Wir veröffentlichen neue Datenschutzrichtlinien um der europäischen DS-GVO, die ab dem 25.Mai 2018 in Kraft tritt, gerecht zu werden. Die neuen Datenschutzrichtlinien können Einfluss auf die Verwendung Ihrer Daten haben. Durch die weitere Nutzung unsere Webseiten stimmen Sie der Verwendung von Cookies, den neuen Datenschutzrichtlinien und den Geschäftsbedingungen zu.
Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
Erweiterte Suche  

Autor Thema: MSI B150M MORTAR - Review von aerotracks  (Gelesen 2470 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

aerotracks

  • Grünschnabel
  • *
  • :
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3
MSI B150M MORTAR - Review von aerotracks
« am: 13. April 2016, 20:15:33 »

MSI B150M MORTAR - Review von aerotracks



1. Einleitung

Das MSI B150M Mortar positioniert sich im Value Segment der Mainboards mit Sockel 1151 für Core i3/5/7 Prozessoren der 6. Generation. Es ist Bestandteil der Arsenal GAMING Modelle, die mit Namen wie Tomahawk, Bazooka, Grenade und Mortar eine Palette an Waffen aus dem Militärbereich abdecken.
Die Arsenal GAMING Mainboards von MSI sind im Bereich von 125€ bis 75€ angesiedelt und sollen preisbewusste Gamer ansprechen und decken mit Mortar, Bazooka und Grenade den mATX Formfaktor ab, mit dem Tomahawk gibt es daneben ein Board im ATX Format.
Man hat die Wahl zwischen Boards mit B150/B170 Chipsatz und dem teureren Kollegen mit Z170 Chipsatz und OC Fähigkeit.


2. Überblick über Boardlayout und Lieferumfang

Das MSI B150M Mortar kommt in einer militärgrünen Box, die gemäß Boardnamen mit einem Bild eines Mörsers bedruckt ist. Im Lieferumfang befinden sich Handbuch und Quick Install Guide, Treiber-CD, Slotblende und zwei SATA Kabel.



Das MSI B150M Mortar ist einheitlich in schwarz gehalten, schwarzes PCB und schwarze VRM- und Chipsatz-Kühler ermöglichen ein gutes Zusammenspiel mit jeder beliebigen Farbe im System.
Die VRM-Kühler sind im Vergleich zu OC Boards eher klein dimensioniert. Da der B150 Chipsatz kein Overclocking zulässt, ist dies jedoch kein Problem - mehr als handwarm konnte ich die Spannungswandler im Test nicht beobachten. Für die Stromversorgung sind 1x 24pin ATX und 1x 8pin ATX Anschlüsse zuständig.



Das Board besitzt 4 DIMM Slots für maximal 64GB Arbeitsspeicher, die mit bis zu DDR4-2133 (1066MHz) betrieben werden können.



Die zwei PCI Express x16 Slots können für die Erweiterung mit Grafikkarten genutzt werden, wovon der obere silbere Slot mit den vollen 16 Lanes angebunden ist, und der untere mit 4 Lanes. CrossFire ist in dieser Kombination zwar möglich und wurde von mir getestet, ist wegen der ungleichen Aufteilung der PCI Express Lanes nicht empfehlenswert. Wer sich für ein Board dieser Preisklasse entscheidet, sollte von den Zusatzkosten (und Zusatzproblemen) einer Multi-GPU Konfiguration Abstand nehmen. Weiterhin sind 2 PCI Express x1 Slots und ein Slot für ein M2 Wifi Modul vorhanden.

Am unteren Ende des PCB befinden sich ein Anschluss für Front Panel Audio, ein Lüfteranschluss, jeweils ein interner USB Anschluss mit Standard 2.0 und 3.0, sowie die Anschlüsse für das Front Panel des Gehäuses.



Die Gaming LAN Lösung besteht aus einem RTL8111H Gigabit Lan Controller, Audio Boost wird in 7.1 mit dem  Realtek ALC892 Codec ausgegeben.

Es können 6 SATA Geräte über die vom B150 Chipsatz bereitgestellten SATA 6Gb/s Ports intern angeschlossen werden, zusätzlich ist ein SATA-E Port vorhanden.

Das IO Panel ist mit gleich 3 Anschlüssen für die IGP bestückt, Monitore können entweder via VGA, DVI oder HDMI angeschlossen werden. Das B150M Mortar ist mit PS/2 Slot für Maus und Tastatur vorhanden, 2 USB 2.0 Ports und 4x USB 3.0 bestückt. Dazu kommen noch ein CMOS Clear Button, ein Gigabit LAN Anschluss und das Terminal der 7.1 Audiolösung.




3. Spezifikationen

CPU
• Supports 6th Gen Intel® Core™ i3/i5/i7 processors, and Intel® Pentium® and Celeron® processors for Socket LGA1151
Chipset
• Intel® B150 Chipset
Main Memory
• 4 x DDR4 memory slots, support up to 64GB
- Supports DDR4 2133 MHz
• Dual channel memory architecture
• Supports ECC, un-buffered memory
- ECC UDIMM memory (non-ECC mode)
• Supports Intel® Extreme Memory Profile (XMP)
* DDR4 2133 MHz and higher memory modules will only run at maximum of DDR4 2133 MHz on XMP mode due to Intel® chipset limitation
Slots
• 2 x PCIe 3.0 x16 slots (support x16/x4)*
• 2 x PCIe 3.0 x1 slots
• 1 x M.2 Wi-Fi module slot
* The PCI_E4 slot will only run PCIe 3.0 x2 speed when the PCI_E3 slot is installed a device.
Onboard Graphics
• 1 x HDMI™ ports, support a maximum resolution of 4096x2160@24Hz, 2560x1600@60Hz
• 1 x VGA port, supports a maximum resolution of 2048x1536@50Hz, 2048x1280@60Hz, 1920x1200@60Hz
• 1 x DVI-D port, supports a maximum resolution of 1920x1200 @60Hz
Multi-GPU
• Supports 2-Way AMD® CrossFire™ Technology
On-Board SATA
• Intel® B150 Chipset
• 6 x SATA 6Gb/s ports
• 1 x SATAe port*
USB
• Intel® B150 Chipset
- 6 x USB 3.1 Gen1 (SuperSpeed USB) ports (4 ports on the back panel,2 ports available through the internal USB connectors)
- 4 x USB 2.0 (High-speed USB) ports (2 ports on the back panel, 2 ports available through the internal USB connectors)
 Audio
• Realtek® ALC892 Codec
• 7.1-Channel High Definition Audio
• Supports S/PDIF output
 LAN
• 1 x Realtek RTL8111H Gigabit LAN controller
 Back Panel I/O Ports
- 1 x PS/2 keyboard/ mouse combo port
- 2 x USB 2.0 ports
- 4 x USB 3.1 Gen1 ports
- 1 x VGA port
- 1 x HDMI™ port
- 1 x DVI-D port
- 1 x LAN (RJ45) port
- 1 x Clear CMOS button
- 1 x Optical S/PDIF OUT connector
- 5 x OFC audio jacks
 Internal I/O Connectors
- 1 x 24-pin ATX main power connector
- 1 x 8-pin ATX 12V power connector
- 6 x SATA 6Gb/s connectors
- 1 x USB 3.1 Gen1 connectors (support additional 2 USB3.1 Gen1 ports)
- 1x USB 2.0 connector (supports additional 2 USB 2.0 ports)
- 1 x 4-pin CPU fan connector
- 2 x 4-pin system fan connectors
- 1 x Clear CMOS jumper
- 1 x Front panel audio connector
- 2 x Front panel connectors
- 1 x TPM module connector
- 1 x Chassis Intrusion connector
- 1 x Serial port connector
 Dimension
• 9.6 in. x 9.6 in. (24.4 cm x 24.4 cm) M-ATX Form Factor


4. Board-Features

Military Class 4 Components: Dark Choke, spezielles Design für niedrigere Betriebstemperatur mit höherer Kapazität und betterer Wirkungsgrad und Stabilität.
Solid Cap: Aluminiumkern und japanische Fertigungstechnik sorgen für  bessere Leistung und eine Betriebsdauer von über 10 Jahren.
MSI Steel Armor: Verstärkte PCIe Express Slots mit robusteren Lötverbindungen vermeiden Transportschäden mit schweren Grafikkarten.
Ambient Light: LEDs auf der Platinen-Rückseite sorgen für eine rote Hintergrundbeleuchtung.


5. BIOS und Software Features

CLICK BIOS 5

Das BIOS wurde von den vorhergehenden Plattformen weiter verbessert und bietet einen neuen Easy Mode mit einer Übersicht über Takt, Spannungen, Bootreihenfolge und Aktivierung von Fast Boot, XMP und Sound/LAN sowie Zugriff auf die Lüftersteuerung.



Im Advanced Modus fühlt man sich schnell heimisch: Der Aufbau ist gleich geblieben, eine neue Schriftart ermöglicht bessere Lesbarkeit. Neu ist die "Favoriten"-Funktion, mit der man sich besonders häufig benutzte Einstellungen aus verschiedenen Untermenüs auf eine Seite legen kann.

 

Mit M-Flash kann man aus dem BIOS heraus auf eine neue Version updaten. Mit dem intergrierten Dateibrowser wählt man die Bios-Datei von einem USB Stick oder Festplatte aus und startet den Flashvorgang. Nach einem Reboot ist die neue Firmware installiert.

 

Der Board Explorer zeigt die Belegung von RAM Slots, SATA Ports, und Anschlüssen am Backpanel.
Im Hardware Monitor können Temperaturen und Spannungen ausgelesen werden sowie Drehzahlkurven der CPU- und Systemlüfter überwacht und eingestellt werden.
Ebenfalls vorhanden sind die OC Profile mit 6 Speichermöglichkeiten auf dem Board sowie der Option, Profile auf USB abzulegen und zu laden.

 


MSI CPU-Z

MSI bietet seit einiger Zeit einen CPU-Z Skin im MSI Gaming Stil an. Auf schwarzem Hintergrund sieht man einen grauen Drachen. In der ersten Version war die Lesbarkeit von grauem Drachen im Hintergrund auf graue Schrift im Vordergrund nur begrenzt gegeben, was mit Version 1.74 mit Änderung auf weiße Schriftfarbe behoben wurde. Leider ist die Version 1.75 wieder ein Rückschritt, die gut lesbare weiße Schrift wurde wieder durch grau ersetzt. Schade!




COMMAND CENTER + RAMDISK

Die Software Suite von MSI, das Command Center, ist im MSI Gaming Theme gehalten und bietet Zugriff auf Lüftersteuerung, CPU- und RAM Spannungen, sowie Speichertimings und überwacht die verschiedenen Betriebsparameter.



Mit der RAM Disk lässt sich ein temporäres Laufwerk im Arbeitsspeicher erstellen, um so auf dort abgelegte Daten besonders schnell zugreifen zu können. Da nach Wegfall der Stromzufuhr die im Arbeitsspeicher abgelegten Daten verloren gehen, bietet das Programm die Option, bei Herunterfahren des Rechners ein Image der Ramdisk auf der Festplatte abzulegen.



COMMAND CENTER LITE

Command Center Lite ist eine ressourcenschonende und Alternative zum Command Center, die sogar ohne Installation auskommt. In einem schlanken Interface können die verschiedenen Spannungen direkt eingegeben werden, Zusatzfunktionen sind jedoch nicht vorhanden.




6. Testsystem und Zusammenbau

Das Testsystem besteht auf folgenden Komponenten:
CPU: Intel Core i7 6700k
Mainboard: MSI B150M Mortar
Arbeitsspeicher: Kingston HyperX Fury 2666C15
Kühlung: Corsair Hydro Series H110i GT
Netzteil: Seasonic Platinum Series 1200W




7. Performance

Der Einsatz des B150 Chipsatz bedeutet Betrieb nach Intel Spezifikation. Der Ramtakt beträgt maximal 1066Mhz/DDR4-2133, und kein Multi Core Enhancement (Turbo auf allen Kernen), wie es bei Z-Boards oft standardmäßig eingestellt ist. Weder Bustakt noch CPU Spannung sind einstellbar im BIOS.
Der BCLK wird in CPU-Z angezeigt als 99.75MHz statt 100.0MHz. Bei 40x99.75 landet man bei 3990Mhz statt 4000Mhz. Dies könnte entweder ein Auslesefehler sein, oder es liegen tatsächlich weniger als 100.0MHz an. In den Ergebnissen liegt das B150M Mortar leicht hinter dem Z170A Gaming M5. Wegen der zunehmenden Integration aller leistungsrelevanten Komponenten (Northbridge, IMC, etc.) in die CPU könnten die fehlenden 10MHz Kerntakt eine Erklärung für das minimal schlechtere Abschneiden in Benchmarks sein.

Zunächst ein Blick auf die Boot Performance in Windows 10 x64:
Boot (Fast Boot): 12sec
Boot (Optimized Defaults): 23sec

Ergebnisse Benchmarkparcours MSI B150M Mortar im Vergleich zum MSI Z170I Gaming Pro AC:





CineBench R15/R11.5, Hwbot Prime: Mehr ist besser
GPUPI, wPrime 32M/1024M, HyperPI 32M: Weniger ist besser

Screenshots der Ergebnisse MSI B150M Mortar:


Screenshots der Ergebnisse MSI Z170I Gaming Pro AC:



8. Leistungsaufnahme

Die Verbrauchswerte der MSI Z170 Boards können sich sehen lassen, im Idle konnten weniger als 15W an der Steckdose gemessen werden, unter im Alltag unrealistischer Volllast in prime95 small FFTs liegt der Verbrauch mit dem Core i7 6700k bei etwas über 100W.


Win 10 x64, C-States enabled

Der Graph zeigt nicht alles, denn trotz annähernd gleicher Verbrauchswerte gibt es Unterschiede unter Last. Der Takt unter Vollast beim B150M Mortar beträgt gemäß Intel Spezifikation 4GHz, das MSI Z170A Gaming M5 kann dank Z170 Chipsatz und Multi Core Enhancement 4.2GHz unter Volllast anlegen. Da das MSI Z170A Gaming M5 unter Last weniger VCore anlegt, zieht der höhere Takt nicht mehr Strom aus der Dose.

Die Messwerte im Detail:

MSI B150M Mortar
Idle: 13.8W
Last: 104.3W (28.7 AVX 18k 3990 1.328V)

MSI Z170A Gaming M5
Idle: 14.0W
Last:  104.0W (28.7 AVX 18k 4208 MHz 1.296V)


9. Fazit

Das Einsatzgebiet des MSI B150M Mortar liegt bei günstigen Gaming PCs und Office PCs. Dort ist der B150M Chipsatz ohne OC Fähigkeit keine Einschränkung. Durch die schwarz-silberne Farbgebung wirkt das MSI B150M Mortar sehr wertig. Man bekommt ein Board, das günstig ist, aber trotzdem edel wirkt.
Ich persönlich habe mir das B150M Mortar gekauft, um einem alten Office PC mit der Frischzellenkur auf die Skylake Plattform wieder auf die Sprünge zu helfen. Statt dem i7 6700k, der im Test zur besseren Vergleichbarkeit der Ergebnisse eingesetzt wurde, wird ein Pentium G4500 mit 2x3.5GHz in den Dauerbetrieb gehen in Tandem mit 2x4GB Kingston Fury DDR4. Kosten des Umstiegs auf die neue Plattform: Unter 200 Euro.
Was der Wechsel bringt: Dramatischer Leistungsgewinn bei gleichzeitig dramatischem Stromsparen. Bisher mit einem Athlon X2 64 mit 3GHz und 2GB DDR2 Speicher lag der Idle Verbrauch bei ca. 90 Watt, mit dem Wechsel auf das MSI B150M Mortar liegt dieser Wert nun unter 15W!
Selbst wenn der in die Jahre gekommene Rechner noch als schnell genug empfunden wird, macht ein Upgrade auf die Skylake Plattform durchaus Sinn.
Gespeichert