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Autor Thema: TEST-IT 9.0 Gaming Pro Carbon AC  (Gelesen 575 mal)

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Mattoo

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TEST-IT 9.0 Gaming Pro Carbon AC
« am: 25. September 2018, 17:16:06 »

Das Unboxing
Auch das Gaming Pro Carbon AC von MSI (ich hatte vorher das B350 Tomahawk) macht insgesamt einen wertigen ersten Eindruck. Bei genauerem Hinsehen aber sieht man z.B. bei den Anschlüssen für die WLAN-Antenne, dass diese etwas schräg eingebaut sind, was aber im Betrieb zu keinen Beeinträchtigungen führt. Die Kühlkörper sehen sehr stabil und wuchtig aus, was auf eine gute Kühlung der darunterliegenden Komponenten hindeutet. Neben dem Mainboard liegen noch 2 Sata-Kabel, eine Schraube für die M2-SSD und ein Verlängerungskabel für ein externes LED-Band und das IO-Panel bei. Darüber hinaus gibt es ein Benutzerhandbuch, aber leider nur Englisch. Die deutsche Ausführung gibt es nur online. Alles in allem ist es, bis auf kleine Übersetzungsfehler, ein sehr gutes und ausführliches Benutzerhandbuch. Des Weiteren liegt ein Quick-Installation-Guide und eine Treiber-CD sowie ein Gaming-Dragon-Aufkleber bei. Da ich persönlich, sicherlich wie viele andere auch, kein CD-Laufwerk mehr habe, wäre ein USB-Stick praktischer gewesen – dazu gleich mehr.

Der Einbau
Vor Einbau in das Gehäuse sollten ein paar Dinge vorbereitet werden: Schutzfolien abziehen und ich habe den Kühldeckel/Kühlkörper des M.2-Steckplatzes abmontiert, da ich diesen nicht benötige. Darüber hinaus habe ich meine Ryzen 5 1600x bereits eingebaut. Insofern man hier auf die kleinen Dreiecke auf der CPU und dem Mainboard achtet, kann beim Einlegen der CPU nichts passieren. Bevor nun das Gaming Pro Carbon AC ins Gehäuse geschraubt wird, muss die IO-Blende noch eingeklickt werden. Dies ging etwas schwerfällig und benötigte einen recht hohen Druck. Das Schöne an der Blende ist, dass sie zum Mainboard hin mit Schaumstoff belegt ist, sodass die Anschlüsse des Mainboards nicht auf das blanke Metall der Blende gedrückt werden. Anschließend kann das Mainboard eingebaut werden, was sich auch als einfach erwies, da der Formfaktor ATX die Lochabstände für die Schrauben vorgibt und dies auch in der Realität passte. Dann wurden die beiden RAM-Module so eingebaut, dass die im Dual-Channel-Modus laufen. Die restliche Verkabelung ging mit dem Online-Benutzerhandbuch spielend leicht. Neben einem Pumpen Anschluss für die Wasserkühlung und dem CPU-Lüfter sind noch Anschlüsse für 4 weitere Lüfter vorhanden, was für mich ausreichend ist. Bei der Anordnung der Sata-Anschlüsse scheiden sich vermutlich wieder die Geister, da alle nach hinten hin ausgerichtet sind und kein einziger nach oben. Bei meinem Gehäuse konnte ich das mitgelieferte, angewinkelte Kabel nicht verwenden, sodass ich ein altes, gerades nehmen musste. Zu guter Letzt musste noch die Eisbaer 360 LT montiert werden. Wie beim B350 Tomahawk gibt es dafür eine Backplate, die dem Mainboard beiliegt bzw. montiert ist. Die angebrachte Halterung für Luftkühler muss aber demontiert werden, sodass auch die Backplate abnehmbar ist. Dadurch gestaltet sich die Montage für eine einzelne Person als schwierig, denn man muss sowohl die Backplate festhalten, als auch die Schrauben in die dafür vorgesehenen Löcher der Backplate bugsieren und festschrauben. Ich habe es so gehandhabt, dass ich den PC auf den Boden gelegt und die Backplate mit Bierdeckeln von unten gestützt habe, sodass ich mich nur auf die Fixierung der Schrauben konzentrieren konnte. Eine fest verschraubte Backplate wäre sehr wünschenswert!
Die Inbetriebnahme
Zuerst wurde von mir die Bios-Version überprüft und es gab eine aktuellere. Also einen USB Stick mit der aktuellen Version bespielt und mit M-Flash aufs Board gebracht. Einfach wie reibungslos. Im Bios kann man meiner Meinung nach sehr viel einstellen. Neben dem „Gaming Boost Button“, welche das System automatisch, aber nur moderat, übertaktet, gibt es noch einen Button „XMP“ um schnell und einfach den RAM einstellen/übertakten zu können. Mein G.Skill Arbeitsspeicher steht, wie beim B350 Tomahawk, nicht auf der Kompatibilitätsliste, sodass er erst mit dem 2. XMP-Profil auf seine „herstellerspezifische“ Leistung kommt – Schade, hatte ich mir doch mit dem Gaming Pro Carbon AC mehr Leistung erhofft. Da ich vom eigenen Übertakten auch nicht die Ahnung habe, lasse ich das lieber sein und nutze die Möglichkeiten, die mir von MSI gegeben werden.
Daneben habe ich noch die Lüfterkurven eingestellt, was weiterhin sehr einfach ist! Im Gegensatz zum B350 Tomahawk können die Lüfter auch anhand von Temperaturen des Systems, des MOS oder des Chipset eingestellt werden.
Sollte einmal etwas mit den Bios-Einstellungen schief gehen, stehen weiterhin EZ-Debug-LED´s zur Verfügung, anhand derer man die Fehlerquelle sehr gut eingrenzen kann. Wenn sich das System komplett zerschossen hat, gibt es die Variante „Bios-Flashback+“, mit der man in wenigen Schritten, (und man muss lediglich die CPU mit Spannung versorgen), das Bios retten kann. Dies klingt sehr gut, Gott sei Dank musste ich es aber noch nicht ausprobieren 
Nachdem ich das Bios nach meinen Vorstellungen eingestellt hatte, ging es daran, Treiber und Software zu testen. Hier sei lediglich festgehalten, dass Windows eigentlich soweit alle Treiber an Bord hat um alles zum Laufen zu bringen, außer der Treiber für Intels WiFi-Modul fehlt. Wird der PC also dort eingerichtet, wo man nur WLAN hat, und der PC kein CD-Laufwerk mehr hat, ist man aufgeschmissen und muss den PC an einen Ort bringen, wo man ihn per LAN-Kabel ans Internet bringen kann! Merkwürdig und ärgerlich zugleich…
Ansonsten gab es aber keine Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme.

MSI Software
Als erstes habe ich, nachdem ich ins Internet kam, „Live Update 6“ heruntergeladen. Dieses Programm hilft einem, die aktuellsten Treiber installiert zu haben. Sehr nützliches Tool! Als nächstes habe ich erneut das Command Center getestet. Das Programm bietet in Windows quasi die Funktionen des BIOS an. Da ich diese Einstellungen lieber im BIOS selbst vornehmen, benötige ich das Programm nicht weiter. Auch, wenn man die Möglichkeit hätte, das Ganze über eine Smartphone APP zu ändern / kontrollieren, ist das Programm nicht interessant für mich. Um Temperaturen, Taktfrequenzen etc. auszulesen nutze ich lieber schlankere Drittprogramme bzw. selbst die nicht, da ich es ja einmal eingestellt und kontrolliert habe und ich es dann bei den Einstellungen belasse.
Auch mit der Gaming-App steht es ähnlich. Hier kann man verschiedene Bildschirmmodi wie Augenschonung, Gaming oder Film einstellen. Die neueren Monitore bringen die Einstellungen selber mit, sind Softwareseitig also nicht mehr nötig. Darüber hinaus können Einstellungen für die Mausgenauigkeit vorgenommen werden, was ich aber auch nicht benötige. Alles in allem ist auch die Gaming-App deinstalliert worden.
Das nächste Programm ist X-Boost, was die Leistung des PC´s in Teilen optimieren/steigern soll. Wie zu erwarten war das aber nicht der Fall, sodass das Programm wieder deinstalliert wurde.
Zu Letzt wurde Mystic Light getestet. Dieses Programm macht was es soll und hat vielfältige Einstellungsmöglichkeiten für die bunten Lichter am Mainboard. Mit anderen kompatiblen Geräten und LED Leisten ist das sicherlich ein Augenschmaus.

Der Leistungsvergleich mit dem B350 Tomahwak
Getestet habe ich unter gleichen Bedingungen was Hard- und Software angeht. Sowohl im Normalzustand als auch im „Gaming-Boost-Modus“ habe ich beide verglichen. Weder im Benchmarktest (allerdings nur die freie Variante „Fire Strike“ von 3DMark und den Festplattentest mit AS SSD) noch beim realen gamen (CS:GO) unterscheidet sich die Leistung des Gesamtrechners. Bei den Temperaturen während des Tests hingegen schnitt das Gaming Pro Carbon AC jedoch etwas besser ab. Allerdings würden die paar Grad Celsius mir für ein Upgrade nicht ausreichen.
Der Soundchip ist auf dem Papier besser, aufgrund fehlender Soundanlage kann ich das leider nicht überprüfen.
Ein deutlicher Pluspunkt des Gaming Pro Carbon AC ist das WLAN/Bluetooth Modul. Da es bei mir Baubedingt schwierig ist, LAN Kabel zu verlegen, musste ich bisher auf Powerline-Lösungen zurückgreifen, worunter die Geschwindigkeit, Stabilität und der Ping beim Zocken deutlich litten. Durch das WLAN-Modul sind die Probleme Geschichte. Der Empfang ist hervorragend (allerdings auch nur eine Betondecke im Weg) und auch die Geschwindigkeit schöpft die vollen Möglichkeiten der 120.000er Verbindung voll aus :) Weitere Pluspunkt sind die bunten LED´s, mit denen man insgesamt die Atmosphäre heben kann.

Fazit
Das B450 Gaming Pro Carbon AC ist ein solides Mainboard mit einem guten BIOS, sowohl für Laien als auch Fortgeschrittene. Die Ausstattung an Anschlüssen und die RGB-Beleuchtung sind ausreichend und wissen zu gefallen. Lediglich von der RAM-Kompatibilität bin ich weiterhin etwas enttäuscht. Besonders positiv aber für mich ist das integrierte WLAN Modul, welches mir hilft meine Internetleitung wieder voll auszuschöpfen. Ich hoffe und denke, dass mir das Gaming Pro Carbon AC noch lange ein guter Begleiter sein wird. Das Preis-Leistungsverhältnis, auch im Vergleich zu anderen Mainboards, erscheint mir annehmbar zu sein und ich kann es weiter empfehlen.
« Letzte Änderung: 26. September 2018, 16:56:15 von Mattoo »
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