock-Routinen gibt, dann wäre die nächste Frage, welche davon vom jeweiligen Boardhersteller in ein spezifisches BIOS integriert wurden.  Da Du ein OEM-Board hast, würde sowas im Aufrag von Medion geschehen und Medion wäre hier auch Dein Ansprechpartner.

---------------

In jedem Fall, solltest Du beim blinden probieren auf DOS-Ebene nicht weiterkommen, sind die möglichen Alternative ja bereits explizit genannt worden:

- an Medion wenden
- Board an eine Service-Firma schicken, damit die den BIOS-Chip auslöten und re-programmieren
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murof_ISM

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #8 am: 31. Oktober 2008, 10:25:31 »

Die Kuh ist vom Eis! Die BIOS-recovery meines MSI-7502 OEM-mainboards (Aldi/Medion MD 8828 ) hat geklappt

Ich danke allen, die in diesem Forum mir sehr schnell und kompetent geraten und geholfen haben, insbesondere Jack the Newbie.

In meinem Fall, (Medion MD 7502, abgebrochener BIOS update mit winflash und aktueller BIOS-Version von der Medion HP, Bildschirm tot, nach dem Einschalten ein Folge von beeps) hat die recovery so wie von Jack vorgeschlagen mit einem bootfähigen USB-Stick problemlos geklappt.

Ich habe:
- das mainboard gestrippt (ein Speichermodul, und Graka),
- mit einem testweise angeschlossen internen FD-LW eine System-FD gebootet und mit einem DIR kommando den Zugriff auf die FD getestet (der Bildschirm ist tot, auf Systemaktivitäten kann man nur aus dem Verhalten des FD-LWs schließen)
- einen bootfähigen USB-stick (mit Aktivitäts-LED, die die Kontrolle erleichtert) mit flash-Programm und den bekannten Parametern und aktueller BIOS-Version gebootet,
- nach - gefühlt einer Ewigkeit - ca. 5 min und div. beeps das BIOS erfolgreich upgedatet.

Testweise habe ich auch ein USB-FD-LW angeschlossen, das sich bei mir genauso verhielt, wie das Interne.
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Jack

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #9 am: 31. Oktober 2008, 10:57:28 »

Hallo murof_ISM,

freut mich, dass es geklappt hat.  :thumb

-----------

Vermutlich hättest Du, wenn Du Möglichkeit gehabt hättest, eine ISA/VESA-GraKa einzubauen, auch etwas auf dem Bildschirm gesehen.  Z.B. sowas >hier<:

Zitat
Award Bootblock BIOS v1.0
BIOS ROM checksum error
Detecting floppy drive A media...
Drive A error. System halted.

Der Vorteil eines AWARD-BIOS ist in diesem Fall in der Tat, dass es auf Bootblock-Basis immernoch möglich ist, ein DOS-artiges Betriebssystem zu booten, das dann mit seinen wichtigsten Funktionen nahezu vollständig funktioniert.

Im Falle eines AMI-BIOS-Releases wird eine bootblockbasierte Revovery-Routine gestartet, die quasi direkt nach einem BIOS-File sucht. Dass bedeutet, dass man bereits hier schon das BIOS auf einen Datenträger packen muss, in der Hoffnung, dass darauf zugegriffen werden kann (und Disketten fallen bei BIOS-Files über einem MB ja eben flach).
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Moxl

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Ich auch!
« Antwort #10 am: 03. April 2009, 16:40:58 »

Hallo!
Habe exakt das gleiche Problem und freue mich, hier offensichtlich eine Lösung gefunden zu haben.

Folgende Frage habe ich aber noch:
1. Was heißt \"gestrippt\"? Alle Kabel abziehen?
2. Brauch ich das Diskettenlaufwerk zwingend oder reicht der bootfähige USB-Stick mit den BIOS-Dateien?

Vielen Dank
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Jack

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #11 am: 03. April 2009, 16:52:47 »

Zitat
1. Was heißt \"gestrippt\"? Alle Kabel abziehen?
Nur das nötigste anschließen bzw. angeschlossen lassen. (z.B. nur das Laufwerk bzw. Medium, von dem DOS gebootet werden soll.

Zitat
2. Brauch ich das Diskettenlaufwerk zwingend oder reicht der bootfähige USB-Stick mit den BIOS-Dateien?
Versuch es mit einem bootfähigem USB-Stick. Klappt das nicht, kannst Du immernoch ein internes Diskettenlaufwerk (+bootbare Diskette) probieren.
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Moxl

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #12 am: 05. April 2009, 19:38:33 »

Tja.... mit USB-Stick funzt das bei mir nicht... der PC schaltet sich nach drei Sekunden immer wieder von alleine ab. Schade, war voller Hoffnung, aber ich fürchte in der kurzen Zeit wird auch kein Diskettenlaufwerk reagieren. Werde es trotzdem mal versuchen. Muss aber erstmal such, ob ich im Keller noch eins liegen habe! ;-)
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oghb

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #13 am: 10. Oktober 2009, 17:11:35 »

Hi Moxl.

 

Hab genau das gleiche Problem wie Du.

Heute Update auf die letzte offizielle Bios Version von der Medion Webseite gemacht (vom März 09)

Flash meldet Erfolg und ich soll F1 zu booten drücken.

Nach F1 bootet die Kiste es bleibt aber alles schwarz.....

Ich also das ding ausgemacht und wieder angeschaltet. Jetzt geht die, wie bei Dir, nach drei Sekunden sofort wieder aus.

Netzteil Reset laut Medion Handbuch bringt nix. CMOS Reset hilft auch nix.

Beim Strip down hab ich dann festgestellt das die Kiste nur an bleibt wenn KEIN Speicherriegel drin ist!

Egal welcher DIMM, egal welcher Steckplatz, usw. Sobald auch nur ein DIMM drin ist geht der Strom nach 3 Sekunden weg.

Werde jetzt mal die Batterie über Nacht draussenlassen.

 

Bist Du mit deinem Medion weitergekommen?

Ich hab keine Lust den Kram zu Medion zu schicken und für nen Kostenvoranschlag / Reparatur genauso viel Geld hinzulegen wie für nen neues Board.

Hat irgendjemand eine Alternativeboard vorzuschlagen?

 

Grüße

OGHB
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Jack

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #14 am: 10. Oktober 2009, 17:39:24 »

Hast Du einen BIOS-Recovery-Flash versucht, auf die zuletzt funktionierende Version?  Das wäre jetzt erstmal der nächste Schritt in dieser Situation.
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oghb

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #15 am: 11. Oktober 2009, 11:24:28 »

Hi Jack.

 

das ist doch genau das Problem.

Der Computer bleibt doch nicht an!

Wie soll ich denn dann ein BIOS-Up/Downgrade versuchen um das wieder auszubügeln?

Batterie draussen lassen hat nix gebracht.

 

Fakt ist: Der Strom bleibt nur an wenn kein DIMM drin ist.

Leider ist momentan auch der Bildschirm dann noch dunkel.

 

Da Moxl vor 5 Monaten genau mein Problem beschrieben habe hoffe ich er hat eine Lösung gefunden (ohne auf Medion zurückzugreifen....)

 

OGHB
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Jack

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #16 am: 11. Oktober 2009, 11:33:46 »

Ich hatte gehofft, dass sich das \"Computer geht wieder aus\"-Problem mit dem zeitweiligen Entfernen der Batterie in Luft aufgelöst hat.

------------------------

Mein Empfehlung:

Bau das Board, deinstalliere Kühler, CPU etc. und schick die Platine hierhin:

http://www.bios-fix.de/catalog/product_info.php?cPath=1_23&products_id=137

Du kannst denen in der Regel angeben, welche BIOS-Version benutzt werden soll.  Wahrscheinlich ist es eventuell ratsam, die letzte funktionierende Version anzugeben bzw. mitzuschicken (per E-Mail).

Viel schneller, unkomplizierter und billiger wird sich das Problem wahrscheinlich nicht aus der Welt schaffen lassen. Du hast das Board i.d.R. innerhalb von 5 Werktagen wieder im Briefkasten.

Was Medien betrifft, kannst Du höchstens mal anrufen und fragen, was die in diesem Fall für Dich tun können.  Von denen hast Du vermutlich schneller eine Antwort als von Moxl, der hier wohlmöglich nie wieder reinschaut.
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Moxl

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #17 am: 14. Oktober 2009, 22:31:02 »

Hallo OGHB,

Sorry, dass ich mich jetzt erst melde.
Vorweg soviel, zähle nicht auf sinnvolle Hilfe von Medion und auch nicht von MSI.

Zu Deinen Fragen muss ich nochmal möglichst kurz von meinem Martyrium erzählen.
Es begann vor einem halben Jahr mit ständigen aber dennoch unregelmäßigen BlueScreens. Ich habe Softwareseitig (inkl neuer Treiber und diversen SW-Deinstallationen) alles versucht. Aus meiner Erfahrung heraus schließe ich Hardware-Fehler grundsätzlich erst einmal aus. Als mein Ehrgeiz und Stolz gebrochen war, wendete ich mich an Medion. Da mir memtest86 ein paar Millionen Fehler anzeigte, äußerte ich den Verdacht defekter RAM-Bausteine. Eine Techniker kam dan 1-2 Wochen später raus. In der Zwischenzeit sammelte ich Erfahrung wie man eine geklonte VISTA-Festplatte in einem anderen PC zum laufen kriegen kann, aber das ist nochmal eine Geschichte für sich!!
Der Techniker teilte den Verdacht, hatte aber keine neuen Bausteine dabei, da er kein Ersatzteillager dabei haben darf!?!?
Na gut....1-2 Wochen später schlug er wieder auf und baute neue RAM-Bausteine und ich glaube eine Grafikkarte ein. Ganz beseelt setzte ich mich abends an meinen Rechner. Tja....ein paar Minuten blendete mich wieder die böse blaue Farbe....

Wieder Anruf bei Medion.....ich sollte das Gerät einschicken. Da die grundsätzlich die Platte platt machen, noch schnell ein kurzes Klonen und hin damit. Wochen später hatte ich ihn dann wieder. Naja....blabla...blau war er wieder....mein Nervenkostüm in der Zeit möchte ich nicht beschreiben. Ich schrieb den ganzen Vorgang in eine Mail und hin zu Medion.

Die schnelle Anwort war der Rat zum BIOS-Upgrade!! Und nun komme ich endlich zu deinem Problem!

Gegen jede Vernunft und langjährige Erfahrung mit dutzenden von BIOS-Upgrades habe ich nicht eine Boot-Diskette (oder USB-Stick) verwendet, sondern habe die Windows-Version genommen....naja....man kann es sich denken....BLAU! Nachdem ich einen Zahnabdruck in meinem Schreibtisch verewigt hatte, sammelte ich mich und schrieb eine Mail an Medion. Da kam die flapsige Antwort, dass sie bei einem BIOS-Upgrade für nix mehr garantieren (obwohl der Rat ja von Medion kam!!)! Ich solle den PC einschicken, aber ich müsse mit Kosten rechnen. Das hab ich nicht gemacht! NIE MEHR!! Also hab ich mich mit dem MSI Board beschäftigt. Als erstes erfuhr ich, dass MSI die Boards zwar herstellt, aber es sind dann eben speziell für Medion angepasste Boards, mit denen man nach der Herstellung nix mehr zu tun haben wolle. Ich hab diverse Software-Möglichkeiten versucht. Dann stieß ich auf die Jumper auf dem Board und wähnte mich schon erfolgssicher....aber ein Stecken des entsprechnenden Jumpers brachte nix. Kein Recovery-Flash.... Das funzt alles nur mit \"Original\"-MSI-Boards. Ich tat das einzig richtige....Board in die Tonne und ein baugleiches Original-MSI-Board bestellt und eingebaut. Na gut, meine Front-USBs machen immer noch Mätzchen mit dem Scart-Ausgang hatte ich auch Probleme, aber ich bin froh, dass die Kiste wieder läuft.

Wenn ich das alles rückwirkend betrachte.....mittlerweile sind die 2 Jahre Garantie auch abgelaufen....die verschwendete unbezahlte Zeit.... hätte ich mir nur gleich einen neuen Rechner gekauft, aber keinen Medion mehr. Hab immer auf Medion geschworen. Das war der 8. oder 9. Medion-Rechner der letzten 10 Jahre in meiner Firma und privat.
Ich kann dir leider keinen echten Rat geben, denn ich weiß nicht wie teuer deine Zeit und deine Nerven sind!

Zurzeit habe ich übrigens wieder ein neues Problem mit dem Ding....er will ums Verrecken kein Service Pack 2 zulassen! Ich kann nicht mehr..... :wall

Trotzdem alles Gute und viel Glück! :emot:

MOXL
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Jack

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« Antwort #18 am: 15. Oktober 2009, 11:19:06 »

Ein paar allgemeine Kommentare zu einigen Punkten Deines Erfahrungsbericht (wenn auch für Dich vielleicht nicht mehr interessant/von Bedeutung, dann vielleicht für andere) [vor allem um Missverständnisse zu vermeiden]:

Zitat
Als erstes erfuhr ich, dass MSI die Boards zwar herstellt, aber es sind dann eben speziell für Medion angepasste Boards, mit denen man nach der Herstellung nix mehr zu tun haben wolle.

Das ist im Grunde auch relativ nachvollziehbar.  Für OEM-Produkte stellt MSI nur Support gegenüber dem OEM-Vendor bereit, nicht in Bezug auf den Endkunden, weil diese Boards letztendlich unter einem anderen Namen verkauft werden (als Bestandteil eines Medion-Komplettsystems in diesem Fall).  Wenn es diese Regelung nicht gäbe, liefe das letztendlich darauf hinaus, dass MSI mit Supportanfragen zu integrierten Systemen von Medion, HP, FSC, Targa, Hyrican, Packard Bell, NEC, Elonex, Premio PC, MAXSELECT (und wie sie alle heißen) überflutet wird, und das obwohl diese Systeme von MSI nicht konfiguriert und/oder zusammengebaut wurden.  Diese Regelung ist üblich und im Grunde auch nicht anders machbar.

Zitat
Dann stieß ich auf die Jumper auf dem Board und wähnte mich schon erfolgssicher....aber ein Stecken des entsprechnenden Jumpers brachte nix. Kein Recovery-Flash.... Das funzt alles nur mit \"Original\"-MSI-Boards.

Das stimmt so nicht.  Den einzigen Jumper, den Du hier im Grunde meinen kannst, ist der JBAT1-Jumper, dessen Aufgabe es ist, eine Löschung des CMOS-Speichers zu ermöglichen.  Mit einem Recovery-Flash hat das rein gar nichts zu tun.  Und das gilt letztendlich für alle MSI-Retail und -OEM-Boards.

Ein Recovery-Flash bei einer AWARD-BIOS-Implementierung funktioniert nur dann, wenn der AWARD-Bootblock selbst vollkommen in Ordnung ist und somit fähig, den eigentlichen Systemteil des BIOS als fehlerhaft zu erkennen, um dann eine Notroutine zu aktivieren, über die ein Recovery-Flash eingeleitet werden kann.  Ist der Bootblock nach einem BIOS-Flash selbst fehlerhaft (weil er aufgrund eines Absturzes beim BIOS-Update nicht richtig geschrieben wurde und/oder gibt es Datensalat hinsichtlich des Codes für die Recovery-Routine, dann hat ein Recovery-Flash sowieso keine Chance mehr auf Erfolg (und das wiederum gilt im Grunde für jedes Board (egal von welchem Hersteller und egal ob Retail oder OEM)).

Wenn der Bootblock beschädigt ist, bleibt die einzige Möglichkeit zur Wiederherstellung des BIOS, eine direkte Reprogrammierung des BIOS-Chips.  Derartige \"Reperaturen\" sind generell nicht Bestandteil der Garantieleistungen.  MSI nimmt bei Retail-Boards hierfür einen Service-Gebühr von 15-20 Euro.  Was mit Medion ist, weiß ich nicht.  Aber ich nehme mal stark an, dass deren Service-Werkstätten hier in Deutschland nicht unbedingt mit SPI-Flashgeräten ausgestattet sind und/oder dass die anfangen den BIOS-Chip vom Board zu löten, um ihn auszutauschen.   Mein Vermutung ist, dass die im Besten Fall auch MSI kontaktieren und die Boards dort hin schicken.  Da sie das System dafür aber komplett zerlegen müssen, weil, wenn, dann nur das Board von Interesse ist (und nicht die ganzen Medion-Bestandteile), ist denen das vom Supportablauf möglichweise zu umständlich (und für den Endanwender wahrscheinlich zu teuer).

Genau aus diesem Grund habe ich oghb an diese Service-Firma hier verwiesen:

http://www.bios-fix.de/catalog/product_info.php?cPath=1_23&products_id=137

Dafür, dass die den Chip in der Regel vom Board löten müssen, ihn dann reprogrammieren (oder einen neuen nehmen und den mit einem funktionierenden BIOS programmieren) und wieder einlöten, sind 24.99 Euro, denke ich, vollkommen in Ordnung.  Dir hätte ich das auch vorgeschlagen, aber Du hast Dich nachdem Du in den Keller gegangen bist, um ein Diskettenlaufwerk zu suchen, nie wieder gemeldet, um mitzuteilen, wie es letztendlich weiter gegangen ist.

Natürlich ist der Wechsel auf ein Retail-Board sicherlich zu begrüßen, aber hinsichtlich des kaputten BIOS, wäre dies nicht zwingend nötig gewesen.

Zitat
Die schnelle Anwort war der Rat zum BIOS-Upgrade!!

Das war sicherlich die dümmste Empfehlung, die Dir der Medion-Support hätte geben können.  Ein BIOS-Update bei einem bekanntlich instabilen System durchzuführen ist quasi eine Art Himmelfahrtskommando.

Zitat
Da kam die flapsige Antwort, dass sie bei einem BIOS-Upgrade für nix mehr garantieren (obwohl der Rat ja von Medion kam!!)

Von der Flapsigkeit mal abgesehen, ist das eine übliche Verfahrensweise.  Ein BIOS-Update ist und bleibt ein kritischer Eingriff in eine der tiefsten und grundlegendsten Ebenen des Systems und ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden.  Selbst wenn ansonsten alles mit dem System in Ordnung ist, kann niemand dafür garantieren, dass beim Flashen nicht zufällig der Strom ausfällt, oder dass irgendwelche Interferenzen (z.B. Handy) dazu führen, dass irgendeine Bit-Reihe nicht korrekt übertragen wird.

 
Zitat
ein baugleiches Original-MSI-Board bestellt und eingebaut. Na gut, meine Front-USBs machen immer noch Mätzchen mit dem Scart-Ausgang hatte ich auch Probleme, aber ich bin froh, dass die Kiste wieder läuft.
Zitat
Zurzeit habe ich übrigens wieder ein neues Problem mit dem Ding....er will ums Verrecken kein Service Pack 2 zulassen! Ich kann nicht mehr...

Mach dazu am Besten mal einen eigenen Thread auf.  Vielleicht lassen sich die Ursachen irgendwie einkreisen.
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Moxl

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MS-7502 - BIOS zerschossen?
« Antwort #19 am: 15. Oktober 2009, 23:50:44 »

Hallo Jack!
-Du hast recht, \"Kein Recovery-Flash\" hatte in dem Zusammenhang nix zu suchen. Hatte ich vorher schon geprüft und hatte mit OEM/Original nix zu tun.
-Das Diskettenlaufwerk habe ich nicht im Keller gefunden. (...hat aber trotzdem nicht gefunzt).

Letztlich hab ich irgendwann die Nerven verloren und die Kiste zur Seite geschoben und sie erst 4 Monate später wieder angefaßt.
Dann hatte ich keine Lust mehr, mich wieder neu in die Materie hinein zu denken und hab einfach das Board getauscht. Für mich ist das ein Hobby, ein wenig herum zu tüfteln, aber mehr auch nicht. ;-)

:thumbsup: Dein Tipp, das Board einzuschicken scheint mir das sinnvollste zu sein, wenn das Nervenkostüm vor lauter einschicken u.ä. nicht schon zerrüttet ist!

Vielen Dank und beste Grüße
MOXL
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