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Autor Thema: AMD stellt Prozessor-Baureihe Sempron vor  (Gelesen 1045 mal)

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Xela

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AMD stellt Prozessor-Baureihe Sempron vor
« am: 28. Juli 2004, 12:16:59 »

AMD stellt heute die ersten Mitglieder der Anfang Juni angekündigten Prozessor-Familie Sempron der Öffentlichkeit vor. Zielmarkt sind preiswerte Desktop-Rechner und Notebooks, die häufig mit Intels Prozessoren der Celeron-Baureihe bestückt sind. Die Eigenschaften des lateinischen Wortes semper (\"immer\", \"jederzeit\" oder \"stets\", \"durus\" für \"hart\" oder \"ausdauernd\") mögen ein Grund für die Namensgebung dieser neuen CPU-Familie gewesen sein, die Namensähnlichkeit mit dem direkten Konkurrenten ein anderer.  

Für den Desktop-Markt erscheint ein Sempron 3100+ mit integriertem Single-Channel-PC3200-Speicherinterface für Sockel 754. Für den Socket A erscheinen die 2400+-, 2500+-, 2600+- und 2800+-Prozessoren mit FSB333. Letztere lösen die Athlon-XP-Prozessoren zwischen 2700+- und 2200+- CPUs ab, die bereits vor einigen Tagen bei Preisanpassungen aus der Preisliste herausfielen. Zudem bedeuten sie wohl früher als später den Todesstoß für AMDs alte Low-Cost-Baureihe Duron, der man derzeit meist nur noch in PCs unter 400 Euro begegnet. Als Athlon-XP-Prozessoren für den Desktop verbleiben lediglich der XP 2800+ (FSB333), 3000+ (FSB333 und FSB400) und der 3200+ (FSB400). In aktuellen Socket-A-Mainboards für FSB333 oder FSB400 sollten die in Dresden gefertigten Semprons nach einem BIOS-Update funktionieren, ebenso wohl der 3100+ in allen Sockel-754-Boards.

64-Bit-Befehle und Features wie Speicherschutz mittels NX (No-Execution) bleiben auf dem AMD-basierten Desktop jedoch den Athlon-64-Prozessoren vorbehalten -- ohne passendes 64-Bit-Betriebssystem vom Markführer und ohne Windows XP Service Pack 2 bleiben diese aber derzeit zumeist sowieso ungenutzt. Die Mobile-Version des Sempron, die im Vergleich zum 3100+ nur 50,1 Millionen anstatt 68,5 Millionen Transistoren enthält, bietet hingegen NX und auch das im Vergleich zum Cool\'n\'Quiet leistungsfähigere PowerNow!.

Als Low-Power-Versionen mit 25W TDP und niedrigerer Core-Spannung für kleine und leichte Notebooks gehören die mit 1,6 GHz laufenden Prozessoren 2600+ (128 KByte L2-Cache) und der 2800+ (256 KByte L2-Cache) mit zu der zum Celeron M konkurrierenden Familie. Mit dem in Notebooks ebenfalls zu findenden normalen Celeron konkurrieren die Mobile Semprons 2600+, 2800+ und 3000+, die mit 62 W TDP deutlich leistungshungriger sind. Angaben zur Leistungsaufnahme im Idle-Modus, wo insbesondere Intels Pentium M sehr sparsam zu Werke geht, macht AMD nicht. Mobile Semprons für Sockel-A wird es nicht geben, die Notebook-CPUs der Athlon-XP Familie werden, ebenso wie einige Desktop-Athlon-XPs, auch in 2005 noch erhältlich sein.

Ähnlich wie beim Athlon 64 kommt ein Quantispeed-Rating zum Einsatz, das auf der Basis einiger von AMD spezifizierter Benchmarks eine Einordnung der Leistungsfähigkeit ermöglichen soll. Die für den Sempron verwendeten Benchmarks Business Winstone, Content Creation Winstone und Bapco Sysmark 2004 stellen aber nur eine Teilmenge der beim Athlon 64 verwendeten Benchmarks da. Die Quantispeed-Ratings lassen sich nicht familienübergreifend für Vergleiche nutzen, ein Sempron 3100+ ist also nicht automatisch schneller als ein Athlon 64 3000+ oder 2800+.

Mit letzterem, der einen verwandten Core besitzt, aber mit doppelt so großem L2-Cache ausgestattet und ebenso schnell getaktet ist, wird er aber in so manchen vom Takt bestimmten Benchmarks mithalten können, in Cache-lastigen Benchmarks jedoch zurückfallen. Das macht die Auswahl für den richtigen Socket-754-Prozessor noch schwieriger, wo bereits die Athlon-64-Prozessoren mit Clawhammer- und Newcastle-Core für Verwirrung durch unterschiedliche L2-Cache-Größen und unterschiedlichen Taktraten bei gleichem Quantispeed-Rating sorgen. Sie eignen sich jedoch insbesondere als günstiger Einstieg in die Welt der Sockel-754-Mainboards.

Komplett-Systeme und Notebooks mit Sempron-CPUs sollen in diesem Quartal auf den Markt kommen. AMD nennt beispielsweise das Acer-Notebook Aspire 1360. Andere Hersteller werden hier nicht lange auf sich warten lassen, da es möglich ist, die bestehenden Athlon 64 Notebook-Barebones und Systeme mit den CPUs aus der neuen Familie auszurüsten.

Quelle:heise.de
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