Der Aldi-PC im c\'t-Test
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Autor Thema: Der Aldi-PC im c\'t-Test  (Gelesen 1527 mal)

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Xela

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Der Aldi-PC im c\'t-Test
« am: 17. November 2004, 15:31:04 »

Der Aldi-PC im c\'t-Test



Wie schon seit Jahren bringt Aldi ein Weihnachts-PC-Angebot heraus. Auch diesmal ist es ein Intel-Inside-PC von Medion, und er kostet knapp 1000 Euro

Als Besonderheiten wären beim Medion MD Titanium MD8383 zu nennen: DVB-T-/Analog-TV-/Radio-Tuner sowie WLAN- und Bluetooth-Adapter. Außerdem ist eine PCI-Express-Grafikkarte namens Nvidia GeForce 6610 XL enthalten -- dabei handelt es sich um eine Variante des Nvidia-Grafikprozessors GeForce 6600, die sowohl GPU als auch die 128 MByte DDR3-RAM mit 400 MHz Taktfrequenz betreibt. Für den GeForce 6600 GT nennt Nvidia 500 MHz Taktfrequenz von GPU und RAM, beim GeForce 6600 sollen es nur 300 MHz sein, die Aldi-/Medion-Spezialversion liegt also in der Mitte und erreicht sehr ordentliche 3D-Leistungen. Selbst aktuelle Ego-Shooter wie Doom 3 laufen unter hohen Auflösungen ruckelfrei.


Auch bei der Grafikkarte handelt es sich um ein Sondermodell mit Scart-Ausgang.

Im Medion Titanium MD8383 sitzt ein Pentium 4 550, der mit 3,4 GHz Taktfrequenz arbeitet, auf einem Mainboard mit Intel-i915P-Chipsatz. Mit dieser Intel-Inside-Hardwarekombination sichert sich Aldi Rabatte und Werbekostenzuschüsse (siehe auch Intel-Inside-Link von der Aldi-Webseite). Als Arbeitsspeicher kommen zwei 256-MByte-Module (PC3200/DDR400-RAM) zum Einsatz und nutzen so die Dual-Channel-Fähigkeit des 915P-Chipsatzes. Zwei weitere Steckplätze stehen zum Aufrüsten zur Verfügung.

Am einkanaligen ATA-/ATAPI-Hostadapter des Chipsatzes hängen ein Dual-Layer-DVD-Brenner von Pioneer (4X DVD+R9(DL), 16X DVD+R/-R, 4X DVD+RW/-RW, 32X CD-R, 24X CD-RW; Test siehe c\'t 21/04, Seite 164) sowie ein 16X-DVD-ROM-Drive. Eine Western-Digital-Festplatte mit 250 GByte Netto-Kapazität, 7200 Umdrehungen pro Minute und 8 MByte Cache ist per Serial-ATA-Port angebunden. Die Aufteilung in zwei große (150 GByte und rund 100 GByte) sowie eine kleine (knapp 10 GByte) Recovery-Partition ist nicht wirklich sinnvoll, vor allem weil die zweite Partition nicht für die Ablage der \"Eigenen Dateien\" genutzt wird. Eine kleine Systempartition mit 5 bis 10 Gigabyte und der Rest für Nutzdaten wäre wünschenswert.

Offenherzig

Sowohl Bluetooth (IVT GL850) als auch WLAN (802.11g, 54 MBit/s, Ralink-Chip RT2571F) und die Funkfernbedienung bindet Medion über USB an und versteckt sowohl Antennen als auch Chips hinter der Frontblende des Gehäuses, aber außerhalb des Metallkäfigs.


WLAN, Bluetooth und die Funkfernbedienung bindet Medion per USB an und versteckt die Antennen hinter der Frontblende.


Funkmaus und -tastatur funktionieren sogar unter DOS problemlos. Eine große Zahl von Anschlussmöglichkeiten gehört ebenfalls schon traditionell zum Aldi-PC, dazu gehört diesmal HD Audio, TV-In (auf der Frontplatte), USB 2.0 und FireWire (IEEE 1394), SPDIF-Ein- und Ausgänge (optische und koaxial), DVI-D, TV-Out (Composite, S-Vido, SCART), Parallel- und RS232-Ports. Zur Verbindung mit dem Internet gibt es sowohl einen 100-MBit-LAN-Port als auch ein analoges 56K-Modem.


Die Kombikarte für DVB-T, analoges Fernsehen und Modem ist eine Spezialanfertigung für Medion

Das umfangreiche Software-Paket soll jedenfalls alle Funktionen der Erweiterungskarten erschließen, die Programmierung von Fernsehaufnahmen ist per Medion Power Cinema 3.0 möglich, die Bedienung über die Funkfernbedienung ist jedoch träge und gewöhnungsbedürftig. Interessant ist die Option, als Desktop-Hintergrund das aktuelle Fernsehprogramm einzublenden. Leider ruckelt das Fernsehbild im DVB-T-Betrieb gelegentlich.

Unangenehm fällt die Geräuschentwicklung des Aldi-PCs auf: Unter Vollast, etwa bei 3D-Spielen oder beim Umkodieren von Videos dröhnt der CPU-Lüfter mit über 6 Sone. Unsere Note befriedigend ist hier noch eher schmeichelhaft, denn diesen Geräuschpegel hält man am Arbeitsplatz nicht aus -- vom Wohnzimmer ganz zu schweigen. Leider dreht selbst beim Fernsehen über DVB-T der Lüfter immer wieder hoch. Auch der Stromverbrauch ist beachtlich: 223 Watt unter Volllast und immerhin 138 Watt für den ruhenden Desktop.

Die Garantie läuft 36 Monate, ein Jahr lang erhält man kostenlosen Zugang zu einer telefonischen Hotline. Aldi-Süd erwähnt explizit einen Vor-Ort-Service, Aldi-Nord dagegen nicht.

Fazit

Die Kombination der Hardware-Leistung und -Ausstattung und der Software-Beigaben zu diesem Preis erreicht kaum ein anderer Anbieter. Nur wer die Ausstattungsfülle tatsächlich nutzt, profitiert davon, denn 1000 Euro sind selbst für einen leistungsfähigen PC viel Geld. Für viele Anwendungen reichen wesentlich einfacher ausgestattete und deshalb preiswertere Komplettsysteme aus.

Diese arbeiten dann hoffentlich auch deutlich leiser und benötigen weniger Strom. Aldi selbst hatte im Juli ein preiswerteres Celeron-D-System im Angebot. Komplett disqualifiziert sich das System allerdings durch die Lärmentwicklung: Selbst beim Dekodieren eines DVB-T-Signals lärmen die Lüfter unerträglich.


Quelle und Benchmarkes findet Ihr --->HIER
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