Wir veröffentlichen neue Datenschutzrichtlinien um der europäischen DS-GVO, die ab dem 25.Mai 2018 in Kraft tritt, gerecht zu werden. Die neuen Datenschutzrichtlinien können Einfluss auf die Verwendung Ihrer Daten haben. Durch die weitere Nutzung unsere Webseiten stimmen Sie der Verwendung von Cookies, den neuen Datenschutzrichtlinien und den Geschäftsbedingungen zu.
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
Erweiterte Suche  

Autor Thema: MSI Test IT 13.0 : MSI MEG X570 ACE  (Gelesen 580 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

swedeken

  • Tester
  • *
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5
MSI Test IT 13.0 : MSI MEG X570 ACE
« am: 07. Oktober 2019, 03:51:15 »



MSI Test IT 13.0 - MSI MEG X570 ACE

Zuallererst ein herzliches Dankeschön, dass ich das MSI MEG X570 ACE im Rahmen der Test IT 13 Aktion testen durfte.

Verpackung und Zubehör



MSI hat bei der Ausstattung des X570 ACE wahrlich nicht gespart. Board und Zubehör kommen in einem schick gestalteten Hochglanzkarton, auf der Rückseite werden die besonderen Features des MEG X570 ACE noch einmal hervor gehoben.



Öffnet man den Karton, findet sich zuoberst das Board, darunter dann eine große Menge an Beigaben und Kabeln:

  • Quick Installation Guide (multilingual)
  • Registrierungskarte
  • Ausführliches Handbuch zum Mainboard
  • Setup- und Treiber- DVD
  • Klebelaschen für die SATA-Kabel
  • True Gaming Infokarte
  • MSI Dragon True Gaming Aufkleber



Kabel, Adapter und Schrauben sind noch einmal in einem Stoffbeutel verpackt:

  • 4 x SATA Kabel (2 x gewinkelte Stecker)
  • LED Y-Kabel (80cm)
  • LED JRainbow Kabel (80cm)
  • LED JCorsair Kabel (50cm)
  • Corsair to Rainbow RGB Adapter (10cm)
  • M.2 Schrauben
  • WLAN Antennen-Set



Design

Schon der erste Blick auf das ausgepackte Board entlockte mir ein stilles „Wow.“
Die m.2 Shields und der Frozr Kühlkörper wirken wie „aus einem Guss“, auch die anderen Shields passen sich perfekt in das starke Design ein. Alle Materialien sind sowohl optisch als auch haptisch hochwertig und hervorragend verarbeitet.





Das auffälligste Element auf dem Board ist neben dem Frozr Shield mit dem MSI Drachen sicher das Mystic Light Infinity Modul mit einer in „Endlos-Verspiegelung“ eingefassten LED-Reihe, mit dem sehr ansprechende Effekte möglich sind. Diese können natürlich über Mystic Light Sync mit den RGB Anschlüssen auf dem Board (und damit fast jeder RGB-Peripherie) synchronisiert werden.



Layout

Das Layout ist durchdacht und praktisch, wobei die prinzipielle Positionierung der Schnittstellen und Anschlüsse dem allgemeinen Usus entspricht. Man muss also nichts auf dem Board lange suchen. Die Positionierung der 5 Lüfteranschlüsse für das Gehäuse verteilt an den Seiten des Boards hilft sehr dabei, möglichst viele Kabel so versteckt wie möglich zu verlegen. Auch dass einer der beiden USB 3.2 Sockel gewinkelt ist, vereinfacht gerade bei diesem doch recht voluminösen Stecker das Kabelmanagement. Eine zusätzliche Heatpipe leitet die Wärme der Spannungswandler zum Frozr Kühlsystem ab.



Board Features

Die vier DIMM Slots unterstützen bis zu 128 GB DDR4 RAM und XMP Boost Profile bis zu 4533 MHz. Die Slots sind mit einer stabilen Steel Armor verkleidet.



Der oberste PCIe 4.0 Slot ist mit 16 Lanes angebunden, der mittlere mit 8 und der unterste mit 4 Lanes. Dazu gibt es zwei weitere PCIe 4.0 x1 Slots für Erweiterungskarten wie Soundkarten u.ä. Ob PCIe 4.0 oder nur 3.0 geboten wird und ob alle PCIe Lanes auch vorhanden sind, hängt natürlich vom Prozessor ab.
2nd Gen Ryzen unterstützt nur PCIe 3 und Ryzen mit Onchip Vega Grafik bieten weniger Lanes. Auch die langen PCIe Slots sind mit Steel Armor ausgestattet, um maximale Stabilität auch bei schweren Grafikkarten zu gewährleisten.



Das MEG X570 ACE bietet ganze drei m.2 Slots, die allesamt mit einem Frozr Shield versehen sind. Die unteren Slots unterstützen neben PCIe 4.0 auch SATA m.2 SSD mit bis zu 6 GB/s. Weitere Laufwerksanschlüsse auf dem Board sind die vier SATA Ports (6Gb/s) von denen allerdings wie üblich bei Nutzung der M.2 Slots nicht alle verfügbar sind. Das Handbuch gibt in einer übersichtlichen Tabelle Auskunft darüber, welche Ports ggf. deaktiviert sind.



An USB Front Panel Anschlüssen wird alles geboten, was das Herz begehrt. Neben zwei 19-pin USB 3.2 Gen 1 und den älteren USB 2.0 Sockets ist auch ein Anschluss für USB 3.1 Gen 2 HighSpeed Type C vorhanden.



Für CPU Lüfter, Wasserkühlung und Gehäuselüfter stehen insgesamt sieben Anschlüsse zur Verfügung, allesamt als 4-Pin. CPU_FAN und PUMP_FAN sind standardmäßig auf PWM eingerichtet, SYS_FAN1-5 auf DC, das lässt sich jedoch im BIOS problemlos ändern.
 
Die ATX CPU Power Konnektoren bieten 2 x 8 Pin Anschlüsse, was auch für die stromhungrigste CPU mehr als ausreichend ist.

Für den guten Ton sorgt ein Realtek ALC 1220 Codec mit 7.1 High Definition Audio und optischen S/PDIF Ausgängen, über Virtualisierung mit der Nahimic Software wird 7.1 Surround Sound auch für normale Stereo-Headsets realisiert.

Das MEG X570 ACE verfügt mit dem Mystic Light Infinity Modul über ein tolles OnBoard RGB Element. Zusätzlich lassen sich über einen 12V-4RGB Anschluss, zwei 5V-DG (addressable RGB) Anschlüsse und einen Anschluss für Corsair RGB Pro viele weitere RGB Elemente anschließen und mit dem Board synchronisieren.



Neben einem GBit LAN Anschluss bietet das Board einen 2.5 GBit LAN Port und ein WiFi Modul, mit Bluetooth 5- Unterstützung.
 
Sehr praktisch zum Testen auf dem Rack sind die auf dem Board verbauten On/Off und Reset-Schalter. Der Game-Boost-Drehregler macht das Übertakten des Systems - eine unterstützte Ryzen CPU vorausgesetzt - zum Kinderspiel. Die GameBoost Funktion ist aber auch bequem über das BIOS erreichbar.



Das MEG X570 ACE ist mit mehreren Debug- LEDs ausgestattet, die Fehlercodes und Funktionsmodi auf einen Blick zu erfassen helfen. Hilfreich ist vor allem die Debug-Code-LED, die beim POST Fortschritt und Fehlercodes anzeigt.

Das I/O Panel ist vorinstalliert, es liegt kein gesondertes Slotblech bei. Die Vielzahl der Anschlüsse lässt auch hier keine Wünsche offen:

  • 1 x 2.5GBit und 1 x GBit Lan
  • PS/2 Combo Port
  • WLAN Antennenanschluß
  • 2 x Legacy USB 2.0 Type A, einer davon auch für USB Flash BIOS vorgesehen
  • 5 x USB 3.2 Gen 2 Type A
  • 1 x USB 3.2 Gen 2 Type C
  • 5 x Audio Ports für 7.1 HD
  • 1 x Optical S/PDIF-Out

Zusätzlich ist ein Button für ein CMOS Reset vorhanden und ein weiterer, um das BIOS direkt über einen USB Stick zu flashen - dazu bedarf es nicht einmal einer installierten CPU.



BIOS und Einrichtung

Das MEG X570 ACE ist mit dem aktuellen MSI Click BIOS 5 inklusive grafischer Benutzeroberfläche ausgestattet. Damit lassen sich die BIOS Systemeinstellungen komfortabel anpassen und die aktuelle Hardwarekonfiguration einsehen. Das BIOS bietet einen EZ-Modus für grundlegende Einstellungen und Informationen sowie einen Advanced Mode, in dem u.a. ausführliche OC Einstellungen möglich sind.

Neben den Settings für das DRAM Timing, optimierten Lüfterkurven und  einfachem Overclocking über das hard- und softwareseitig steuerbare Game-Boost ist auch ein übersichtlicher Board Explorer dabei. Dieser erleichtert dasTroubleshooting und die Identifizierung nicht einwandfrei funktionierender Komponenten.


MSI Click BIOS 5 Advanced Mode


CPU Info im EZ Modus


DRAM Info im EZ Modus mit aktiviertem XMP Profil


Lüfter Info im EZ Modus


Erstellen eigener Lüfterkurven im Hardware Monitor


OC via GameBoost und Tuning im Advanced Mode


Board Explorer (Advanced Modus)

Die einzelnen Advanced-Einstellungen im BIOS werden im Handbuch ausführlich erklärt.

Testsystem

Zum Praxistest habe ich das MSI MEG X570 ACE mit einem 3rd Gen Ryzen bestückt und in ein NZXT H710 ATX Case eingebaut. Ein paar AeroCool RGB Fans und eine Sapphire Radeon RX580 Nitro+ Special Edition sorgen für die passende Optik.


          
ProzessorAMD Ryzen 5 3600
CPU-KühlerAMD Wraith Prism
SpeicherGSkill 16 GB 3000MHz 16-18-18 1.35V
M.2 SSDWD_Black SN750 512 GB &  Crucial MX300 512 GB
GrafikSapphire Radeon RX580 Nitro+ Special Edition
PSUbeQuiet Straight Power 11 550W
GehäuseNZXT H710 Black
LüfterNZXT 3x 120mm (Front), 1x NZXT 140mm (Rear), 3x AeroCool RGB 120mm (Top)


Die Installation von Windows 10 (1903) lief wie erwartet ohne Probleme und in Rekordzeit durch. Die Grafikkartentreiber und die wichtigsten Treiber für das Board wurden von Windows Update automatisch heruntergeladen und installiert.

Weitere Treiber sind auf der mitgelieferten DVD oder als Download auf der MSI Homepage verfügbar, so u.a. das MSI Dragon Center, das sämtliche MSI Tools für das Board unter einer grafischen Benutzeroberfläche zusammen bringt. Auch eine speziell gebrandete Version des CPU-Z Tools, Nahimic 3 und das Realtek Audio Control gehören zu den Tools auf der MSI Website.

Software

Ich habe mir dann erst einmal das MSI Dragon Center installiert und angesehen. Nachdem ich von früheren Versionen dieses Tools nicht ganz überzeugt war, ist die aktuelle Version wirklich gut gelungen. Alle Utilities sind gleich dabei und bringen eine gut strukturierte und leicht zu bedienende Benutzeroberfläche mit sich. Lediglich die Tuning Einstellungen verstecken sich ein wenig unter "User Scenario" und dort unter "Customize".



In diesem Utility können dann wie im BIOS eigene Lüfterkurven erstellt und ein automatisches "Fan Tuning" gestartet werden.



Das Übertakten der CPU ist bei den Customize Optionen möglich.



Der Hardware Monitor ist nun fester Teil des Dragon Centers und gibt umfassende Auskunft über den Systemstatus.



Optional kann für den Monitor auch ein eigenes Fenster gestartet werden, in dem alle Systeminfos angezeigt sowie die voreingestellten Systemprofile direkt angewählt werden können.



MSI Mystic Light ist ebenfalls Teil des Dragon Centers. Die Ansteuerung der Effekte des Infinity Moduls klappte auf Anhieb, auch die Synchronisierung mit den RGB Fans war mit wenigen Mausklicks erledigt.



Performance

Das Testsystem wurde mit Standard-Einstellungen und leichtem Overclocking über vier Wochen dauerhaft genutzt. Es gab dabei keinerlei Probleme oder Systeminstabilitäten.

Zur Ermittlung der Systemleistung in Relation zu vergleichbaren Systemen habe ich mehrfach die 3D Benchmarks TimeSpy und FireStrike laufen lassen, die vor allem die Gaming Performance testen.





Passmark 9 testet das System dagegen auf Leistungsfähigkeit der Windowsfunktionen und Performance bei der üblichen Anwendersoftware.



Die verbaute WD Black SN750 m.2 NVME SSD ist vom Hersteller mit bis zu 3470 MB/s Lesegeschwindigkeit angegeben. Diesen Wert konnte die SSD auf dem MEG X570 ACE problemlos erreichen.



In solche Benchmarks gehen natürlich viele Faktoren ein und nur ein paar davon werden vom Mainboard überhaupt beeinflusst. Allerdings würde es sich in den Benchmarks schon bemerkbar machen, wenn das Board an der einen oder anderen Stelle "bremst". Das ist hier definitiv nicht der Fall. Im Vergleich zu ähnlichen Systemen mit gleicher CPU und Grafikkarte schneidet der Test PC ausgesprochen gut ab, was zweifellos auch mit am Mainboard liegt.

In Testspielen mit Metro Exodus, Warframe und Resident Evil 2 lieferte das System durchgängig solide fps-Raten ohne Mikroruckler oder Framedrops.

Fazit

Das MSI MEG X570 ACE zählt mit seinen Features zu den Top-Boards für die Ryzen Prozessoren der 3. Generation, aber auch die zweite Generation wird voll unterstützt und profitiert u.a. von der GameBoost Technik. Der effektive Geschwindigkeitsunterschied zwischen PCIe 3.0 und PCIe 4.0 macht sich vor allem bei Operationen mit großen Dateien bemerkbar.

Mit seiner Ausstattung und Funktionalität richtet es sich vor allem an PC- Enthusiasten und Overclocker, die alles aus der Hardware herausholen wollen und die sich auch von dem gehobenen Preis nicht abschrecken lassen werden.

Mich persönlich hat das MSI MEG X570 ACE voll überzeugt. Das Design ist äußerst gelungen. Mir persönlich gefällt das Mystic Light Infinity Modul ausgenommen gut. Die Synchronisation mit RGB Lüftern klappt einwandfrei und sorgt für sehr ansprechende Effekte.

Technisch überzeugt das MSI MEG X570 ACE voll und ganz.

Die Verarbeitung der Komponenten ist qualitativ sehr hochwertig. Die Steel Armor für die DDR4 Slots und alle drei PCIe x16 Steckplätze sind hier erwähnenswert, ebenso wie die m.2 Frozr Shields und die zusätzliche Heatpipe auf dem Board.

Das Overclocking des Systems ist mit dem Game Boost auch für Anfänger gut zugänglich, auch wenn die 3000er Ryzens wenig OC Potential haben. Experten und Extrem-Overclockern bietet das ACE aber im Advanced Mode des BIOS mehr als ausreichend Optionen, auch hier noch das letzte Quäntchen Leistung herauszukitzeln.

Mit etwa 370,00 € ist das MEG X570 ACE nicht gerade ein Schnäppchen. Mit Blick auf seine vielfältigen Funktionen, die hochwertige Verarbeitung und das ästhetische Design ist der Preis meiner Meinung nach jedoch durchaus gerechtfertigt.

swedeken

« Letzte Änderung: 07. Oktober 2019, 17:56:42 von wiesel201 »
Gespeichert
“But I don't want to go among mad people," Alice remarked. “Oh, you can't help that," said the cat “we're all mad here." (Alice in Wonderland)