AMD Athlon 64 FX 53 - INFOS
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Autor Thema: AMD Athlon 64 FX 53 - INFOS  (Gelesen 5706 mal)

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AMD Athlon 64 FX 53 - INFOS
« am: 23. März 2004, 10:54:15 »

Tach MSI Fans,

hab da ein paar Infos von AMD Athlon 64 FX 53, viel Spaß beim lesen. Hoffe sehr über eure Meinung, etc. PSYCHO :D

AMD hat Großes vor in diesem Jahr. Auch wenn die Marke von 3 GHz bis zum vierten Quartal nicht erreicht wird, so werden wir neben einem neuen Sockel zahlreiche neue Produkte in allen Marktsegmenten sehen - auch der Athlon XP soll wiederbelebt werden. Doch zuvor will AMD erst einmal wieder an die Spitze des Desktop-Marktes - der neue Athlon 64 FX-53 soll\'s richten.
Ein neues Rezept für die Rückeroberung der Performancekrone gibt es nicht; statt dessen vertraut AMD auf die Architektur des Athlon 64 FX und spendiert dem Chip 200 MHz mehr Takt. Daraus ergeben sich nun echte 2,4 GHz, die weiterhin mit 130-Nanometer-Strukturen und 1,55 Volt Kernspannung erreicht werden. Ein Model-Rating wie beim Athlon 64 gibt es beim FX nicht. Da AMD nur einen einzigen Athlon 64 FX vorsieht, wird der FX-51 mittelfristig vom Markt verschwinden und komplett vom 53 ersetzt werden.Zum Einsatz kommt ein neues Stepping (CG), welches dem FX offensichtlich sehr gut getan hat: Während unser FX-51 luftgekühlt kaum von 2,2 auf 2,4 GHz übertaktet werden konnte und unser bisheriger Rekord von 2,8 GHz nur mit aufwendiger Kompressorkühlung erreicht werden konnte, so lässt sich der uns vorliegende FX-53 ohne großen Aufwand mit 2,6 GHz betreiben - luftgekühlt wohlgemerkt. Die sich daraus ergebenden Benchmark-Ergebnisse wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, da sie das Potenzial des neuen Power-Prozessors eindrucksvoll unterstreichen. Potenzial, dass der aktuelle Pentium 4 trotz seines um bis zu 40% höheren Taktes vermissen lässt und wohl erst mit der nächsten Generation im Sockel 775 zur Verfügung steht. Grund für die erfreuliche Skalierung des Athlon 64 FX ist der im Prozessor integrierte Zweikanal-Speichercontroller für Dual-DDR400, dessen Leistung mit jeder Taktsteigerung des Chips natürlich mitwächst.
Das ist auch der Grund, weshalb DDR2-Speicher bei AMD derzeit kein Thema ist. Mit Recht, denn bis sich der neue Speicher am Markt durchsetzt, könnte das Jahr schon wieder dem Ende zugehen. Noch dazu sind die Timings bislang deutlich schlechter als bei DDR400 (CL4-4-4-12 statt CL2-3-2-6), so dass die mögliche Mehrleistung zum großen Teil durch die längeren Latenzen gefressen wird. Mit knirschenden Zähnen wird man bei Intel das bevorstehende Service Pack 2 für Windows XP erwarten. Nachdem der Marktführer durch die Ankündigung AMD-kompatibler 64-Bit-Erweiterungen für den kommenden Xeon Nocona bereits klein beigeben musste, wird AMD bei der Einführung des Speicherschutz-Features namens DEP (Data Execution Protection) offensichtlich erneut in Führung liegen: Alle AMD64-Prozessoren unterstützen DEP bzw. \"No Execute\" seit der ersten Stunde.
Eine bereits mit dem ersten Athlon FX angekündigte, selbstbewusste Produktphilosophie bei AMD ist die Restriktion des Athlon 64 FX auf genau ein Modell. Dieses wird bei Abnahme von 1.000er Stückzahlen zum Preis von 733 $ gehandelt. Es ist daher auch damit zu rechnen, dass ein möglicher Athlon 64 FX-55 gegen Ende des Jahres zu diesem Preis zu haben sein könnte.

Das für den Handel auftretende Problem sind die möglicherweise vorhandenen Bestände des FX-51, der nach unserem Kenntnisstand bei AMD nicht günstiger wird. Es dürfte daher schwer fallen, dem Kunden einen Athlon 64 FX-51 zu verkaufen, wenn doch der FX-53 zum gleichen Preis zu haben ist und neben der höheren Taktrate auch bessere Übertaktungsmöglichkeiten mit sich bringt. Sicher, wir sprechen von vergleichsweise geringen Stückzahlen. Das zeigt auch die Anzahl an Herstellern, die überhaupt Motherboards für AMDs Topmodell bauen: Neben Asus, Gigabyte, Leadtek und MSI traute sich bislang noch keiner an diesen höchst riskanten Markt.
Hier werden sich vermutlich diejenigen profilieren, die dem Kunden die Möglichkeit eröffnen, den FX zu übertakten. Bislang erlaubte nur Gigabyte und Asus die freie Auswahl eines Multiplikators, doch die anderen Hersteller ziehen jetzt nach.Unseres Wissens gibt es insgesamt sechs Platinen, die den Athlon 64 FX auf Sockel 940 unterstützen: Die Modelle SK8N sowie SK8V von Asus, Gigabytes K8NNXP-940, das K8T Master von MSI und die Modelle K8NFX sowie K8NW von Leadtek. Bis auf das Asus SK8V und das MSI K8T Master arbeiten alle mit dem nForce 3 Pro 150 von nVIDIA, erstere basieren auf den K8T800 von VIA. Auf der AMD-Website findet sich eine Liste empfohlener Platinen. Als wir die Probe auf\'s Exempel gemacht haben, waren die BIOS-Versionen teils jedoch nicht mehr aktuell. Da alle bislang ausgelieferten FX-Prozessoren sowohl mit höheren, als auch mit geringeren Multiplikatoren als vorgesehen betrieben werden können, stellt AMD eine geradezu ideale Basis für Übertaktungsversuche zur Verfügung. Die Tabelle unten fasst zusammen, mit welchen Platinen Overclocking möglich ist.
Auch ohne den Einsatz besonderer Kühlungsmaßnahmen konnten wir den Athlon 64 FX-53 ohne weiteres mit 2,6 GHz Taktfrequenz betreiben. Bei unserem Testexemplar war sogar noch etwas mehr möglich, aus Zeitgründen haben wir auf das Ausloten des Maximums jedoch vorerst verzichtet - schneller als ein P4 Extreme Edition mit 3,4 GHz ist der auf 2,6 GHz übertaktete FX ohnehin. Zumindest solange die verwendeten Anwendungen nicht für Hyper Threading optimiert wurden. Die Übertaktungsergebnisse lassen sich jedoch nicht pauschal auf alle im Handel befindlichen Prozessoren übertragen. Wie schon zu Zeiten eines Pentium 166 ist beim Kauf eines Prozessors immer etwas Glück notwendig, um eine CPU mit hohen Leistungsreserven zu erwischen. Da es jedoch keinen FX-51 mehr geben wird und die thermische Belastung beim FX-53 und 2,4 GHz Takt sicherlich nicht geringer ist, kann man jedoch von hohen Erfolgschancen bei Übertaktungsversuchen zumindest auf 2,5 GHz ausgehen.
AMDs 64-Bit-Prozessoren unterscheiden sich in einem sicherheitsrelevanten Punkt von den Produkten der Mitbewerber. Alle CPUs der AMD64-Familie, dazu gehören der Athlon 64, Athlon 64 FX und sämtliche Opterons, besitzen ein zusätzliches Flag, mit dessen Hilfe einzelne Speicherbereiche gezielt als \"non-executable\" markiert werden können. Sinn der Sache ist es, die Ausführung von vermeintlich bösartigem Programmcode komplett zu unterbinden, indem der Prozessor dies bei Inhalten aus nicht ausführbaren Speicherbereichen verhindert. Passend wird diese Funktion schlicht NX genannt (No Execute). Das Problem dabei: Dies muss vom Betriebssystem sowie den Anwendungen ebenfalls unterstützt werden. Mitbewerber Intel bietet ein ähnliches Feature bislang nur bei den Itanium-Prozessoren; im Desktop- und Workstation-Bereich soll die Unterstützung noch folgen. Bis zum Sommer 2004 dürfte das lang erwartete Service Pack 2 für Windows XP erscheinen, das die DEP genannte Technologie (Data Execution Prevention) in das Betriebssystem integriert. Noch dazu stopft es eine lange Reihe bereits bekannter Sicherheitslöcher. Besitzern eines AMD64-Prozessors wird ermöglicht, durch Aufspielen des - festhalten bitte - 360 MB großen Service Packs (Stand: Beta 2028) den Speicherschutz zu aktivieren.
Ein Buffer Overflow (Pufferüberlauf) tritt ein, wenn entweder zu große Datenmengen in einen Puffer (Zwischenspeicher innerhalb des Hauptspeichers) geschrieben werden, oder sich dieser als zu klein erweist. Gute Software rechnet mit dem Schlimmsten und kann idealerweise alle kritischen Ausnahmen abfangen, indem sie die Puffergröße verändert oder aber die in den Puffer zu schreibenden Daten ganz oder teilweise ablehnt bzw. bearbeitet. Das Problem bei einem Pufferüberlauf ist die Tatsache, dass angrenzende Speicherbereiche überschrieben werden. Verheerend wirkt sich das aus, wenn Dateninhalte dadurch nicht komplett \"zerstört\" werden (Segmentation Fault), sondern einfach nur falsch sind. Wie schnell sich Folgefehler ergeben und wie schwierig sie hinterher zu analysieren sind, kann man sich gewiss vorstellen. Das \"Überlaufen\" eines Puffers durch die Übergabe zu großer Werte ist an sich noch keine Einbruchsmöglichkeit, denn bis hier werden lediglich Daten überschrieben - das ausgeführte Programm liegt im Hauptspeicher woanders. Daher muss noch ein Programm eingeschmuggelt werden - der eigentliche Virus.
Gefährlich wird die Angelegenheit bei zum Überlauf gebrachten, lokalen Variablen. Diese werden mitsamt der Rücksprungadresse zum ausführenden Programm auf dem so genannten Stack (engl., Stapel) gespeichert. Wenn ein Hacker nun eine Möglichkeit gefunden hat, bewusst einen Overflow zu erzeugen, kann er die Rücksprungadresse nach Belieben verändern und damit ein vom Anwender nicht erwünschtes, beliebiges Programm ausführen. Möglich wird dies beispielsweise schon durch eine einfache Zeichenkettenfunktion, die Werte im Stack von einer Adresse an eine andere kopiert. Ob die Zieladresse für den aufzunehmenden Wert genug Platz bietet, wird nicht automatisch geprüft - der Hacker kann somit die angrenzende Rücksprungadresse bequem mit überschreiben. Man sollte meinen, dass bösartige Programme mehr Speicherplatz benötigen, als wenige Byte oder Kilobyte auf dem Stack. In der Praxis reichen diese jedoch locker aus, denn Windows bietet von Haus aus hunderte von Dienstprogrammen und Funktionssammlungen (DLLs - Dynamic Link Library), auf die der Virus selbstverständlich ebenfalls zurückgreifen kann. Natürlich ist der Aufwand deutlich größer als hier angerissen, jedoch für erfahrene Programmier kein wirkliches Problem. Als \"sicherer\" gelten oft weniger bekannte Anwendungen. Das liegt vor allem daran, dass diese entsprechend seltener analysiert und nach Fehlern abgesucht werden. Um diese Szenarien im Keim zu ersticken, bietet sich die Sperrung von Speicherbereichen (Rücksprungadressen) bei Buffer Overflows natürlich an. Doch große Lorbeeren hat Microsoft deswegen nicht verdient, denn bei Solaris oder Linux ist NX bereits seit längerer Zeit möglich.
Da das K8T Master alias MS-9130 die bislang schnellste Platine in unserem Labor war, wollten wir diese auch für die Tests mit dem den Athlon 64 FX-53 verwenden. Allerdings machte uns das Board einen Strich durch die Rechnung: Der SYSmark 2004 von BAPCo lief zu keinem Zeitpunkt fehlerfrei zu Ende. Nachdem der erste Verdacht auf den Prozessor fiel (mit dem FX-51 läuft dieses Board nach wie vor zu unserer vollsten Zufriedenheit), konnten wir diesen Verdacht nach einem Wechsel zum Asus SK8V schnell entkräften. Vergleichs-Benchmarks zwischen dem Asus SK8V und dem MSI K8T Master zeigten, dass das Asus-Board zwar einen Hauch langsamer arbeitet, die Unterschiede aber zu keiner Änderung im Gesamtclassement führen. In den meisten Fällen handelt es sich sogar um Nuancen, die sich bereits am Rande der Messgenauigkeit bewegen.
Während unserer bekannt langen Liste an Benchmarks und Tests kam auch wieder der PCMark 2004 zum Einsatz. Allerdings gab es mit diesem ein Problem, denn der \"Grammar Check\" der CPU Test Suite endete stets mit einem Fehler. Das Problem ist jedoch bereits bekannt und von AMD an Futuremark weitergeleitet worden. Nach Angaben des Prozessorherstellers soll ein Update des Benchmarks den Fehler beseitigen.
Um ein möglichst umfassendes Leistungsbild aktueller Prozessoren zu ermöglichen, haben wir unsere bekannte Reihe an Benchmarks durch drei weitere Programme ergänzt: Zum einen verwendeten wir Microsofts Visual Studio .NET, um damit einen frei verfügbaren Quellcode (Emule 0.42b) zu kompilieren. Weiterhin kam WinBackup von LI Utilities zum Einsatz, das komprimierte Datensicherungspakete schnürt, die Inhalte gleichzeitig verschlüsselt (128 Bit). Die Ergebnisse hierbei sind äußerst interessant, da diese Software erheblich von AMDs schneller Gleitkomma-Einheit profitiert; Intel aber gleichzeitig durch Hyper Threading wieder aufschließen kann. Cool Edit Pro 2.1 von Syntrillium ist eine recht bekannte Audiobearbeitungs-Software. Wir verwendeten eine 2,6 GB große, unkomprimierte Audio-Datei im WAV-Format und normalisierten diese (0 dB).
Klarer Fall: Der Athlon 64 FX-53 hängt seinen Erzrivalen in der Mehrzahl unserer Benchmarks ab. Die Intel-Prozessoren sammeln vor allem bei taktempfindlichen Anwendungen wie Rendering oder Audio-/Videokompression sowie bei auf Hyper Threading optimierten Anwendungen teils deutlich Punkte. Sobald es jedoch um 3D-Anwendungen und Spiele geht, zeigt der FX die Rücklichter. Ärgerlich für Intel, denn mit dem Pentium 4 Extreme Edition schielt man doch gerade auf diese Zielgruppe.
Beide Prozessoren sind natürlich keine Massenprodukte, sondern nur für wenige Anwender bezahlbare Kraftprotze. Aber gerade wegen der hohen Preise sollte man den Gegenwert vor Augen halten, den man für $ 999 im Fall des Pentium 4 Extreme Edition 3,4 GHz beziehungsweise $ 733 beim Athlon 64 FX-53 bekommt: Neben den applikationsabhängig variierenden Leistungen ist der FX doch noch satte 35% günstiger als der P4 EE, beherrscht das von AMD unterstützte Cool & Quiet zur Senkung von Verlustleistung und Lüfterlärm bei Untätigkeit oder Teillast, könnte in Verbindung mit dem Service Pack 2 für Windows XP für mehr Systemsicherheit sorgen und ist ab Werk sogar übertaktbar.
Wirklich zukunftssicher ist derzeit keine der beiden Plattformen, denn während Intels Sockel 478 durch Sockel 775 ersetzt wird, schafft AMD im nächsten Quartal den Sockel 940 zugunsten des Sockel 939 ab, der gleichermaßen mit dem Athlon 64 und dem schnelleren FX zurecht kommen wird. Käufer eines FX-Systems sollen dennoch nicht im Regen stehen gelassen werden, denn die AMD-Roadmap sieht auch für Sockel 940 noch schnellere Prozessoren vor, während Intel ab 3,6 GHz den Umstieg auf LGA 775 erzwingt. Unabhängig dieser Fakten sehen wir Argumente, weshalb Power-User auf die neue AMD-Plattform warten sollten: Zum einen wird das HyperTransport-Protokoll auf 1 GB/s im Up- und Downstream beschleunigt - die Prozessoren könnten somit noch an Leistung zulegen. Zum anderen bieten die kommenden Chipsätze wie nVIDIAs nForce3 250Gb interessante Features wie Gigabit Ethernet mit integrierter Firewall-Funktion und einen Serial-ATA-Controller; VIAs K8T890 kommt im dritten Quartal gleich mit PCI-Express-Unterstützung.
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Xela

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AMD Athlon 64 FX 53 - INFOS
« Antwort #1 am: 23. März 2004, 20:39:23 »

Naja en bisschen lang zum Lesen, aber es Spiegelt genau wieder wohin AMD in Zukunft hin will.......

Danke... :)
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