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Autor Thema: MSI X370 Gaming Pro Carbon -Meine Lösung zu einem CPU Frequenz und VCore Problem  (Gelesen 787 mal)

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Tidu2k

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Hallo zusammen,
da ich im Netz NICHTS über mein Problem gefunden habe, und die Lösung quasi selbst erarbeiten musste, hier eine kurze Schilderung des Problems und der Lösung, falls jemand dasselbe Problem hat.

Zunächst die Hardware:
- AMD Ryzen 5 1600X mit Tower-Kühlkörper
- MSI X370 Pro Gaming Carbon
- Crucial 2x8 GB 2400 MHz

Problem:
Nachdem Windows 7 installiert wurde (SP1+Updates, MSI-Treiber), checkte ich die Frequenz des Prozessors und die Kernspannung (VCore/CPU Core), da war soweit alles okay.
Als ich dann die MSI Gaming APP ausprobierte und auf Gaming klickte, startete der Rechner neu und setzte die CPU in den Gaming Modus. Ich war von den neuen Einstellungen nicht überzeugt und wollte den Gaming Modus ausschalten, ging nicht. Ich habe jedes Pixel in der Gaming App angeklickt um diesen Modus auszuschalten. Verzweifelt führte ich eine Windows-Systemwiederherstellung durch. Es löste zumindest das Problem, das der Gaming Modus laut der Gaming App ausgeschaltet war.
Als ich dann die Frequenzen und die Spannung überprüfte traute ich meinen Augen nicht (siehe Bilder):





Dort sieht man, dass die Frequenz der CPU im idle alle paar Sekunden von 2200 MHz auf 4100 MHz hochtaktete. Nicht allesamt, sondern nur von zwei Kernen, der Rest blieb bei 2200 MHz.  Allerdings waren es nicht nur diese beiden Kerne, sondern es wechselte andauernd welche Kerne auf 4100 MHz hochgingen. Ich untersuchte das Problem und sah das der Multiplikator von 22 auf 41 hochging.
Auch der VCore war nicht konstant. Er ging in Abhängigkeit der CPU-Auslastung von 0.6 V auf 1.41 V und dass sprungartig! Mega ungesund für die Lebensdauer. Die von MSI sagten es wäre kein Problem wenn das so bliebe...

Die Lösung des Problems war nicht einfach.

Was nicht half (nach jedem der folgenden Unterpunkte wurden die Werte überprüft, welche zu keinen Änderungen führten):
- Windows komplett neu installieren
- BIOS Einstellungen überprüft
- BIOS über CMOS zurückgesetzt
- BIOS Werkseinstellungen geladen (im BIOS selbst)
- BIOS "Update" (dabei wurde dieselbe BIOS-Version neu aufgespielt [von Version 19 auf Version 19])

Was half war folgendes.

Im BIOS:
OC - OC Expert Mode [Normal]
 - CPU Ratio 36.00
 - CPU Core Voltage 1.2750V
 - DigitALL Power -> CPU Loadline Calibration C. [Mode1]
 - CPU Funktionen -> AMD Cool'n'Quiet deaktiviert [Deaktiviert]

In Windows:
Nichts bis auf alle notwendigen Windows-Updates und die MSI-Treiber zu installieren.

Ich kann gut damit leben, dass ich nicht auf z.B. 3900 MHz hochtakten werde, die CPU in den "Werkseinstellungen" ist für meine Zwecke mehr als ausreichend.

Ich hoffe ich konnte jemanden damit helfen.
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lacritz

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Hallo,

dein Problem mit der Gaming Option:

-diese kannst du auch im UEFI aus/ein schalten.

Zu deinem Vcore:

Sagt dir Boost bzw. XFR etwas?

Hier mal ein Beispiel -> https://www.golem.de/news/ryzen-7-1800x-im-test-amd-ist-endlich-zurueck-1703-125996-7.html

Zum wechsel der Kerne - kurz:

Erreicht ein Kern eine Gewisse Temperatur °C taktet er wieder runter. Beispiel:
Anfang
Kern 1-4 haben 36°C @ 3,6 GHz
Kern 5-6 haben 56°C @ 3,6 GHz

Der Boosttakt erhöht deinen Basistakt um 100MHz auf 6x3700MHz (Multiplikator 37x100)
So jetzt merkt das System - hey ich habe vier kerne die gut gekühlt sind...du startest eine Anwendung/Spiel - benötigst also mehr "Leistung"
Jetzt springt XFR ein, dieser sagt ich kann auf vier kernen 4100MHz bei 1,41V aktivieren! Somit übertaktet er Automatisch vier Kerne.

Mitte
Kern 1-4 haben 65°C @ 4,1 GHz
Kern 5-6 haben 40°C @ 3,7 GHz

Das System entscheidet hier XFR von Kern 1-4 auf 5-6 zu legen, die anderen Kerne werden mit dem Takt @ 3,7 GHz weniger beansprucht und somit besser gekühlt.

Ende
du schließt die Anwendung/Spiel, es wird keine "Leistung" mehr benötigt und somit Takten alle Kerne wieder @ Stock

Ich hoffe ich konnte hier bisschen veranschaulichen wie das ungefähr funktioniert, gerne könnt ihr mich berichtigen :)

____________

Wenn du natürlich den Prozessor selber Übertaktest fällt er in den "OC-Modus" und XFR wird deaktiviert. Somit liegt immer die Taktrate an die du vorgibst / auch natürlich der vCore.

Off-Topic:

Wenn du dich mit Ram-OC auskennst, kannst du mal versuchen deinen Crucial zu übertakteten, jeder Ryzen profitiert davon; 2667MHz sollten mind. drin sein, viele auch bis 2800. Evtl. mit den Timings spielen!
Alternativ würde ich das XMP-Profil @ 2667MHz bei 16-18-18-38-1T aktivieren.

Grüße
Mark
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Tidu2k

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Danke für deine Resonanz!

Ja sicher habe ich davon gehört, das wäre alles auch okay wenn die Auslastung mal hoch und runter gehen würde. Aber die oben gezeigten Diagramme wurden im IDLE aufgenommen, ohne das ich am Rechner irgendetwas gemacht habe, es war auch kein Internet angebunden.

Die Temperatur der Kerne betrug maximal 35°C (im idle)

Ich kann mir halt nicht erklären, warum der im Idle solch sehr ungewöhnlichen Taktsprünge und Spannungssprünge macht.
Bei Auslastung (Prime95) hielt er seine 3700 MHz und 1,... Volt konstant bei.

Ein Freund von mir verwendet ebenfalls ein AMD Ryzen 5 1600X allerdings mit einem MSI B350 irgendwas. Er hat im Idle nicht diese Sprünge wie bei mir damals.

Ich kann mir einfach kein Reim darauf bilden, trotz deiner Erklärung ^^"
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lacritz

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^^ ist aber alles noch in den Toleranzen, wenn er über 1,45V gehen würde, würde ich mir sorgen machen. Warum dass auch bei dir im IDLE solche sprünge macht, kann ich leider auch nicht sagen :huh:.

PS: Weil ich das grad sehe, LLC-Mode 1, ist bisschen krass, würde da eher erstmal zur goldenen Mitte greifen (Mode 4 oder 5) und testen. Hier ist es nämlich umgekehrt, je höher die nimmer desto niedriger die +Volt

Grüße
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Tidu2k

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Danke für deine Antwort!

Ich bin auf deinen Nachtrag gestoßen und danke, es hat mich schon etwas beunruhigt xD... Um auszuschließen dass es am LLC [Auto] lag habe ich diesen wieder auf [Auto] gesetzt. Die im ersten Beitrag geschilderte Problematik kam nicht wieder auf... ein Glück.

Dann habe ich die AMD Cool'n'Quiet Funktion erneut Aktiviert und siehe da, die VCore und die Taktfrequenzen spielen wieder verrückt. Es wäre ja inordung wenn diese für bestimmte Auslastungen gewisse Frequenzen und Spannungen beibehalten, aber doch nicht so wie im Bild oben...
Irgendwie komisch, dass es wohl nur an dieser Funktion liegt oder?

Apropos: Die Beigelegte Bedienungsanleitung ist etwas dünn... weißt du wo ich detailierte Beschreibungen zu diesem Board finde? Z.B. welcher LLC Mode hoch und niedrig ist etc.?
« Letzte Änderung: 16. Januar 2018, 20:07:59 von Tidu2k »
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lacritz

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Leider nein 😞. Bei LLC gibt es kein richtig oder falsch am besten du guckst dir von der8auer mal das Video an https://m.youtube.com/watch?v=TpigKMfsDLM

Ansonsten bleibt dir nur try & error um für dein System die beste Wahl der LLC Stufe zu wählen. Einzig zu sagen gibt es hier macht man extrem oc sollte man die Finger von LLC lassen wegen den Spannungsspitzen😝

Grüße
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Tidu2k

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Seine Videos sind natürlich Pflichtlektüre fürs OC ; ).

Ich habe den Übeltäter gefunden (unabhängig von AMD Cool'n' Quiet). Es ist  W I N D O W S  7!

Ich habe Windows 10 probehalber auf einer neuen Festplatte installiert, anschließend Treiber und den ganzen Software-gedöhns draufgepackt. Anschließend die AMD Cool'n' Quiete Option aktiviert und siehe da: Werte bleiben konstant. Am Nachmittag habe ich dies einem MSI Support-Mitarbeitet mitgeteilt und er sagte: Es kann sein dass Windows 7 nicht die Powermanagment Eigenschaften besitzt die für den regulären Ablauf der Ryzen Prozessoren vorgesehen sind. 

Windows 7 wird einfach mal nett verdrängt obwohl es ein super Betriebssystem ist. Schade eigentlich.

Also: Falls jemand das selbe Problem haben mag (unter Windows 7): BIOS ist nicht Schuld sondern Win 7

Lösung: Installiert euch Windows 10
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Tidu2k

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Ein kleines Update für rat-suchende mit dem gleichen Problem...

Habe nun Windows 10 neu auf eine SSD installiert. Dabei habe ich die BIOS Einstellungen vom alten System übernommen. Dabei habe ich nicht Windows 10 Build XXX erneut installiert sondern gleich, das neue Image von Microsoft mit integrierten Fall Creators Update installiert.

Nach jeglichen Treiber Installationen musste ich feststellen, dass das o.g. Problem erneut nicht direkt auftrat... sondern nur die VCore verrückt spielte (0,6V <-> 1,35V bei const. 3,6 GHz)  Fluch: *$$%§$""§$&$%

Habe die gleichen Schritte wie in Beitrag #1 erneut durchgeführt, ohne Erfolg.

Ein BIOS Reset (mit Jumper) und anschließender Wahl auf F2 (Load default values etc.) half. Das Problem trat nicht weiter auf (1.200V <.> 1,384V).

Scheint mir etwas viel, aber ich denke das es an dem XFR und dem Turbo-Boost geschulded ist.
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