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Autor Thema: User-Test: MSI X470 Gaming Pro Carbon  (Gelesen 1273 mal)

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Hinnerk_11

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User-Test: MSI X470 Gaming Pro Carbon
« am: 17. Juni 2018, 19:44:45 »

Als Teilnehmer der MSI Test-It 7.0 Aktion, habe ich das MSI X470 Gaming Pro Carbon erhalten und werde euch in diesem "Artikel" über meine Erfahrungen berichten. Da ich gerne bastel, finden bei mir öfter Hardwarewechsel statt, sodass ich behaupten kann, dass ich schon etwas Erfahrung gesammelt habe. Für den Sockel AM4 hatte ich bspw. auch schon mehrere Mainboards und wollte nun also schauen, ob sich das X470 Gaming Pro Carbon einen festen Platz in meinem System sichern könnte. Ich habe mich bewusst für das Gaming Pro Carbon und gegen das M7 entschieden, da ich etwas mehr OnBoard RGB Beleuchtung haben wollte. Natürlich ist das M7 etwas potenter Ausgestattet, aber die Vorteile (laut Papier) waren mit nicht so wichtig. Insgesamt habe iche meinen Bereicht so gegliedert, wie mir die Abschnitte als sinnvoll erschienen. Die Bilderflut habe ich etwas eingedämmt, aufgrund des Anhanglimits. Falls jemand Detailaufnahmen sehen möchte oder Bios-Screenshots braucht, kann er gerne fragen, sollte alles vorahden sein.


Mein Testsystem
Für den Test habe ich mir extra einen AMD Rsyzen 7 2700X besorgt, welcher das Brett etwas mehr fordern sollte, als mein Ryzen 5 1600. Beim RAM habe ich ein Quad-Kit von Corsair eingesetzt bzw. auch zum testen nur zwei der DIMMs. Der Corsair Dominator Platinum Special Edition 32GB DDR4-3466 wurde somit mit Vollbestückung bei 2933MHz betrieben und mit zwei Riegeln bei 3600MHz. Um die wichtigen Komponenten noch einmal übersichtlich darzustellen, hier ein Auflistung:

CPU: AMD Ryzen 7 2700X
Mainboard: MSI X470 Gaming Pro Carbon
Speicher: Corsair Dominator Platinum Special Edition 32GB DDR4-3466 (Samsung B-Die)
Kühlung: Cooler Master MasterLiquid ML240R ARGB + 3x MasterFan Pro 140 Air Flow RGB + 2x MF200R RGB + 1x Corsair HD140
Grafikkarte: Sapphire RX580 Nitro+ 8GB
Netzteil: Cooler Master V750
Gehäuse: Cooler Master MasterCase H500P
SSD: Samsung 960 Evo + 850 Evo


Das Mainboard und der Verpackuckungsinhalt
Das MSI X470 Gaming Pro Carbon kommt in einem schwarzen Karton. Den Lieferumfang würde ich als Durchscnittlich beschreiben. Ich habe das Gefühl, dass man insgesamt (nicht nur MSI) immer weniger Inhalt beilegt. So hat das Board z.B. acht SATA Ports, es liegen aber nur zwei Kabel bei. Da diese sicherlich kaum etwas kosten, dürfte man zumindest die volle Anzahl auch bereitstellen. Zudem ist ein Kabel für den JCorsair Header enthalten an welchen man somit einen Corsair RGB Hub anschließen kann. Desweiteren liegen noch je ein Verlängerungskabel für den 5050- sowie Rainbow-Header (WS2812B) parat. Kabel-Label, ein Logo-Sticker und SLI HB Bridge runden das Paket ab. Treiber CD, Handbuch und I/O Schild sind natürlich auch vorhanden. Was hätte ich mir außer mehr SATA Kabeln noch gewünscht? Z. B. könnte man dem Board einen kleinen RGB-Strip beilegen, da die Beleuchtung ja ein Standbein des Boards ist. Wie gesagt, ich finde den Inhalt durchschnittlich. Abheben kann sich das Brett hier also nicht von der Masse.



Überblick
Das MSI X470 Gaming Pro Carbon wurde mit einem komplett schwarzem PCB ausgestattet, was es gerade in beleuchtetn Build unaufällig integrieren lässt. Dem "Carbon" Namenszusatz wird es nicht sehr stark gerecht, wird lediglich die I/O Blende und der PCH Kühler ein wenig von dieser Optik geziert. Die Kühler sind ansonsten allesamt schwarz matt. Der dunkle Look wurde insgesamt sehr konsequent durchgesetzt, wird aber im unteren Bereich von wilden Linien etwas aufgelockert. Mir gewfäält das soweit ganz gut, denn in Verbindung mit den Steel Armor Features ergibt sich schon eine wertige Ansicht. Wechselcover wie beim X399 Gaming Pro Carbon AC hätte ich aber trotzdem gerne gesehen, da man das Board somit noch besser an die eigenen Bedürfnisse anpassen könnte.
Wirklich groß sind die optischen Unterschiede zum Vorgänger nicht. Ein wenig hat man an den Kühlern gefeilt und auch die I/O Blende angepasst. Beim genaueren Hinschauen erkennt man allerdings weitere Feinheiten, welche ich im Laufe meines Tests noch erwähnen werden.

Layout
Das Grundsätzliche Layout wurde z. B. auch nur leicht verändert. Gemeint ist, dass weiterhin drei mechanische PCIe x16 Slots vorhanden sind, die Anzahl der PCIe X1 Slots aber von drei auf zwei verringert wurde. Zwei M.2 Steckplätze wurden beibehalten. Die Anbindung der Slots ist recht einfach zu erklären. Die beiden mit Steel Armor hängen an der CPU. Im Single GPU Betrieb hat man im ersten also 16 3.0 Lanes. Beim Dual-Betrieb werden die Lanes zu gleichen Teilen auf beide verteilt. Der dritte PCIe x16 Steckplatz erhält seine Lanes vom X470, weshalb es sich nur um 2.0 Lanes handelt. Zudem sind es nur vier Lanes, welche mit dem unteren M.2 Slot geteilt werden. Die PCIe x1 Steckplätze sind jeweils mit einer 2.0 Lane am PCH angebunden. Dass man den dritten obehalb des ersten PCIe x16 Slots eingespart hat, finde ich ok, da dieser bei ausladenden CPU-Kühlern eh meist nicht genutzt werden kann. Der Abstand der Steckplätze für GPUs wurde so gewählt, dass Dual-Slot Modelle ausreichend Platz zueinander haben. Zudem sind die PCIe x1 weiterhin nutzbar, wobei der Abstand extrem gering ist.

Der obere M.2 Steckplatz bekommt seine vier 3.0 Lanes von der CPU. Der untere kann, wie angesprochen, PCIe SSDs mit vier 2.0 Lanes anbinden oder aber eine SATA SSD aufnehmen. Dann wird der SATA3_3 Port jedoch deaktiviert. Persönlich hätte man sich die senkrechten bzw. einen der senkrechten SATA Ports einsparen können und sich den Switch ersparen können. Ansonsten werden keine Lanes oder SATA Anbindungen geteilt. Insgesamt für mich gut gelöst. Da die 2.0 Lanes des unteren M.2 Steckplatz aber fast alle aktuellen PCIe SSDs ausbremsen, hätte für mich auch einfach ein SATA-M.2 Steckplatz ausgereicht.

Kommen wir zum Rest der internen Anschlüsse. Hier ist das Board recht gut aufgestellt, wobei mir ein entscheidender Header fehlt und zwar der USB 3.1 Gen.2 Typ-C. Da durch die beiden USB 3.1 Gen.2 am Backpanel die maximal mögliche Anzahl dieser Anschlüsse nicht ausgereizt werden, ist es für mich einfach nicht verständlich, warum man diesen verwehrt. Vermutlich nur aus dem Grund, dass der Abstand zum Gaming M7 ein klein wenig größer ausfällt. Über die Positionierung der Anschlüsse kann man eigentlich nicht meckern. Einzig der Pumpen Header könnte etwas näher an den Sockel für eine AiO Pumpe, denn für eine Custom-Wasserkühlungspumpe dürften die 2A in der Regel auch zu niedrig sein.

Im nächsten Post geht es mit einer näheren Betrachtung der Bestückung weiter.
« Letzte Änderung: 19. Juni 2018, 08:34:15 von Hinnerk_11 »
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Hinnerk_11

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M.2 Kühler, Kühler und HiFi
« Antwort #1 am: 18. Juni 2018, 09:01:58 »

M.2 Montage
Die M.2 Montage ist schnell zu bewerkstelligen, allerdings wird der "Hauptslots" von der Grafikkarte verdekt, also vorher installieren. Schraubt man das M.2 Shield ab, muss man zunächst die Folie lösen, auf welcher auch ein Dichtring sitzt. Zunächst wusste ich damit nichts anzufangen, bis mir klar wurde, dass es sich um eine Art Ladungssicherung handelt. Der Kühler, wenn man ihn denn so nennen will, verdeckt 2280 Laufwerke beinahe komplett (bis auf die Löcher), 22110 Laufwerke dürften etwas herausstehen. Der zweite Slot kommt ohne Kühler daher und man kann das Shield auch nicht umsetzten.

Die Kühler und Blende
Die Kühler und Blende sind allesamt verschraubt, was bei mir persönlich immer einen wertigeren Eindruck als die geklipsten hinterlässt. Einmal abgeschraubt, merkt man wie massiv die Kühler sind. Im Gegensatz zum Vorgänger vielleicht auch eine Spur größer und massiger (Vermutung, da ich das Board nicht habe). Der Kontakt zu den zu kühlenden Komponenten wird in allen Fällen mit Wärmeleitpads hergestellt. Diese sind recht "feucht", was man auch auf den Spannungswandlern erkennt.

Um die Wirkung bzw. Leistung der Kühler zu testen habe ich zehn Cinebench R15 Durchläufe hintereinander durchgeführt und dabei die Temperaturen nach den Runs notiert. Wie man sieht, steigt die MOSFET Spannung kontinuierlich an, erreicht aber im Gehäuse verbaut bei etwa 67°C ein Tableau. Der Chipsatz erhitzt sich scheinbar gar nicht. Die Lüfter wurden während des Tests alle mit 25% Leistung betrieben. Die Werte der folgenden Tabelle verstehen sich in °C.

RunCPUSystemMOSFETPCH
169335736
271336036
371336136
472326235
573336335
673336435
773336535
873336635
973336635
1073336735

Audio-Lösung
Beim Audio Ausbau vertraut MSI auf den Realtek ALC1220 Codec, welcher aktuell immer noch das beste Modell für OnBoard Lösungen darstellt. Im Gegensatz zum älteren X370 XPower Gaming Titanium hat der Codec hier ein EMI Schild spendiert bekommen. Gepaart wurde der Codec mit mehreren Nippon Chemicon Kondensatoren. Für den Front Header wurden zusätzlich zwei verbaut sowie ein OP1652 Verstärker von Texas Instruments. Dieser  soll auch leistungsstarke Headsets befeuern können. Insgesamt wirkt der Ausbau etwas abgespeckt im Vergleich zu dem des Gaming M7, jedoch hat man mit der Trennung vom PCB sowie der Trennung der Ausgänge durch verschiedene Layer gute Standards genutzt.

Zudem hat MSI der Hardware mit Nahimic 2+ auch eine potente Software beiseite gestellt. Für meine Ansprüche ist der Klang insgesamt gut bzw. konnte ich keine Unterschiede zu meinem Strix X370-F feststellen. Zum Probehören habe ich das Teufel Cage benutzt. Nahimic stellt z. B. auch ein akustisches Radar zur Verfügung. Dies funktioniert an sich ganz gut, um in Spielen Gegner zu orten (es wird immer das lauteste Geräusch per Pfeil angezeigt). Allerdings werden natürlich auch die Geräusche der Teamkameraden abgebildet, weshalb es nicht immer von Vorteil ist.
« Letzte Änderung: 19. Juni 2018, 08:35:44 von Hinnerk_11 »
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Hinnerk_11

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Spannungsaufbau und Energiemessung
« Antwort #2 am: 18. Juni 2018, 11:13:37 »

Der Spannungsaufbau
Beim Spannungsaufbau hat man, wie auch bei den anderen X470 Mainboards etwas zugelegt. Um zu identifizieren zu können, was vorliegt, muss man zunächst Spulen zählen. Insgesamt 12 mit TR42 gekennzeichnete Spulen kann man ausfindig machen. Der verbaute IR35201 kann jedoch lediglich acht Phasen (8+0/7+1/6+2) steuern. Hier arbeitet der voll digitale PWM Controller im 5+2 Modus.
Woran erkennt man das? Links vom Sockel ist viermal die gleiche Zusammensetzung aus MOSFETs zu finden, welche sich auch noch einmal oberhalb des Sockels befindet. Da die verwendeten Spannungswandler von On Semiconductor keine integrierten Treiber besitzen und auch der PWM Controller diese nicht stellt, muss man diese also zunächst ausfindig machen. Vier sind auf der Rückseite zu finden und einer auf der Vorderseite (je mit 8510 gekennzeichnet). Die Phasen selber sind jeweils doppelt angelegt. Dies erkennt man daran, dass je ein Highside und ein Lowside eine Spule zur Seite gestellt bekommen. Somit ergibt sich für die VCore ein 5x2 Aufbau, wobei jede Phase aus einem 4C029N highside und einem 4C024N lowside MOSFET bestehen. Für die SoC Spannung wurde ein IR3598 (Dual-Treiber) verbaut, welche zwei Phasen bestehend aus je zwei 4C029N highside und zwei 4C024N lowside MOSFETs antreibt. Insgesamt ist das schon ein recht dicker Ausbau, welcher aber nicht auf die besten Komponenten zurückgreift. Da das Board nicht unbedingt als OC geeignet beworben wird, ist das auch okay so. Für das aktuelle Topmodell ist der Aufbau auf jeden Fall ausreichend. Ich schätze, für folgende auch. Ob es dafür aber unbedingt die beiden 8-Pin EPS Stecker braucht, bezweifel ich ein wenig. Daher hatte ich ausprobiert, ob auch ein Stecker ausreicht. Ergebnis: Ja, selbst mit OC reichte ein Stecker aus. Die Kabel wurden dabei auch nicht deutlich wärmer als üblich. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich entweder um Marketing handelt ("Seht her, zweimal 8-Pin EPS!") oder eine Vorsichtsmaßnahme, dass man kein billiges bzw. kleines Netzteil verwendet.


Leistungsaufnahme
Eigentlich gehört dies schon zum Testen, aber ich finde, dass es thematisch ganz gut hierher passt. Die Leistungsaufnahme wurde mit einem einfachen Messgerät direkt an der Steckdose vorgenommen. Ich habe dazu alle Lüfter runtergeregelt und die Beleuchtung abgeschaltet.

EinsatzEnergieaufnahme
Idle76,4-82,2W
Idle + Maus~98W
Cinebench R15~232W
Prime 95 (29.3)~243W
Far Cry 5~331-355W

Etwas enttäuscht bin ich vom Idle-Verbrauch. Klar fällt die Energieaufnahme mit mehr Phasen etwas höher aus, aber der angezeigte Wert erscheint mir schon recht hoch. Der Spiele-Test zeigt aber, dass man theoretisch auch mit kleinem Netzteil unter 450W genügend Reserve hat, um selbst die hungrige RX580 mit ins System zu hängen. problem dabei ist, dass man erst bei Netzteilen mit 650+W einen zweiten 8Pin EPS Stecker bekommt, sollte man diesen anschließen wollen.
« Letzte Änderung: 19. Juni 2018, 08:35:19 von Hinnerk_11 »
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Hinnerk_11

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Leistungsmessung und Overclocking
« Antwort #3 am: 18. Juni 2018, 12:14:33 »


Leistungsmessung und Overclocking

Ich habe die beiden Kapitel zusammengefasst, da ich sonst keine Vergleichsbasis gehabt hätte. Das Kapitel Overclocking ist dabei immer geprägt von den verwendeten Komponenten und soll deshalb auch nur meine persönliche Erfahrung, keinesfalls eine Anleitung oder Garantie darstellen. Ich habe zwei bzw. drei Methoden ausprobiert. Zum einen habe ich klassisch manuel OC betrieben, zum anderen den Game Boost sowie XBoost getestet. Spannungen habe ich mit CPU-Z ausgelesen. Die Ausgangslage waren 1.376V Serie. Der Gameboost hat die Spannung sogar verringert auf 1,304V, dafür den AllCore Turbo auf 4150MHz angehoben. Um eine manuelle Übertaktung durchzuführen, habe ich zunächst die Load Line Calibration untersucht, um diese effektiv nutzen zu können. Dafür habe ich den Takt auf 3,8GHz fixiert und due Spannung manuell auf 1,3V eingestellt. Danach bin ich alle Stufen durchgegangen und habe deren Effekt auf die Spannung bzw. den Drop unter Last notiert. Folgende Tabelle gibt hierrüber auskunft:

StufeBiosIdleLast
11,304V1,304V1,336V
21,304V1,304V1,332V
31,304V1,304V1,312V
41,304V1,304V1,280V
51,304V1,296-1,304V1,272V
61,296-1,304V1,296V1,256-1,264V
71,296V1,296V1,240V
81,296V1,296V1,240V
AUTO1,304V1,304V1,312V

Wie man sieht, entspricht die AUTO Funktion der Stufe 3. Diese hätte ich manuell auch gewählt. Beim OC bin ich dann so weiter vorgegangen, dass ich die Spannung auf 1,35V gestellt habe, was für Ryzen 1000 Modelle der maximal 24/7 Spannung entsprach. Danach habe ich den Takt kontiniuerlich angehoben, wobei jedesmal kurz gebencht wurde um zu schauen, ob der Takt stabil läuft. Letztendlich konnte ich 4,25GHz erreichen, welche auf allen Kernen anliegen. Kein schlechtes Ergebnis möchte ich meinen. Was natürlich etwas doof ist, ist, dass der XFR2 wegfällt, sobald man manuelles OC betreibt. Auch eher schlecht ist, dass man keine Offset Funktion eingebaut hat.

Welche Spannungseinstellungen möglich sind und welche Bereiche jeweils vorhanden sind, zeigt die folgende Tabelle:

SpannungBereich
CPU  Core Voltage0,9-1,7V (0,125V Schritte)
CPU NB/SoC Voltage0,9-1,3V (0,125V Schritte)
CL DO_VDDP Voltage0,7-1,4V (0,05V Schritte)
DRAM Voltage0,8-2,0V (0,01V Schritte)
DRAM VPP Voltage1,24-3,0V (0,01V Schritte)
DRAM CH_A VREF Voltage0,12-1,235V (0,005V Schritte)
DRAM CH_B VREF Voltage0,12-1,235V (0,005V Schritte)


Meine vorgenommenen Einstellungen habe ich dann noch einmal kurz mit dem Stresstest von CPU-Z gegengetestet und erneut Temperaturen aufgezeichnet. Diesmal jedoch mit dem integrierten Logger des Command Centers. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Kühler machen selbst bei OC einen guten Job. Komisch ist jedoch, dass der HW-Monitor und der Logger verschiedene Temperaturen anzeigen, wohlgemerkt zum selben Zeitpunkt.

Um also die verschiedenen Einstellungen zu testen, habe ich ausgewählte Benchmarks durchgeführt, welche verschiedene Bereiche abdecken. Cinebench R15 ist perfekt um alle Kerne gleichzeitig auszulasten, wohingegen SuperPi nur einen Kern ans Limit treiben sollte. Firestrike habe ich als Platzhalter für Games benutzt. Hier interessiert vor allem der Physic-Score. Die Abkürzungen sollten eigentlich selbsterklärend sein. PBO steht für Precision Boost Overdrive, welchen man im Bios manuell aktivieren kann und der CPU vollen Freiraum gewähren sollte, also Powerlimits aufhebt.


Wie man sieht, kann der XBoost eigentlich über alle Bereiche hinweg nicht Wort halten. Die Leistung steigt nicht an, sondern fällt sogar etwas ab. Ich meine, dass der Grund hier beim Programm selber liegt, welches etwas Last erzeugt, welche dann dem Benchmark nicht zu Verfügung steht. Der Precision Boost Overdrive scheint nur in Single-Core Anwendungen einen wirklichen Vorteil bringen. Wie man auch sieht, kann man als OC Laie mit adem OC Genie wirklich ein leichtes Plus an Leistung erwarten und das wirklich einfach. Insgesamt musste ich feststellen, dass das neuste Bios (2.2) etwas Leistung kostet, aber aufgrund der besseren RAM-Kompatibilität würde ich es dennoch nutzen.
Der XBoost hat übrigens auch bei meinen Datenträgern nicht wirklich geholfen. Meine  SSDs zeigten keine unerwarteten Leistungswerte, der Boost konnte diese aber auch nicht erhöhen. Gleiches galt bei den externen Datenträgern. Diese waren jedoch wirklich fix. Der Corsair Voyager GTX erzielte lesend 438MB/s und schreibend 135MB/s. Beim USB 3.1 Gen.2 Laufwerk waren es lesend sogar 1020MB/s und schreibend immerhin noch 910MB/s.
« Letzte Änderung: 19. Juni 2018, 08:35:04 von Hinnerk_11 »
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Hinnerk_11

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Mystic Light und Fazit
« Antwort #4 am: 19. Juni 2018, 08:09:00 »


MSI Mystic Light
Einer der Gründe, warum ich eher das Gaming Pro Carbion haben wollte als das Gaming M7, war, dass es einen beleuchteten PCH Kühker hat. Beim M7 fehlt mir einfach etwas Licht unterhalb der Grafikkarte. Es ist aber wirklich sehr schade, dass MSI nicht den Audio-Bereich ausleuchtet, so wie es sonst bei vielen Boards gemacht wird. Die Beleuchtung rechts unter dem PCB hätte man meinetwegen dafür auch opfern können. Da das Thema Licht für mich also eine wichtige Rolle spielt, habe ich die "vole Hütte" ausprobiert. Für den 5050-Header gab es die Cooler Master MasterFan Pro RGB und MF200L RGB Lüfter, für den JRainbow Header (WS2812B) die Cooler MasterLiquid ML240R ARGB und für den Corsair Header einen Corsair HD140 Lüfter. Leider will diese Kombination einfach nicht wirklich funktionieren. Meine Vermutung ist, dass der verbaute RGB Controller (104GFA 1752KME45) einfach überfordert ist bzw. den Rainbow und Corsair Header mehr oder weniger als einen behandelt. Ich konnte beide Ausgänge nämlich nicht getrennt voneinander bedienen. Allerdings ist es merkwürdig, dass für beide Header verschiede Effekte hinterlegt sind. Während des testens sind mir noch weitere UNstimigkeiten aufgefallen. Habe ich den Rainbow Wave Effekt gewählt, sind die restlichen RGB Dioden einfach eingefroren, also in der Farbe stehen geblieben. Am Extended RGB Header (5050) blieb eine gemeinsame Farbe stehen (MasterFan Pro und MF200) und die OnBoard RGBs blieben auch stehen, allerdings auch unterschiedlich. Was auch doof ist, ist, dass man bei den adressierbaren RGBs keine Dioden wirklich einzeln adressieren kann. Man kann wirklich nur die Effekte wählen und das war es. Da ich auch schon viel Erfahrung mit Corsairs Beleuchtungs-Produkten und iCUE habe, bin ich da ganz anderes gewohnt. Auch ASUS Aura wirkt schon wesentlich weiter. MSI sollte hier schleunigst zulegen. Insgesamt wirkt das ganze sehr unausgereift. Ob die Probleme per Software-Update behoben werden können, kann ich nicht einschätzen, da ich keine Dokumentation zu dem Controller finden konnte. Ein wenig bezweifel ich das aber. Zumindest könnte MSI darauf hinweisen, dass eine gemeinsame Nutzung der Header nicht angedacht ist.

Trotz des Ärgers habe ich mal Bilder von der Beleuchtung gemacht. Man kann hier ganz gut sehen, wo das Brett selber leuchtet und, dass die Leuhctkraft nicht wirklich stark ist. Für Akzente reicht es aber.



Fazit
Das Fazit zum MSI X470 Gaming Pro Carbon fällt mir etwas schwer. An sich ist es eine gute, stabile Platine, welche durchaus gefällt. Das Layout ist gut gewählt, soll heißen, dass die Steckplätze logisch angebracht sind und auch die Header sind größtenteils sinnvoll platziert. Gut gefällt mir z.B. auch, dass das Lane-Sharing nicht ausufert. Das Design finde ich auch ok, recht dezent und gut kombinierbar. Bei der Spannungsversorgung erhält man zwar nicht das beste, sollte man aber auch in dieser Kategorie nicht erwarten. Ausreichend ist der Ausbau allemal, auch für OC. Allerdings sind mehrere Punkte vorhanden, die mir wirklich gar nicht gefallen. Z.B. kann ich es nicht verstehen, warum man den USB Typ-C Header nicht verbaut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das preislich viel ausmachen würde. Weiterhin kann ich den XBoost einfach nicht gutheißen. Bei mir hat er eher Leistung gekostet, als dass mehr rausgesprungen ist. Den Ärger mit Mystic Light zähle ich auch auf jeden Fall zu den Negativ-Aspekten. Gerade wegen der Beleuchtungsoption würde ich mir dieses Board statt z.B. dem MSI X470 Gaming Plus kaufen und dann funktioniert das ganze nicht wirklich. Wirklich schade. Insgesamt ist dies nämlich schon der derbste meiner Kritikpunkte, wegen meines Fokus' zieht dieser meine Meinung zum Board in Summe aber ein Stück nach unten.
« Letzte Änderung: 19. Juni 2018, 08:34:43 von Hinnerk_11 »
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