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Autor Thema: AMD baut in Dresden neue FAB  (Gelesen 15830 mal)

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Thommy_Cool

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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #20 am: 20. November 2003, 12:28:19 »

AMD hat heute mit einem symbolischen ersten Spatenstich den Bau eines neuen Halbleiterwerkes („Fab“) in Dresden begonnen. Das neue Werk mit dem Namen AMD Fab 36 firmiert offiziell als AMD Fab 36 LLC & Co. KG. Es wird unmittelbar angrenzend an der bereits bestehenden AMD Fab 30 in der sächsischen Landeshauptstadt errichtet, wie wir bereits vor Wochenfrist vermuteten. AMD plant, dass Fab 36 im Jahr 2006 in Produktion ist. Das neue Werk soll rund 1000 Mitarbeiter beschäftigen, vor allem hoch qualifizierte Ingenieure und Techniker, so AMD.

„Die positiven Reaktionen unserer Kunden und die zunehmende Nachfrage nach AMD64 Produkten sind ein deutliches Zeichen dafür, dass es jetzt an der Zeit ist, unsere Fertigungskapazitäten zu erweitern. Nur so werden wir auch den künftigen Bedarf an unseren Produkten effektiv decken können,“ sagte Hector Ruiz, President und CEO von AMD. „Unser aggressiver Vorstoß in den Markt der Unternehmenskunden zeigt bereits mehr und mehr Wirkung. Beweis dafür ist der Einsatz des AMD Opteron™ Prozessors bei Sun Microsystems, den wir vor wenigen Tagen bekannt geben konnten, sowie im wachsenden Erfolg der Server und Workstations Lösungen von IBM, Fujitsu Siemens und anderen.”

In AMD Fab 36 sollen künftige Generationen von AMD64 Mikroprozessoren hergestellt werden. AMD setzt hierzu die dritte Generation von AMDs patentiertem Fertigungsprinzip ein, das unter dem Namen Automated Precision Manufacturing (APM 3.0) firmiert.

“Dank unserer Mitarbeiter in Dresden, die absolut Weltklasse sind, und dank der Überlegenheit von AMDs richtungsweisenden Technologien zur Fertigungsautomatisierung können wir auf dem Erfolg von AMD Fab 30 aufbauen und AMD Fab 36 zu einem weltweit führenden Halbleiterwerk machen,“ sagte Gary Heerssen, Senior Executive for Corporate Manufacturing bei AMD. „AMDs Investition in Dresden ist eine der größten in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung 1990,“sagte Professor Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen. „Mit AMDs Fab 36 etabliert sich Sachsen unwiderruflich unter den fünf führenden Mikroelektronikzentren der Welt. Dies ist ein unglaublicher Aufstieg in nur wenigen Jahren. Er wäre ohne die hochmotivierten und qualifizierten Mitarbeiter in der Region nicht möglich gewesen. Sie haben die hohen Erwartungen, die in sie gesetzt wurden, mehr als erfüllt. Auf diese Weise haben die Menschen dazu beigetragen, dass Sachsen in einem globalen Wettbewerb an der Spitze steht.“

„Innovation ist die Grundlage von Wachstum und Entwicklung, vor allem in einem Land wie Deutschland,“ sagte Edelgard Bulmahn, Bundesministerin für Bildung und Forschung. „Wir wollen mit technologischen Innovationen eine neue Dynamik in Gang setzen, die Arbeitsplätze schafft und Deutschlands Zukunft sichert. Dieses neue Werk in Sachsen wird nachhaltig zu diesem dynamischen Wachstum beitragen.“ Die Ministerin fügte hinzu, dass das Bundesministerin für Bildung und Forschung durch die Förderung von Projekten der Halbleiterindustrie allein in der Region Dresden zur Schaffung von 11.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze beigetragen hat.

„Unser neues Werk in Dresden zu bauen, heisst auch, die überragende Kompetenz unserer bestehenden AMD Fab 30 als Hebel einzusetzen. Zudem konnten wir hier das beste finanzielle Unterstützungspaket von staatlicher Seite bekommen,“ sagte Bob Rivet, Chief Financial Officer von AMD. „Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe der nächsten vier Jahre rund 2,4 Mrd USD in AMD Fab 36 investieren. Für diesen Zeitraum haben wir mit unseren Partnern und durch staatliche Unterstützung eine Finanzierung von rund 1,5 Mrd USD vereinbart. AMD Fab 36 ist die beste Lösung, um die künftige Nachfrage unserer Kunden zu decken und den langfristigen Unternehmenswert zu steigern.“

Die Finanzierung beinhaltet einen Konsortialkredit in Höhe von rund 700 Mio USD. Der Freistaat Sachsen und die Bundesrepublik Deutschland haben eine Restbürgschaft in Höhe von 80 % dieser Summe übernommen. Hinzu kommen rund 500 Mio USD an Zulagen und Zuschüssen von Seiten des Bundes und des Landes, die von der EU Kommission genehmigt werden müssen. Weiterhin beteiligen sich der Freistaat Sachsen und eine Gruppe europäischer Investoren unter der Führung von M+W Zander mit weiteren rund 320 Mio USD am Unternehmen. Die verbleibende Summe wird von AMD und möglichen Partnern getragen.
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zompel

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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #21 am: 20. November 2003, 13:28:14 »

Danke Thommy,

da bleibt mir wohl nur diese Aussage von \"Hardtecs4u\":
Zitat
Abermals in der zweiten Jahreshälfte 2004 soll es auch den Athlon XP erwischen. Die Umstellung auf den \"Paris\"-Core bedeutet die Transition vom Sockel A auf den Sockel 754 des Athlon 64. Im Gegensatz zu letzterem wird \"Paris\" jedoch ohne die 64Bit-Erweiterungen auskommen müssen, was vorerst mangels breit verfügbarer Betriebssysteme und Anwendungen noch keinen Nachteil bedeutet. Als Codename für die spätere Umstellung auf den 0,09 µm-Prozess war bisher \"Victoria\" gehandelt worden, doch dieser Core wird nun mit \"Palermo\" bezeichnet.    Der altgediente Sockel A dürfte also ab Herbst nächsten Jahres nur noch von der Duron-Prozessorlinie und auf unbestimmte Zeit am Leben erhalten werden.
Was zwar nicht die Einführung eines XP 3400+ für Sockel A ausschließt, aber geplant istr es wohl eher nicht.
Solange werde ich wohl noch warten - etwas billiger werden sie ja hoffentlich auch noch. :)
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AMD XP3200+....Corsair TWINX1024-3200XL....Antec True550 (550W)
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Thommy_Cool

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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #22 am: 20. November 2003, 17:41:40 »

...aus der Erfahrung der letzten jahre ist der Preisverfall eigentlich relativ schnell. Vor allem bei der Einführung einer neuen Produktreihe......ich bin auch am warten :D
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Mptech

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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #23 am: 16. Juni 2004, 14:37:42 »

Zitat
Original von Thommy_Cool
@der.Notnagel
....................ich glaub, ich oute mich mal eben......ich arbeite bei AMD :]
Sorry habs erst jetzt gelesen aber ich sag noch mal was dazu:

Du würdest dich nur outen wenn du diese Aussage in einem Intel-Forum machst aber mal ehrlich! Ich finds genial dass wir tatsächlich einen AMD-Mitarbeiter hier haben!  :party Das ist mir bis jetzt noch gar nicht aufgefallen!

Meine Meinung zur neuen FAB in Dresden: Eine gute Idee von AMD in Deutschland eine Produktionsstätte aufzustellen! Das kurbelt ein bisschen unsere Wirtschaft an und unser Land nimmt immer mehr den Status eines modernen Landes an!
Fehlt nur noch dass Intel direkt daneben auch eine FAB aufmacht!  :kaffee

PS: Ich würde ja auch gerne nach dem ABI über den großen Teich nach Kanada zu ATI aber ich denke das ist (fast) unmöglich! :D EDIT: Deswegen bleib ich hier und mach mit Benny einen Computerladen auf!!!  :lala
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Xela

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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #24 am: 16. Juni 2004, 14:43:14 »

Zitat
Ich finds genial dass wir tatsächlich einen AMD-Mitarbeiter hier haben!  Das ist mir bis jetzt noch gar nicht aufgefallen!


 ?( ?( ?( ?( ?( ?(......Wen meinst Du den damit.... :rolleyes:
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der Notnagel

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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #25 am: 16. Juni 2004, 16:14:13 »

Unser Xela, immer zu einem Scherz aufgelegt.
Hast du nicht das Zitat im Beitrag von Mptech gelesen?
Zitat
Thommy_Cool ...ich arbeite bei AMD :]

Um deine Frage trotzdem zu beantworten, er meint Thommy_Cool!
Unser Freund, der bei einem insolventen Onlineshop AMD-CPUs auf Vorkasse kauft, weil AMD in Saxonia keinen Betriebsverkauf hat.
Wobei, wer die Sachsen kennt, die würden die ganze Produktion über so einen Verkauf verscherbeln. Oder überschätze ich jetzt die Sachsen?

Um das Thema AMD baut in Dresen neue FAB abzurunden noch der Brückenschlag zu diesen Thema von Xela: Neues Forschungszentrum für Nanoelektronik in Dresden geplant. Das sind Entwicklungen die einem Mut für den Standort Deutschland machen!!

der Notnagel
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Thommy_Cool

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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #26 am: 26. Juni 2004, 12:31:53 »

...höre ich da zufällig einen kleinen ironischen Unterton?  8o
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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #27 am: 26. Juni 2004, 13:37:55 »

ach Meister überhaupt nicht. Ich weiß doch, du stehst zu deinen Schwächen.
Ich finde es nur nach wie vor Schade, daß es bei euch keinen Werksverkauf gibt.

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« Antwort #28 am: 26. Juni 2004, 15:33:22 »

...vielleicht gibt es ja mal sowas irgendwann. Ich hoffe noch  :]
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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #29 am: 31. August 2004, 21:38:44 »

Update:

Ab Ende November - Anfang Dezember fängt der Probelauf in der Fab 36 an. Termin wird locker gehalten.
INTEL - zieht Euch warm an.  :lala
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AMD erwägt dritte Fabrik in Dresden
« Antwort #30 am: 28. Juni 2005, 20:22:11 »

Dahinter steckt immer ein kluger Kopf!

AMD erwägt dritte Fabrik in Dresden

15. Juni 2005 Dresden kann sich berechtigte Hoffnungen auf eine dritte Fertigungsstätte des Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) machen. Zu erwarten wäre dann eine weitere Investition der Amerikaner von rund 2,5 Milliarden Euro, die mit rund 1000 neuen Arbeitsplätzen verbunden sein könnte. Beobachter sprechen von der größten Industrieansiedlung in Ostdeutschland seit Eröffnung des Leipziger BMW-Werks im Mai; in der Autofabrik, in die 1,3 Milliarden Euro fließen, sollen bis zu 5500 Personen beschäftigt werden.

Die endgültige Entscheidung über den Standort wird nach den Worten des AMD-Vorstandsvorsitzenden Hector Ruiz \"spätestens bis zum Sommer nächsten Jahres\" fallen. \"Es ist sehr wahrscheinlich, daß wir mit dem Beginn des Jahres 2008 eine neue Fabrik brauchen\", sagte Ruiz dieser Zeitung.

Sachsen bestätigt Gespräche
 
Aufbau Ost: AMD in Dresden
Die sächsische Landesregierung bestätigte die Gespräche mit dem amerikanischen Halbleiterhersteller. Nach dem Erfolg der ersten beiden Fabriken und der damit verbundenen Konzentration der AMD-Chipherstellung auf Sachsen spreche viel dafür, \"daß es auf Dresden hinausläuft\". Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) sagte dieser Zeitung: \"Wir haben offensichtlich die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen, um solche Ansiedlungen in den Freistaat zu holen.\" Das neuerliche Interesse von AMD bezeuge, daß Dresden ein \"hervorragender Standort mit Spitzen-Fachkräften\" sei.

Auch AMD-Chef Ruiz ist vom Standort Dresden wegen der bisherigen Erfahrungen angetan, die das Unternehmen mit den dortigen Arbeitnehmern gemacht hat. Die Ausbildung der Beschäftigten sei hervorragend und die Einstellung zur Arbeit vorbildlich. \"Es geht dort sehr diszipliniert zu, typisch deutsch eben.\"

Zweite AMD-Fabrik fast fertig

AMD steht in Dresden derzeit unmittelbar vor der Fertigstellung seiner zweiten Fabrik, der \"AMD Fab 36\", die mit dem Beginn des kommenden Jahres die ersten Produkte an die Kunden ausliefern wird. Der Bau liegt nach den Worten von Ruiz voll im Zeitplan. \"Wir sind sogar ein bißchen schneller als ursprünglich geplant.\" In die \"Fab 36\" fließen rund 2,5 Milliarden Euro. Die öffentliche Förderung aus Steuermitteln beträgt rund 660 Millionen Euro. Wie in Dresden verlautete, wäre die öffentliche Hand bereit, auch die dritte Ansiedlung mit Millionenbeträgen zu unterstützen.

In der Fabrik werden integrierte Schaltkreise auf Siliziumscheiben (Wafern) von 300 Millimeter Durchmesser aufgebracht. Gerechnet wird mit einer Startproduktion von rund 13000 Wafern im Monat. Bis 2007 sollen rund 1000 neue Stellen geschaffen werden. Hinzu kommen weitere 1300 Arbeitsplätze im Umfeld der Fabrik. AMD betreibt in Dresden schon seit 1999 ein erstes Mikroprozessorenwerk, die \"Fab 30\" mit 2000 Beschäftigten, in das 2,4 Milliarden Euro investiert wurden.

Auch die Lohnkosten in Dresden werden für Ruiz offenbar nicht zum Problem. Die deutschen Arbeitnehmer würden zwar gut bezahlt. \"Aber sie haben ihr Geld auch verdient\", sagt Ruiz. Bisher hat die Fertigung in Dresden die Planziele immer übertroffen. Erweiterungsflächen sind vorhanden. Bei AMD hieß es allerdings auch, daß sich vor der endgültigen Entscheidung noch andere Regionen und Länder um die Investition bewerben könnten. Dies sei bei den beiden vorangegangenen Fabriken ebenso gewesen.

In der FAZ entdeckt
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AMD baut in Dresden neue FAB
« Antwort #31 am: 28. Juni 2005, 20:35:00 »

In dem Zusammenhang noch Auszüge aus einem Gespräch der FAZ mit AMD-Chef Ruiz vom 15. Juni 2005

Auch wenn der Text etwas lang ist, lohnt es sich den zu lesen!

Dritte Fabrik in Sachsen?

„Meine ganz persönliche Meinung ist, daß Steve Jobs vor allem an die größere Verbreitung seiner Softwareplattform und nicht in erster Linie an den Verkauf von Hardware denkt, wenn er die langfristige Zukunft seines Unternehmens im Auge hat”, sagt Ruiz - und deutet damit an, daß Apple die Hoheit über die Fertigung der Rechner, auf denen das Apple-Betriebssystem läuft, auch wieder aus der Hand geben könnte. Davon könnte in dem Moment auch AMD profitieren. „Und dann heißt es wirklich: OS X gegen Windows”, sagte Ruiz. In der Umstellungsphase gehe Jobs ein großes Risiko ein, da die neuen Apple-Produkte mit Intel-Chips zum Teil noch zwei Jahre auf sich warten ließen. „Aber Jobs setzt wohl auf seine kultähnliche Anhängerschaft.”

AMD ist in Dresden mit künftig rund 3000 Beschäftigten zu einem wichtigen Arbeitgeber geworden - und die nun bekanntgewordenen Investitionspläne für eine dritte Fabrik würden die Bindungen der Amerikaner nach Sachsen noch verstärken. Bedauerlich sei es nur, daß die deutschen Kunden die Tatsache, daß „die modernsten Mikroprozessoren der Welt” aus Dresden kommen, nicht ausreichend zu würdigen wüßten. „Davon profitieren wir mit Blick auf unseren Absatz jedenfalls zuwenig”, sagte Ruiz.

Geänderte Pläne

Tatsächlich sind die Prozessoren aus Dresden hochmodern. Denn das Unternehmen hat es in den vergangenen zwei Jahren mit der Einführung der 64-Bit-Technologie für seine Chips geschafft, in den Vergleichstests mit den Produkten des mit Abstand marktführenden Wettbewerbers Intel (die weiterhin auf der 32-Bit-Technik basierten) viel Boden gutzumachen. Plötzlich konnte AMD, ein Unternehmen, das stets mit nur kleinen Margen leben mußte, höhere Preise für seine Prozessoren verlangen als in der Vergangenheit. Intel hingegen war gezwungen, seine Entwicklungspläne zu ändern.

Intel scheint mit seinen aktuellen Chips, die in den vergangenen Wochen vorgestellt worden sind, zwar wieder Anschluß gefunden zu haben. Denn 64-Bit-Chips, die in der Lage sind, auf sehr viel größere Speicherbereiche zuzugreifen als ihre Vorgängermodelle, bietet Intel nun auch für normale Standgeräte (Desktops) an. Gestritten wird jetzt aber vor allem über die neue Fähigkeit von Intel und AMD, zwei Prozessorkerne auf einem Chip zu vereinen. Ruiz will die Begeisterung für die Intel-Produkte dann auch ganz und gar nicht teilen. Im Gegenteil: „Intels Chips mit zwei Prozessorkernen sind gegenüber unserem Angebot einfach ein schlechtes Produkt. Die haben bei der Vorstellung doch einen Haufen Mist erzählt”, sagt Ruiz - und nennt dafür auch Beispiele.

Neuer Netzwerk-Chip kommt 2007

So seien die AMD-Produkte mit zwei Prozessorkernen den Intel-Chips bei der Energieversorgung überlegen und machten bei den Computerherstellern deshalb keine grundsätzliche Änderung der bestehenden Gerätearchitektur erforderlich. „Unsere aktuellen Chips mit einem Kern können durch die neuen mit zwei Prozessorkernen einfach ausgetauscht werden. Herausziehen, reinstecken, fertig. Alles, was Sie danach machen müssen, ist ein kleines Softwareupdate.”

Das sei bei Intel nicht so einfach, da deren Chips eine völlig andere Spannungsversorgung benötigten als die Vorgängermodelle. Tatsächlich dürfte die Einfachheit des Austauschs zwar auch bei AMD von der jeweils verwendeten Hauptplatine (Motherboard) abhängen. Ruiz ist aber davon überzeugt, daß die von ihm unterstellte Überlegenheit von AMD bei der Spannungsversorgung immer wichtiger wird, je mehr Prozessorkerne in einem Chip integriert werden.

„Intel geht es um die totale Kontrolle”

Einen ersten Chip für Netzwerkrechner (Server) mit vier Prozessorkernen will AMD im Jahr 2007 vorstellen. Gerade auf dem Markt der Serverchips hatte AMD in der jüngsten Vergangenheit einigen Erfolg. Unter anderem konnte das Unternehmen Sun Microsystems als ein wichtiger Kunde gewonnen werden. Den gesamten Anteil an dem für AMD relevanten Markt mit diesen Chips beziffert Ruiz auf rund 10 Prozent - früher hatte das Unternehmen hier so gut wie keine Rolle gespielt.

Ruiz läßt sich auch nicht davon erschrecken, daß Intel für die Strategie, mehrere Chips neben der zentralen Recheneinheit eines Computers zur sogenannten Plattform zu verknüpfen, gute Kritiken bekommt. Am weitesten fortgeschritten ist Intel in dieser Hinsicht mit seiner stark beworbenen „Centrino”-Plattform für mobile Computer, der AMD erst seit Jahresbeginn seine eigene „Turion”-Plattform entgegenstellt.

Eine stürmische Nachfrage

„Intel geht es dabei doch vor allem darum, die totale Kontrolle über die Plattform auszuüben. Wir stehen dafür, unseren Kunden die Wahl zu lassen, die es ihnen erlaubt, ihre Computer so zu bauen, daß sie sich damit auch wirklich von ihren Wettbewerbern abheben können”, sagt Ruiz. Turion habe sich deshalb inzwischen zu einem großen Erfolg entwickelt. Der Chipsatz werde zum Beispiel von Herstellern wie Hewlett-Packard, Acer oder Medion eingesetzt.

Die allgemeine Marktenwicklung in der Chipbranche beschreibt Ruiz als „in Ordnung”. Das Speicherchipgeschäft sei der herausfordernde Teil, robuster verlaufe der Absatz der - in Dresden produzierten - Chips für Server, Standgeräte (Desktops) und mobile Computer. Vor allem in Osteuropa, China und Rußland sei eine stürmische Nachfrage zu verzeichnen. Westeuropa habe mit den allgemeinen Konjunkturschwierigkeiten zu kämpfen, doch könne man über das Geschäft in Deutschland nicht klagen.

Die Vorbereitungen für den Börsengang der Tochtergesellschaft Spansion, die sogenannte Flash-Speicherchips produziert, verliefen planmäßig. Möglich sei ein solcher Schritt im vierten Quartal des laufenden Jahres, „und wir werden nichts tun, um ihn zu verzögern”. Allerdings sei für den endgültigen Emissionszeitpunkt auch der jeweilige Zustand der Kapitalmärkte entscheidend.

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