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Autor Thema: Review zum „Z170A MPOWER GAMINING TITANIUM“  (Gelesen 399 mal)

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Hardware Mert

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Review zum „Z170A MPOWER GAMINING TITANIUM“
« am: 16. Mai 2017, 19:00:40 »

Review zum „Z170A MPOWER GAMINING TITANIUM“ Mainboard von MSI
(von Dezember 2016)
Vorwort:
In der nachfolgenden Review werde ich euch alles über das „Z170A MPOWER GAMINING TITANIUM“ von MSI näher bringen. Anstatt euch durch die ganze Review zu lesen, könnt ihr euch alternativ mein Video zum Unboxing und Test des Mainboards anschauen. In dem Video demonstriere ich euch z.B. das „Click Bios“, einige mitgelieferte Programme von MSI und natürlich auch die Übertaktungsmöglichkeiten mit dem Mainboard.

https://www.youtube.com/watch?v=y0q7KsPGVsM&t=

Ich bewerte das Mainboard ausschließlich nach meiner eigenen Erfahrung sowie Meinung und versuche meine Review so ausführlich wie möglich zu gestalten. Wer also nur einen kurzen Überblick über das Mainboard haben möchte, sollte hier aufhören zu lesen.
Meine Bewertung ist unabhängig und ich werde von niemanden gesponsert, auch wenn ich das Mainboard auf Grund eines „Testen, Bewerten, Behalten“ von Computeruniverse bzw. MSI bekommen habe. Ich baue schon seit vielen Jahren hobbymäßig PCs selbst zusammen, übertakte und habe mir dadurch schon einiges an Wissen angeeignet. Mit dieser Review möchte ich einige Information an euch weitergeben, vor allem an diejenigen, die momentan auf der Suche nach einem neuen Mainboard sind.

Zuerst möchte ich euch die grundlegenden technischen Eigenschaften des Mainboards nahelegen. Im weiteren Verlauf werde ich im Detail auf verschiedene Aspekte eingehen:

Aufbau meiner Review:

Grundlegendes über das Mainboard
Verpackung und Zubehör
Design
Kühlung
Sockel, RAM und BIOS
Anschlüsse
Programme
Pro/ Kontra Liste
Fazit

Grundlegendes:

Das Mainboard besitzt einen 1151er Sockel und damit die Skylake Plattform von Intel. Der Chipsatz des Mainboards ist, wie der Name schon sagt, ein Intel Z170. Das Mainboard richtet sich vor allen an Gamer und Übertakter, aber auch an Einsteiger ohne jegliche Erfahrungen, da das Mainboard viele einfache Funktionen bietet um den Prozessor sicher und mit sehr wenig Aufwand erfolgreich zu übertakten. Bestes Beispiel dafür ist das „Click Bios“, welches es einem sehr erleichtert Änderungen im BIOS vorzunehmen. Genau so ist es auch für erfahrene Übertakter geeignet, da sich selbst die Spannung aller Komponenten einfach per Spannungsmesspunkt messen lässt. Das heißt, dass man vor allem den i7 6700K oder den i5 6600k in Betracht ziehen sollte, falls man sich das Mainboard zulegen möchte, da diese einen „unlocked“ (=entsperrten) Multiplikator besitzen. In Folge dessen wird das Mainboard mit DDR4 im Dual Channel betrieben. Es unterstützt 2-Way SLI sowie 3-Way Crossfire mit 3 PCI-E 3.0 Lanes. Außerdem besitzt das Mainboard zwei M.2 SSD Slots, ein U.2 Schnittstellenmodul, USB 3.0, USB 3.1 Gen1/ Gen2 und USB Typ C Anschlüsse, welche sehr sinnvoll sind, wenn man auf extrem geringe Ladezeiten und Kopiervorgänge nicht verzichten kann. Dazu kommt der Gaming Lan Anschluss mit dem Intel Chipsatz i218, welcher die bestmögliche Verbindung gewährleistet (Wenn man sowieso schon ein „Speed Enthusiast“ ist, bietet MSI hier ein sehr interessantes Programm namens „Ram Disk“, dass mitgeliefert wird. Dazu aber später mehr).

Verpackung und Zubehör:

Das „Z170A MPOWER GAMINING TITANIUM“ aus der „Gaming Enthusiasten“-Reihe von MSI wird in einer, dem Mainboard entsprechenden, silbernen Verpackung geliefert. Auf der Vorderseite ist der Name des Mainboards sowie ein Bild davon zu sehen. Auf der Rückseite der Verpackung befinden sich Infos zu den grundlegenden Funktionen und Features, ein Abbild des Back-Panels und des Mainboards inklusive Legende. Schade finde ich es hier, dass MSI der Verpackung kein Sichtfenster spendiert hat, wie bei anderen Mainboards aus der Enthusiasten Reihe.

Im Lieferumfang sind enthalten:
Das Mainboard in einer ESD Folie
Handbuch
Treiber CD
Ein „Quick Installation Guide“ für alle Standardkomponenten die an das Mainboard angeschlossen werden (nochmals im Handbuch zu finden)
Eine schwarze Blende mit silbernen MSI Logo und gedämmter Rückwand
3 schwarze SATA Kabel
3 schwarze SATA Kabel mit jeweils einem 90 Grad Winkel
Eine schwarze 10cm lange SLI-Brücke
2 schwarze LED Verlängerungskabel
Ein Front Panel Adapter
Ein „Steel“ MSI Aufkleber
Ein Türhängeschild „I'M SORRY BUSY GAMING“/ „I'M NOT HERE“
„Cable Label“ zum Beschriften von Kabeln

Bewertung des Zubehörs:

Im Handbuch steht alles, was man über das Mainboard wissen möchte, es ist gut strukturiert, sowie auf mehreren Sprachen (inklusive Deutsch und Englisch). Ich finde es sehr gut, dass bei vielen Abschnitten Links und QR-Codes angegeben werden, mit denen man sich Videos zu verschiedenen Funktionen und deren Einrichtung ansehen kann.
Der „Quick Installtion Guide“ ist auch für jemanden leicht zu verstehen, der noch nie einen PC selbst zusammen gesetzt hat. Mithilfe von Schaubildern und Nummern ist dieser leicht verständlich, sodass wirklich jeder das Mainboard mit RAM, CPU/ Kühler, Stromanschlüsse, Grafikkarte etc. schnell in Betrieb nehmen kann. Diese Anleitung findet man nochmals in dem Benutzerhandbuch.
Die gedämmt Blende für die Mainboard-Anschlüsse ist sehr schön anzusehen und gut verarbeitet, wenn sie denn mal jemand zu Gesicht bekommt.
Die Beigabe von normalen sowie 3 SATA Kabeln mit 90Grad Winkel ist sinnvoll, da viele Gehäuse ihre Laufwerkschächte und damit Anschlüsse in Richtung Gehäuse Rückwand haben und somit gewährleistet wird, dass man genug Platz hat und das Kabel nicht abknickt.
Die beigelegte SLI-Brücke ist zwar nett, findet aber vor allem bei der neuen GTX Serie von Nvidia kaum noch eine Verwendung, da es neue, schnellere SLI Brücken gibt, die auch noch schick aussehen.
Die LED Verlängerungskabel sind sehr sinnvoll, da die meisten LED Streifen kurz nach dem Anschluss, welcher auf das Mainboard kommt, beginnen. So hat man mehr Flexibilität beim Verlegen der LED's im Gehäuse.
Der Front Panel Adapter wird verwendet, um alle vorderen Anschlüsse des Gehäuses an einem Adapter zu befestigen, sodass man diesen besser auf das Mainboard stecken, sowie abnehmen kann, ohne sich mit ein oder zwei Pin Steckern herumzuschlagen (Wer das schon einmal gemacht hat, weiß wovon ich rede).
Insgesamt finde ich das Zubehör hochwertig und sinnvoll gewählt. An den LED Verlängerungen, dem Front Panel Adapter und den SATA Kabeln mit 90Grad Winkeln sieht man, dass sich MSI ein paar Gedanken um das Zubehör gemacht hat. Das Türhängeschild und der Aufkleber sind natürlich eine nette Beigabe, sind bei einem Preis von über 220€ schon fast zu erwarten. Ein Lob muss ich für das sehr verständliche und übersichtliche Benutzerhandbuch inklusive Links aussprechen.

Design:

Das „Z170A MPOWER GAMINING TITANIUM“ von MSI, im ATX Format, fällt vor allem durch sein besonderes leicht glitzerndes, silbernes und zugleich hochwertiges Design auf, das man so nirgendwo findet (außer natürlich bei den anderen „Titanium“ Mainboards von MSI). MSI wirbt damit, dass in die Legierung des Mainboards Titan mit eingearbeitet wurde, sodass das Mainboard äußerst widerstandsfähig im Sinne von Hitzebeständigkeit, Stabilität und Aufnahme von Luftfeuchtigkeit ist. Eine maximale Lebensdauer des Mainboards soll außerdem durch Titanspulen und Dark Caps mit Aluminiumkernen sichergestellt werden. Es fallen einem schnell die mit Metall verstärkten PCI-E Steckplätze auf, die dafür sorgen sollen, dass auch große Grafikkarten nicht durchhängen oder bei dem Transport des PCs sogar samt Grafikkarte abbrechen, sowie die großen passiven Kühler des Mainboards mit den Aufschriften „MSI“ und „Titanium“ und dem MSI Logo auf dem optisch sehr ansprechenden passiven Kühler des Z170 Chipsatzes. Das Mainboard besitzt außerdem eine Backplate mit Titanlegierung, die dafür sorgt, dass auch bei viel Kabelgewirr oder ähnlichem das Mainboard nicht beschädigt wird. Der Chipsatz Kühler sowie die Blende mit der Aufschrift „Audio Boost“ werden durch ein paar weiße LEDs leicht beleuchtet. Dazu kommt eine verstärkte Backplate des Prozessor Sockels, sodass man selbst bei Wasserkühlungen, sowie großen Luftkühlern, keine Angst mehr haben muss, dass irgendetwas abreißt oder beschädigt wird.
Insgesamt gefällt mir das Design des Mainboards sehr gut, was aber Geschmackssache ist. Es macht einen äußerst hochwertigen Eindruck, vor allen durch die verstärkten PCI-E Slots sowie Backplates, die bei den heutigen Grafikkarten sowie häufig groß ausfallenden Prozessorkühlern, sehr nützlich sind. Dazu kommen die großen passiven Kühler, welche das ganze silber- schwarze Design noch einmal abrunden, sowie die optional ansteckbaren LED Streifen.

Kühlung:

Wie schon erwähnt besitzt das Mainboard mehrere große passive Kühler die dafür sorgen, dass die Mainboard Komponenten stets kühl bleiben. Dabei ist natürlich eine gute Durchlüftung des Gehäuses ausschlaggebend, weshalb MSI dem Mainboard 5 Lüfter Anschlüsse spendiert hat (siehe „Weitere Onboard Schnittstellen“).

Sockel, RAM, BIOS:

In dem nachfolgenden Abschnitt werde ich auf die interessantesten und wichtigsten Features des Mainboards eingehen. Einige davon habe ich schon unter „Grundlegendes“ genannt.

Sockel und Prozessor:
Das Mainboard besitzt den LGA1151 und damit die Skylake Plattform von Intel, also die 6. Generation Intel Prozessoren. Wenn man übertakten möchte machen vor allem der 6600k sowie der 6700k Sinn.

RAM:
DDR4 RAM bis 3600Mhz(OC) und maximal 64GB im Dual Channel und einer speziellen Abschirmung des Speicherkreislaufes mit der MSI perfekte Stabilität und keine Elektromagnetischen Störungen des RAMs durch andere Komponenten, auch bei extremer Übertaktung garantiert. Unterstützt XMP.

BIOS:
Das BIOS des Mainboards mit 128MB Flash kann selbst ohne Prozessor verwendet werden. Die Bedienung des BIOS ist äußerst angenehm, vor allem durch die hohe Auflösung und das „Click BIOS“ in verschiedenen Sprachen. Mithilfe dessen kann man sich durch alle Funktionen und Übertaktungseinstellungen einfach durchklicken und ohne jegliches Vorwissen mithilfe der verschiedenen „Game-Boost“ Modi den Prozessor sowie Arbeitsspeicher übertakten. Dafür gibt es im BIOS voreingestellte Werte die geladen und übernommen werden, also besteht selbst für Anfänger kein Risiko solange der Prozessor vernünftig gekühlt wird. Wer sich schon damit befasst hat, kann auf den erweiterten Modus wechseln und selbst alle gewünschten Einstellungen vornehmen und in Profilen speichern, die auch extern z.B. auf einem USB Stick gespeichert werden können. Das BIOS kann über einen USB-Stick oder ein anderes Speichermedium innerhalb von Sekunden auf das neuste Update geflashed werden. Außerdem kann man mit wenigen Klicks die Lüfterkurven verändern, per Drag & Drop die Boot-Reihenfolge umlegen und sich im „Board Explorer“ alle Schnittstellen Anzeigen lassen.
Ein BIOS von dem ich kurz und knapp sagen würde: Es macht Spaß damit zu arbeiten und zu übertakten!

Anschlüsse:

Onboard Schnittstellen für Laufwerke:
Zwei M.2 Schnittstellen für jeden, dem eine normale SSD nicht reicht. Das Mainboard unterstützt bis zu 32Gbps, jedoch werden 4 PCI-E Lanes benötigt um die ganze Bandbreite zu nutzen.
Ein U.2 Anschluss mit bis zu 32Gbps in Verbindung mit einem Redriver
Sata Express mit bis zu 16Gbps
6 x SATA3 Anschlüsse mit bis zu 6Gbps (RAID 0/1/5/10)

Onboard Schnittstellen für das Front Panel:
2 x USB 3.1 (auf 4 USB Ports)
1 x USB 3.1 Gen1 Typ-C (Wird von den meisten Gehäusen noch nicht unterstützt, ist aber auf jeden Fall zukunftssicher)
1 x USB 2.0 (auf 2 USB Ports)
1 x HD Audio

Weitere Onboard Schnittstellen:
3 x PCI-E 3.0 x 16 mit 2 Wege SLI und 3 Wege Crossfire Unterstützung (2 Wege mit 2 x 8 Lanes und 3 Wege mit 2x8 und 1x4)
3 x PCI-E 3.0 x 1
2 x 4 Pin CPU Fan (z.B. für Pumpe und Lüfter bei einer WaKü)
3 x 4 Pin System Fan
1 x TPM Anschluss
1 x Gehäusekontaktschalter
1 x RGB LED Anschluss welcher 5050er LED Streifen bis 2m unterstützt und über die MSI-Gaming App gesteuert werden kann.

Hintere Ein- und Ausgänge:
Maus / Tastatur Anschluss
4 x USB 2.0
2 x USB 3.1 Gen1 bis zu 5Gbps
1 x USB 3.1 Gen2 bis zu 10 Gbps
1 x USB 3.1 Gen2 Typ-C bis zu 10Gbps (Alle USB Ports besitzen einen ESD Schutz)
1 x HDMI
1 x DVI-D
1 x Gaming LAN mit Intel (i218 Lan) :
Der i218 Lan Chipsatz von Intel wurde für Gamer entwickelt und soll zu jeder Zeit einen perfekten Datendurchsatz ermöglichen, sowie einen „effizienteren CPU-Einsatz durch verbesserten TCP- und UDP- Durchsatz liefern“ (Ob dies eine gravierende Leistungssteigerung bewirkt, wage ich zu bezweifeln). Außerdem besitzt der LAN Anschluss einen Überspannungsschutz bis 15KV, was mehr als das doppelte von den meisten Mainboards ist. Dazu kommt der Bandbreiten Manager „MSI Gaming LAN Manager“, womit man die Bandbreite bestimmter Programme hoch bzw. runter setzen kann, sodass man auch während dem zocken im Hintergrund andere „Internetfresser“ wie Streams oder Downloads offen haben kann, selbst, wenn man nicht die beste Verbindung hat.

Optischer S/PDIF- Ausgang und 5 vergoldete Audiobuchsen mit „Audio Boost 3“ sorgen für unglaublichen 7.1 HD Sound. „Audio Boost 3“ funktioniert wie eine externe, isolierte Soundkarte und erzeugt damit einen sehr klaren, unverfälschten Sound. Dies wird noch einmal durch das von MSI mitgelieferte Programm „Nahimic“ unterstützt, dass einem viele Funktionen wie z.B. Stimmanpassung, Virtual Surround Sound, Lautstärkeausgleich und Bass Boost bietet.

Bewertung Schnittstellen:

Kurz gesagt: Alles was man braucht und haben möchte. Das einzige was ich vermisse sind Drahtlosverbindungen wie W-LAN und Bluetooth, da das Mainboard allerdings in der Mittelklasse liegt, erwarte ich dies auch nicht. Einige Schnittstellen werden vielleicht noch nicht allzu oft benutzt, allerdings ist das Mainboard mit den M.2 Schnittstellen, USB Typ C und 3.1 Gen2 sehr gut für die nächsten Jahre gerüstet. Einen äußerst hochwertigen Eindruck machen auch die Soundkarte und der LAN Anschluss. Man kann bei diesem Mainboard ohne wenn und aber auf eine andere Soundkarte verzichten!

Messfunktionen:

CPU Temperaturerfassung
Systemtemperaturerfassung (wird auf der linken Seite mittig gemessen)
Lüfter Geschwindigkeitserfassung und Drehzahlregelung (4 Pin Lüfter)
(Spannung per Multimeter an den Spannungsmesspunkten messbar)

Weitere praktische Funktionen des Mainboards:

Die „Ez Debug Led“ erlaubt einem eine einfache Fehlerdiagnose. Es leuchten die LED von CPU, RAM, Grafikkarte oder Bios auf, um das Problem anzuzeigen.
Außerdem besitzt das Mainboard eine kleine LED Anzeige, die den Startvorgang anzeigt. Sofern ein Fehler vorliegt gibt sie einen Code aus, den man mithilfe der Anleitung zur Fehlerdiagnose verwenden kann.
Nachdem der PC hochgefahren ist zeigt die Anzeige die CPU Temperatur an. Sehr praktisch, wenn man ein Seitenfenster hat und nur einen Blick in den PC werfen muss, um zu wissen wie heiß, oder hoffentlich auch nicht, der CPU ist.

Programme:

Alle nachfolgenden Programme sind auf der Treiber CD enthalten bzw. stehen bei MSI kostenlos zum Download zur Verfügung. Ich habe alle Programme selbst getestet (siehe Video).

MSI Command Center:
Im MSI Command Center kann man zum Beispiel:
Direkt in Windows übertakten;
Lüfterkurven ändern und Profile erstellen;
Sich die System-, sowie CPU Temperatur, anzeigen lassen;
Werte wie Spannung und Takt von CPU und RAM ändern;
Warnhinweise für maximal- und Minimalwerten von Spannung sowie Temperatur erstellen;
Spannung, Temperatur und Lüfterkurven zusammen aufnehmen und speichern;
Einen Remote Server erstellen und darüber den PC inklusive Übertaktungseinstellungen mit dem Handy steuern, sowie auf die „Gaming App“ zugreifen und dadurch auf die LED Einstellungen zugreifen.

Live Update:
Informiert einen über neue Updates von MSI Programmen und installiert diese, wenn gewünscht, automatisch. Man kann außerdem das BIOS über dieses Programm bequem updaten. Dies dauert ein paar Minuten länger als über M-Flash, ist aber wie schon gesagt, bequemer.

Fast Boot:
Sorgt dafür, dass der PC schneller hochfährt, sogar so schnell, dass man nicht mehr ins BIOS kommt. Dafür muss man das Programm wieder ausstellen oder auf „GO2BIOS“ Klicken.
Das Programm macht auf jeden Fall ein paar Sekunden aus, für alle die nicht gerne warten
(Bootzeit meines Setups mit SSD sind knapp 10 Sekunden).

MSI Gaming App:
Wie schon erwähnt kann man über die MSI Gaming APP die LED Streifen steuern - aber nicht nur das. Wenn man eine MSI Grafikkarte mit LED Beleuchtung besitzt, kann man diese auch über die Gaming App steuern, und, zum Beispiel, beides pulsieren, aufblitzen oder im Takt der Musik aufleuchten lassen. Dazu kommen die voreingestellten Profile „OC-Modus“, „Gaming Modus“ und „Leiser Modus“, welche sich auf CPU und/oder MSI Grafikkarte beziehen. Außerdem kann man Kontrast-, Gamma-, Helligkeits- und Farbeinstellungen vornehmen. Was mir am besten gefällt, ist das In-Game Overlay mit dem man sich alle interessanten Werte von FPS über Lüftergeschwindigkeit bis hin zur Temperatur anzeigen lassen kann, wenn man immer alles im Blick haben möchte.
Über die Gaming App kann man außerdem die Programme „Gaming Hotkey“ und „Mouse Master“ öffnen, mit denen man Makros sowie DPI der Maus festlegen kann und z.B. Hotkeys für das Mainboard erstellen, mit denen man nicht nur einfach Programme öffnen kann oder Tastenkombinationen ausführt, sondern den Prozessor mit einem Tastendruck übertaktet, auf die Profile der „Gaming App“ zugreift, oder ins BIOS geht, also auf Funktionen der einzelnen MSI Programme zugreift.

MSI Intel Extreme Tuning Utility:
Da dieses Programm sehr komplex ist werde ich nur einige Funktionen nennen.
Ihr habt die Möglichkeit den CPU zu übertakten, Benchmarks von RAM, CPU und Grafik zu erstellen, sowie Profile anzulegen und diese mit anderen im Internet zu vergleichen. Außerdem könnt Ihr diese Profile auch von anderen herunterladen, um aus eurem Setup das maximale an Leistung zu holen.

M-Cloud:
Ein Cloud Programm von MSI, das ich nicht weiter getestet habe.

RAM DISK:
„RAM DISK“ habe ich schon einmal in Bezug auf „Speed Enthusiasten“ genannt und genau so war es auch gemeint, da es einem erlaubt Daten, bzw. Programme auf dem Arbeitsspeicher zu platzieren. Dafür wird ein virtuelles Laufwerk angelegt und der Speicherplatz des Arbeitsspeichers genutzt. Dies führt zu extrem geringen Ladezeiten, allerdings steht einem der genutzte Arbeitsspeicher natürlich nicht mehr als RAM zur Verfügung. Da es ein flüchtiger Speicher ist, muss nach jedem Neustart das gewünschte Programm neu auf das RAM „Laufwerk“ geladen werden. Das ist aber nicht allzu tragisch, da man dies automatisieren kann. Ein sehr interessantes Programm, aber möchte man wirklich ein aktuelles Spiel darüber starten um Ladezeiten zu minimieren, benötigt man eine Menge an Arbeitsspeicher.

Dragon Eye:
„DragonEye“ bietet die Funktion Youtube oder Twitch Videos/ Streams als Overlay In-Game anzuzeigen. Dabei kann man die Position, Größe und Transparenz selbst bestimmen. Es werden Spiele wie zum Beispiel „League of Legends“ und „Counter Strike - Global Offensive“ unterstützt. Eine sehr praktische Idee von MSI, vor allem interessant für diejenigen, die keinen zweiten Bildschirm besitzen.

Nahimic:
Das unter „Schnittstellen“ erwähnte Programm „Nahimic“ bietet einige praktische Funktionen wie Stimmanpassung, Virtual Surround Sound, Lautstärkeausgleich, Bass Boost sowie die Möglichkeit, selbst alle Soundeinstellungen im Equalizer vorzunehmen. Dazu kommt eine Funktion namens „Sound Tracker“, welche Euch per Overlay In-Game anzeigt, von wo Sound kommt (zum Beispiel Schritte). Eine nette Funktion, aber ich persönlich bevorzuge ein Headset. Vielleicht findet man gefallen daran, wenn man mit Boxen spielt.

Super Charge:
„Super Charge“ ist ein Programm bzw. eine Funktion, womit USB-Geräte wie Handys oder Tablets über das Front Panel schneller aufgeladen werden, währenddessen kann man jedoch nicht auf sie zugreifen. Praktisch!

CPU-Z:
Das bekannte CPU-Z im MSI Design zeigt einem detaillierte Systeminformationen an. Praktisch wenn man z.B. den Takt von Grafikkarte, CPU oder RAM auslesen möchte.


Pro & Kontra:

Pro:
+Zukunftssicher durch M.2 SSD, U.2 und USB Typ C
+Viele USB Anschlüsse des Back- und Front Panels
+RAM bis 3600Mhz(OC) und XMP Unterstützung inklusive Abschirmung der Speicherkreisläufe
+Viel und sinnvolles Zubehör mit gutem Benutzerhandbuch
+Sehr hochwertige Verarbeitung
+PCI-E Slot Verstärkung und Backplates
+Unterstützt viele praktische Programme wie die „Gaming App“ und das „MSI Command Center“, sowie einige außergewöhnliche ( „RAM Disk“ / „Dragon Eye“)
+LED Anzeige zur Fehlerdiagnose
+Hochwertiger Onboard Sound
+LEDs über das Mainboard steuerbar
+Gute Kühlung dank großer passiver Kühler (und 5 x 4 Pin Lüfteranschlüsse)
+Einfach zu verwendendes BIOS mit vielen Funktionen wie Lüfterkurvensteuerung, „Game Boost“, M-Flash, OC-Profilen usw.

Neutral:
Ziemlich schwer
Außergewöhnliches Design
Schöne Verpackung
Für extreme Übertakter ist die Spannung am Spannungsmesspunkt per Multimeter messbar

Kontra:
-Multi GPU Setups sind nur mit Kompromiss eines Leistungsverlustes möglich
-Kein W-Lan oder Bluetooth
-Beleuchtung des Z170 Chipsatzes fällt etwas mickrig aus
-Die obere Blende kann, in kleineren Gehäusen, dem hinteren Lüfter in die Quere kommen.

Fazit:
Auf Grund der oben genannten Punkte kann ich eine klare Kaufempfehlung für alle aussprechen, die auf der Suche nach einem Mainboard mit Skylake Plattform sind und denen das außergewöhnliche Design genau so gefällt wie mir. Es bietet einem hochwertige Verarbeitung, zukunftssichere Anschlüsse, sowie außergewöhnliche und praktische Programme. Mir gefällt besonders die LED Anzeige, sowie das ausführliche aber dennoch einfach zu bedienende BIOS. Für Overclocking Einsteiger und erfahrene CPU-Burner ist es durch Funktionen wie „Game Boost“ und dem Experten-Modus des BIOS gleichermaßen interessant.
Allen, die ein Multi GPU Setup beabsichtigen, empfehle ich, sich vorher über den genauen Leistungsverlust zu informieren.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Bewertung des MSI MPOWER GAMING TITANIUM weiterhelfen. Wenn ja, würde ich mich sehr über Feedback freuen.
Gespeichert