Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
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Autor Thema: Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber  (Gelesen 10704 mal)

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ocram1971

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #20 am: 10. Mai 2007, 08:30:44 »

@RobertMB, Decore: nicht ins Unsachliche abtrifften!

Bei all dem was Ihr denkt dürft Ihr Recht nicht so verstehen, dass nur dass Recht ist, was Ihr als Recht (Richtig) empfindet. Das ist nach dem System wie dt. Recht  aufgebaut  ist (Abstaktionsprinzip) der falscheste aller Wege.

Exkurs: Ich kenne privat und persönlich den Amtgesrichts-Präsident meines Heimatbezirkes und habe Info aus 1.Hand. Es ist sehr sehr oft der Fall, dass Gerichte z.T. unmögliche Urteile fällen müssen, weil die Argumentation der Parteien falsch bzw. unvollständig ist. Auch wenn der Richter aus seiner Aufassung heraus ganz andres entscheiden würde, kann er das nicht wenn der betreffende Rechtsanwalt falsch/unvollständig/unwahr argumentiert. Der Richter kann/darf ja keine Partei ergreifen sondern ist quasi unabhängiger Sachverstäniger, der auf der Basis der Gesetze und des Sachvortrages der Parteien (!!!) eine RICHTIGE Entscheidung zu treffen hat. Oftmals fehlen auch noch die Gesetze (wie in diesem Fall). Wie soll also ein Richter entscheiden, wenn ein Kläger und sein Anwalt versagt???? Soll er denen in der Pause die Argumente liefern????

Und genau das ist in dem Fall hier auch passiert. Obwohl das übergeordnete OLG Hamburg ein anderes Urteil zum Sachverhalt erlassen hat, hat man \"nachgeklagt\". Dieselben Leute, dieseleben Rechtsanwälte an dem Gericht, wo man schon verloren hat. Das ist sowas von dämlich. Also schimpft nicht herum und verallgemeinert dieses Urteil nicht sondern wartet ab, wie sich die Rechtssprechung hier entwickeln wird.
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RobertMB

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #21 am: 10. Mai 2007, 10:25:39 »

Alles schön und gut, aber was ich die letzten 20 Jahre teilweise beobachten durfte (obwohl ich mich logischerweise an nicht mehr alles errinere ;) ), lässt mich zu dem Schluss kommen, das da was ganz großes am Rollen ist.
Onlineüberwachung, die Möglichkeit unbequeme Meinungen in freien Medien zu unterbinden, etc pp.

Ich fühl mich bei dem Gedanken schlichtweg nicht mehr wohl hier...
Ich warte praktisch nur noch darauf, das eine neue Mauer gezogen wird - nicht durch Deutschland, nicht drum herum, sondern in unseren Köpfen!
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der Notnagel

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #22 am: 10. Mai 2007, 10:50:47 »

das erinnert mich doch promt an den Link ;)
http://panopti.com.onreact.com/swf/index.htm
Wobei es inhaltlich am Thema vorbeigeht aber dem Verlauf der Diskussion entspricht ;)
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der Notnagel

Fragen zum BIOS-Update? BIOS-Update im Detail und Das Flashen einer Grafikkarte
Vor dem Update beachten: Woran erkenne ich, welches Board ich habe und Die Grafikkarte richtig erkennen
Unterstützung bei BIOS-Problemen nur bei vollständiger Angabe des installierten BIOS (z.B A7226NMS.150)
Für neue Beta-BIOS-Files oder VBIOS-Files bitte dierekt mit Seriennummer an den MSI-Support (Ticketsystem) wenden.
Grundsätzlich Kein Support über PN, ICQ, Skype, WhatsAPP und dgl...

ocram1971

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #23 am: 10. Mai 2007, 12:32:40 »

Das passt eigentlich mehr zum Bundestrojanerthema. Dem Link und seinem Inhalt ist jedoch nichts hizuzufügen!

BTW, eine Mauer hat nur der im Kopf der sie dort selbst errichtet hat bzw. der es zugelassen hat, dass sie dort errichtet werden konnte.

RobertMB: warte nicht darauf!
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RobertMB

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #24 am: 10. Mai 2007, 13:47:19 »

Keine Sorge, ich sehe mich eher als Winston Smith...
Wobei ich meine Spuren besser verwischen kann.
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DeCore

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #25 am: 12. Mai 2007, 12:12:21 »

Stimmt schon, dennoch bleibt dieser Beigeschmack...

Und wieder ein Stück Internet Kontrolle...

ocram1971

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #26 am: 22. Juni 2007, 06:51:49 »

nächste Runde zum Thema und zur Bewusstseinserweiterung im Fach \"deutsches Recht\"  ;)

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Xela

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #27 am: 22. Juni 2007, 08:48:09 »

Traurige Welt.
Die freie Meinungsäusserung ist föllig für die Füsse.

Kappieren die da oben es nicht, das sich nicht alles in Gesetze pressen lässt ?
Unsere Welt mit Web 2.0 funktioniert nur ohne Gesetze.
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wiesel201

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #28 am: 22. Juni 2007, 08:56:48 »

Zitat
Original von Xela
Kappieren die da oben es nicht, das sich nicht alles in Gesetze pressen lässt ?

Kapieren vielleicht schon, aber es hapert sicher damit, es auch einzugestehen. Immerhin garantiert diese ganze Regulierungswut jede Menge (eigentlich überflüssiger) Jobs...
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McTrinsic

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #29 am: 22. Juni 2007, 13:14:41 »

Hallo zusammen!

Ich habe eim bischen den Eindruck, dass hier sehr einseitig diskutiert wird.

Das Recht zur freien Meinungsäusserung, dass an solchen Stellen immer gerne zitiert wird, ist bereits heute auch bei den herkömmlichen Medien - und nicht nur da - eingeschränkt.

Da die herkömmlichen Medien aber deutlich weniger bis gar keine interaktive Möglichkeiten bieten und auch nur bestenfalls eingschränkt eine freie Teilnahme ermöglichen, liegt oft die VErsuchung nahe, die neuen Medien davon abzutrennen.

Die Diskussionsforen sind da ein Beispiel. Wahrscheinlich das Prominenteste, aber nicht unbedingt das Einzige.

Dass die Diskussion in diesen Foren dazu führt, dass man sich eingeschränkt fühlt, liegt auf der Hand. Oft diskutieren technik-orientierte Menschen Technik-Themen. Was soll da eine Einschränkung? Nichts, richtig.

Ich möchte mal einen eher unüblichen Vergleich ziehen:

Fall 1:
Jemand gibt die Zeitschrift \"Selbstmordanschlag - Das Blatt für den interessierten Terroristen\" heraus ;) . Ich gehe einfach mal davon aus, dass den Meisten hier ein positives Gefühl entsteht, wenn die Verteilung der Zeitung unterbunden wird. Ebenso bei Veröffentlichungen (Name!) aus dem rechtsradikalen Kreis. Die Herausgabe sieht so aus, dass die besagte Person unentgeltlich allen Leuten, die etwas schreiben möchten, den Platz zur Verfügung stellt. Es findet keine redaktionelle Bearbeotung statt.

Jetzt Fall 2:
Jemand mietet einen Server, und richtet aktiv ein Forum für Selbstmordanschäge ein. Es gibt Tipps zum Bombenbauen, für geeignete Ziele, wo man die meisten Menschen umbringen kann, etc. Im Prinzip wie die Zeitung (s.o.). Derjenenige, der das Diskussionsforum zur Verfügung stellt, schreibt keinen einzigen Beitrag, stellt aber die Infrastruktur zur Veröffentlichung zur Verfügung. Man kann auch hier das rechtsradikale Beispiel anbringen.

Wie geht der Vergleich aus?

Ich für meinen Teil wäre froh, wenn das in Fall 2 geschilderte Beispiel ebenso unterbunden wird wie in Fall 1. Das gilt auch z.B. für die organisierte Kriminalität.

Ich halte eine Regulierung für richtig. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Beleidigungen sind immer noch Beleidigungen, und man kann auch im Internet Rufschädigung betreiben, etc. pp.

Denkt doch auch mal an den Fall, wo sich im Internet der Kannibale und sein Opfer kennengelernt haben. Der Kerl gehört in psychiatrische Behandlung. Ich bin mir sicher, dass es ohne die Plattform Internet nicht zu dem Mord gekommen wäre.

Zu welchem Grad eine Regulierung notwenig ist, lässt sich natürlich diskutieren.

Da wir in Foren wie diesem üblicherweise wenig Rechtsüberschreitungen planen, lässt sich der Bedarf nach Regelung zugegeben schlecht nachvollziehen.

Das Internet und seine Kommunikationsplattformen sind technisch explodiert, ohne dass die gesellschaftlichen Auswirkungen sich haben voraussehen lassen. Das bedeutet ja nicht, dass das alles gut ist.

Vielleicht liegt die zukunft ja darin, Foren wirklich geschlossen zu halten, und alle Beiträge erst nach hinreichender eindeutiger Identifizierung betretbar zu machen und jeden Beitrag auch eindeutig zuordnenbar zu machen.

Wäre mich akzeptabel.


Gruß,
McTrinsic
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wiesel201

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #30 am: 22. Juni 2007, 13:39:58 »

Zitat
Original von McTrinsic
Vielleicht liegt die zukunft ja darin, Foren wirklich geschlossen zu halten, und alle Beiträge erst nach hinreichender eindeutiger Identifizierung betretbar zu machen und jeden Beitrag auch eindeutig zuordnenbar zu machen.

Wäre mich akzeptabel.

Schön, daß das für Dich \"akzeptabel\" wäre? Aber auch praktikabel?  :rolleyes:
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1182517050 »
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McTrinsic

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #31 am: 22. Juni 2007, 13:44:57 »

Natürlich würde das die bestehenden Strukturen verändern, keine Frage.

Bei dem Satz ging es erstmal um meine ganz persönlichen Meinung - als Foren*teilnehmer*. Ein Admin bzw. Betreiber hat da eine ganz andere Sichtweise, keine Frage. War ein Beispiel für eine mögliche alternative Regelung.

Andererseits - wenn man sich mal ansieht, wieviel Mist von einigen Trollen so abgesondert wird... ob es dadurch wirklich schlechter werden kann, ist die Frage.

Gruß,
McTrinsic
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Xela

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #32 am: 23. Juni 2007, 13:02:16 »

Zitat
Ich halte eine Regulierung für richtig. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Beleidigungen sind immer noch Beleidigungen, und man kann auch im Internet Rufschädigung betreiben, etc. pp.


Es geht hier nicht um Rechtsfreiheit sondern um Meinungsfreiheit.
Bei aller Regulierungswut, aber das Internet und Meinungsforen können nicht Reguliert werden.

Wenn man dann noch von Richtern hört 200.000 Postings im Monat wäre vertretbar diese zu Kontrollieren, dreht sich bei mir einiges um.

In Amerika sind Foren nicht belangbar, bzw deren Betreiber.
Nur der Urheber könnte, wenn ermittelbar, belangt werden.

Da hier zu lande aber auch Forenbetreiber als Störer haften, langt es wenn sich einer auf den schlipps getreten fühlt und das wäre das Ende des Forums.
Wir Kontrollieren schon die postings, und wenn diese der Forenregeln nicht entsprechen werden diese gelöscht bzw Editiert.
Da eine solche Vorgehensweise den Richtern aber auch nicht reicht, verlangen Sie das Postings vor dem Online stellen gelesen werden.
Mann kann es auch übertreiben.

Ich gehe eher mal davon aus, das Die Volkstreter den Sinn der Foren nicht verstanden haben und auf Grund dessen diese am liebsten verbieten würden.
Da dies aber nicht Rechtskonform wäre, wird den Leuten so viele Steine in den Weg gelegt, das Sie die Lust an Foren von selbst verlieren.
Auch eine Art der Regulierung :rolleyes:

Man müsste die Foren selbst Regulieren, ala Sie wollen ein Forum, um was gehts da ?
Wenn es dann Menschenverabscheuungs würdige Foren sind, oder Rechtsradikale u.s.w dann sollten diese von vorneherein geschlossen werden und zwar durch den Provider oder wen auch immer.

Dies würde die ganze Problematik erledigen.



Der Vergleich mit Selbstmord Attentätern hinkt doch gewaltig.
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ocram1971

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Urteil bestätigt uneingeschränkte Haftung für Forenbetreiber
« Antwort #33 am: 07. Dezember 2007, 06:57:38 »

nächste Runde zur Forenbetreibergahftung

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