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Autor Thema: MSI Test IT 11.0 : MSI MEG Z390 ACE  (Gelesen 11132 mal)

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swedeken

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MSI Test IT 11.0 : MSI MEG Z390 ACE
« am: 01. April 2019, 17:18:48 »

MSI Test IT 11.0 - MSI MEG Z390 ACE



Ich habe von MSI im Rahmen der Test IT 11.0 Aktion das „Enthusiast Gaming“ Mainboard MSI MEG Z390 ACE zur Verfügung gestellt bekommen, dafür möchte ich mich erst einmal herzlich bedanken.

Lieferumfang

Die mitgelieferte Ausstattung des ACE kann sich sehen lassen. In dem voluminösen Karton finden sich neben dem Board eine große Menge an Beigaben und Kabeln:



  • Quick Installation Guide (multilingual)
  • Registrierungskarte
  • Ausführliches Handbuch zum Mainboard
  • Setup- und Treiber CD
  • MSI Dragon True Gaming Aufkleber
  • True Gaming Infokarte



  • SLI Bridge für Nvidia Karten
  • 4 x SATA Kabel (2 x gewinkelte Stecker)
  • LED Splitter mit 80cm Kabellänge
  • LED JRainbow Adapter
  • LED JCorsair Kabel
  • M.2 Schrauben
  • WLAN Antennen-Set

Ausstattung

Das Mainboard gefällt sofort mit dem ansprechenden Design und der Verarbeitung hochwertiger Materialien und Komponenten. Der Z390 Chipsatz unterstützt Intel CPUs der 8. und 9. Generation, er bietet im Vergleich zu seinem Vorgänger Z370 vor allem natives USB 3.1 und WLAN ac.



Das auffälligste Element auf dem Board ist sicher das Mystic Light Infinity Modul mit einer in „Endlos-Verspiegelung“ eingefassten LED-Reihe, mit dem sehr anprechende Effekte möglich sind. Diese können natürlich über Mystic Light Sync mit den RGB Anschlüssen auf dem Board synchronisiert werden, über die z.B. RGB Lüfter, LED Stripes etc. gesteuert werden.



Die vier DIMM Bänke bieten DDR4 Boost und sind wie die drei PCIe x16 Slots mit einer Steel Armor ausgestattet.



Die oberste PCIe x16 Schnittstelle ist mit 16 Lanes angebunden, die mittlere mit 8 und die unterste mit 4 Lanes. Dazu gibt es drei weitere PCIe 3.0 x1 Slots für Erweiterungskarten wie Soundkarten u.ä.

Der unterste der insgesamt drei M.2 Slots bietet einen  Shield Frozr Kühlkörper.



Praktisch sind die auf dem Board bereits verbauten On/Off und Reset-Schalter. Der Game-Boost-Drehregler macht das Übertakten des Systems zu einem Kinderspiel - wobei auch hier die Kunst bleibt, die höchsten Einstellungen zu finden, auf denen das System zuverlässig stabil läuft.

Das Board bietet für erfahrene Overclocker zudem weitere Funktionen wie OC Retry, OC Force Enter, Slow Mode Booting und eine Option für das Booten bei extrem niedrigen Temperaturen (Stickstoffkühlung), die über Steckbrücken erreichbar sind.

Neben den üblichen USB Anschlüssen für USB 3.0 und USB 2.0 bietet das MEG Z390 ACE auch gleich zwei USB 3.1 Gen 2 HighSpeed Anschlüsse für das Front Panel von Gehäusen, die die entsprechenden Steckverbindungen zur Verfügung stellen und die mangels funktionaler Adapter auf die üblichen 19pin USB 3.0 Ports älterer Boards sonst „tot“ bleiben würden.
Der Anschluss der USB 2.0 Stecker des Gehäuses erwies sich als ziemlich schwierig. Die Plastikrahmen um die Pins auf dem Board sind etwas eng, so dass ich den Gehäusestecker nur mit einiger Mühe und Fummelei anschließen konnte.



Weitere Anschlüsse auf dem Board sind die sechs SATA Ports (6Gb/s) von denen allerdings wie üblich bei Nutzung der M.2 Anschlüsse nicht alle verfügbar sind. Das Handbuch gibt in einer übersichtlichen Tabelle Auskunft darüber, welche Ports ggf. deaktiviert sind.

Die ATX CPU Stromversorgung sticht mit gleich 2 x 8 Pin Konnektoren ins Auge und dürfte damit auch für Extrem-Übertaktung ausreichend dimensioniert sein.

Das WLAN Modul bietet zusätzlich Bluetooth 5.0 Funktionalität.

Das MEG Z390 ACE ist mit mehreren Debug LEDs ausgestattet, die helfen, Fehlercodes und Funktionsmodi auf einen Blick zu erfassen. Hilfreich ist vor allem die Debug-Code-LED, die beim POST Fortschritt und Fehlercodes anzeigt. Im laufenden System zeigt sie die CPU Temperatur an.



Das vorinstallierte I/O Panel erspart den oft mühsamen und bisweilen nicht ganz ungefährlichen Einbau einer Slotblende. Es bietet vor allem eine Vielzahl an USB Anschlüssen: 4 x USB 2.0 für langsamere Geräte (davon ist einer zum direkten BIOS Flashback/Update geeignet) und ganze 6 USB 3.1 Gen 2 Anschlüsse, davon einer mit Typ C-Steckverbindung. CMOS Reset und BIOS Flashback lassen sich direkt über Taster an der Slotblende durchführen, es ist also nicht notwendig dazu den PC aufzuschrauben. Desweiteren finden auf dem I/O Panel die beiden Anschlüsse für die mitgelieferte WLAN-Antennte Platz, ein Gigabit Ethernet Port und die üblichen Audio-Anschlüsse inklusive eines optischen Ausgangs.



Das Audio Boost HD des Boards nutzt den Standard Realtek ALC1220 Codec. Dieser unterstützt 7.1 Surround Sound, über die Nahimic Software auch virtuell für normale Stereo Headsets.

Alles in allem bietet das MSI MEG Z390 ACE damit unglaublich viel an Anschlussmöglichkeiten zu einem allerdings nicht ganz günstigen Preis. Es richtet sich in der Ausstattung und Funktionalität vor allem an PC Enthusiasten und Overclocker.
Einrichtung des Systems / BIOS

BIOS

Das Board ist mit dem aktuellen MSI Click BIOS 5 mit grafischer Benutzeroberfläche ausgestattet. Damit lassen sich die BIOS Systemeinstellungen komfortabel ändern und die aktuelle Hardwarekonfiguration einsehen. Das BIOS bietet einen EZ-Modus für grundlegende Einstellungen und Informationen und einen erweiterten Modus, in dem u.a. ausführliche OC Einstellungen möglich sind.

Neben den Einstellungen für das DRAM Timing, optimierten Lüfterkurven und dem einfachen Overclocking über das auch softwareseitig steuerbare Game-Boost ist auch ein übersichtlicher Board Explorer dabei, der beim Troubleshooting bei der Identifizierung nicht einwandfrei funktionierender Komponenten hilfreich ist.


CPU Info im EZ Modus


DRAM Info im EZ Modus mit aktiviertem XMP Profil


Lüfter Info im EZ Modus


Erstellen eigener Lüfterkurven im Hardware Monitor (Advanced Modus)



Board Explorer (Advanced Modus)


OC via softwareseitiger GameBoost Einstellungen im BIOS

Die einzelnen Advanced-Einstellungen im BIOS für Overclocking werden im Handbuch ausführlich erklärt. Trotzdem sollte man sich, bevor man sich daran wagt, intensiver mit der Materie beschäftigen und ein paar How-To Seiten oder Videos im Netz konsultieren.

Testsystem

Ich habe das MSI MEG Z390 ACE als dedizierten Gaming PC mit OC aufgesetzt.



Prozessor : i5 9600K 3.7 GHz (auf 4.7 GHz übertaktet)
CPU-Kühler : beQuiet Shadow Rock Slim
Speicher : GSkill 16 GB 3000MHz 16-18-18 1.35V
SSD : M.2 240 GB AData XPG Gammix S11
Grafik : Sapphire Radeon RX580 Nitro+ Special Edition (+10% PL)
PSU : beQuiet Straight Power 11 550W
Gehäuse : Kolink Stronghold
Lüfter : Arctic BioniX P140 & 3 x Enermax T.B. 120 RGB



Einrichtung

Die Installation von Windows 10 lief wie erwartet ohne jegliche Probleme durch. Die Grafikkartentreiber und die wichtigsten Treiber für das Board wurden von Windows Update automatisch herunter geladen und installiert.

Einige weitere Treiber sind auf der mitgelieferten CD oder als Download auf der MSI Homepage verfügbar, so u.a. das Killer Control Center, mit dem die Nutzung des Gigabit-Ethernet durch verschiedene Software und Apps exakt gesteuert werden kann und für jede Software eingestellt werden kann, welche Bandbreite ihr zur Verfügung steht.
Auch das Intel Extreme Tuning Utility, eine speziell gebrandete Version des CPU-Z Tools und das Nahimic Audio Tool gehören dazu.

Dann habe ich erst einmal das MSI Dragon Center installiert und mir die Funktionen dieses Tools angesehen, mit etwas durchwachsenem Eindruck. Der Hardware Monitor ist leider Teil des Dragon Center und funktioniert nicht als eigenständige App, CPU-Z ist allerdings als schmale Freeware-Lösung auf der CD dabei.


Hardware Monitor

Viele Features müsse erst über die Live-Update-Funktion nachinstalliert werden. Die Suche und Anzeige verfügbarer Add-Ons erfolgt etwas irritierenderweise nicht automatisch.



Vermisst bzw. nicht gefunden habe ich ein Add-On zur grafischen Einstellung der temperaturgesteuerten Lüfterregelung ähnlich dem Hardware Monitor im BIOS und auch der im MSI Control Center vorhandene grafisch aufwändig gestaltete Hardware Monitor fehlte mir ein wenig. Die Lüftersteuerung lässt sch allerdings über das Modul Leistung bei den eigenen Profilen einstellen.

Das Mystic Light Tool ließ sich immerhin anstandslos installieren und einrichten, hier hatte ich mit einer früheren Version bei einem MSI Krait Gaming größere Probleme.



Die Ansteuerung der Effekte des Infinity Moduls klappte auf Anhieb und auch die Synchronisierung mit den RGB Fans war mit wenigen Mausklicks erledigt. Den eigenen Vorlieben zur RGB Beleuchtung - die ja bekanntermaßen mindestens 10% FPS extra ausmacht :-) - sind mit der Vielzahl vorgefertigter Effekte und der Möglichkeit, auch eigene Effekte zu programmieren keine Grenzen gesetzt.




Benchmarks / Performance

Ich habe das Testsystem mit dem Passmark 9 und den 3D Benchmarks TimeSpy und FireStrike mehrfach laufen lassen, dabei gab es keinerlei Instabilitäten oder Inkonsistenzen bei den Testläufen.





Die Scores sind - wie für dieses System zu erwarten - durchweg sehr gut. In den Vergleichsgrafiken für „ähnliche Systeme“ in den 3DMarks verortet sich das System in den oberen 10%. Das ist sehr solide und sicher auch mit ein Verdienst des Mainboards. Mangels eines anderen Z390 Mainboards ist ein vergleichender Benchmark mit identischer Hardware leider von mir nicht durchführbar.

In Testspielen mit Apex Legends, Warframe und Quake Champions lieferte das System solide fps-Raten ohne Mikroruckler oder Framedrops.

Fazit

Ich bin von dem MSI MEG Z390 ACE ziemlich begeistert.

Das Design ist äußerst gelungen. Mir persönlich gefällt das Infinity LED Modul ausgenommen gut gerade in Kombination mit synchronisierten RGB Lüftern.

Technisch leistet sich MSI mit dem Board keinerlei Schwachstellen.

Die Ausstattung an Schnittstellen ist mehr als üppig, die Verarbeitung und Qualität der Hardware ausgesprochen gut. Nicht zuletzt die Steel Armor für die DDR4 Slots und alle drei PCIe x16 Steckplätze sind hier erwähnenswert. Dass nur einer der M.2 Ports mit einem Kühler ausgestattet ist, ist m.E. nicht weiter tragisch, vor allem wenn man M.2 SSD mit eigenem Heatspreader verbauen will.

Das Overclocking des Systems gelingt auch Anfängern ganz easy mit dem Game Boost. Experten und Extrem-Overclockern bietet das ACE aber im Advanced Mode des BIOS und mit den zusätzlichen OC Features über die Steckbrücken am Board mehr als ausreichend Zusatzoptionen.

Mit rund 260,00 € ist das MEG Z390 ACE sicher kein Schnäppchen, aber für die gebotenen Funktionen ist das mehr als preiswert. Allen, die nach einem Board mit diesem Funktionsumfang suchen (nicht jeder benötigt WLAN und gleich drei M.2 Slots und PCIe x16 Steckplätze) würde ich auf jeden Fall empfehlen, einen genaueren Blick auf das MEG Z390 ACE zu werfen.

swedeken
« Letzte Änderung: 01. April 2019, 18:36:02 von wiesel201 »
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