Review: MSI Z170A Gaming M5 - HWLuxx Foren-Aktion
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Autor Thema: Review: MSI Z170A Gaming M5 - HWLuxx Foren-Aktion  (Gelesen 2145 mal)

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siedenburg

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Review: MSI Z170A Gaming M5 - HWLuxx Foren-Aktion
« am: 23. März 2016, 21:57:51 »

Produktbewertung MSI Z170A Gaming M5

Ich greife mit dieser Bewertung meine Bewertung des Mainboards von vor ungefähr 6 Monaten zurück und ergänze einige Dinge, die ich in der Zwischenzeit rausgefunden habe. Ein Großteil wird ähnlich aufgebaut und formuliert sein. Teilweise wurde der Text neu bearbeitet, in einigen Fällen habe ich aber auch nur kleine Anmerkungen hinterlassen.
Wenn Fragen zum Produkt bestehen beantworte ich sie gerne.



Inhalt der Bewertung

  • Verpackung
  • Das Mainboard
  • Die Inbetriebnahme
  • Die Soundkarte
  • BIOS Update
  • Performance
  • Zusammenfassung
  • Pro und Contra
  • Fazit


Verpackung
Neben dem Mainboard und den Standard Sachen (4x SATA, Treiber CD, etc.) findet man auch einen gut verarbeiteten Aufkleber aus Metall und Sticker um sich die Kabel zu beschriften. Zudem ist der Karton solide und gut verarbeitet, so dass man ihn sich auch in das Regal stellen kann. Mehr gibt es zu einer Verpackung eigentlich schon nicht mehr zu sagen.


Das Mainboard
Was soll man viel zu dem Mainboard sagen? Es passen 4 DDR4 Riegel rein, es hat KEINE PCI Anschlüsse, nur PCIe (wodurch ich leider auf meine ASUS Xonar DG verzichten muss), es gibt 2 M.2 Anschlüsse die, wenn man das Geld hat, auch im RAID laufen können und es besitzt sonst alles was man braucht. Die Komponenten auf dem PCB sind sehr sauber verarbeitet, so dass sie auf dem Mainboard nicht wirklich auffallen, was insbesondere bei einem Gehäuse mit Sichtfenster nicht schlecht ist. Dadurch wirkt das Mainboard sauber und aufgeräumt.
Auch die I/O-Blende war etwas anders verarbeitet im Vergleich zu anderen. Die Blende hat nämlich noch eine kleine Schaumstoff Schicht drauf, wofür genau sie ist weiß ich jedoch nicht (evtl. Geräuschdämmung).


Die Verpackung plus einigen Extras.


Frisch ausgepackt.


Die Inbetriebnahme
Mit dem Einbau des Mainboards ging auch eine sehr gründliche Reinigung des Gehäuses etc. mit ein, was sich auch gelohnt hat. Das Zusammenbauen verlief auch reibungslos (ist ja schließlich nicht mein erstes Mal), als ich dann jedoch den PC starten wollte (Komponenten sind: Intel i7-6700K, 16GB HyperX Ram, ASUS GTX 960, 1x Samsung 840 EVO und 2 WD Caviar Black und eine Intel 750 Series NVMe SSD über M.2 zu U.2 Adapter) kam es zu dem Problem, dass mir kein Bild angezeigt wurde. Da sitzt der Schock natürlich erstmal tief und die Pumpe läuft schneller, schließlich hat man viel Geld ausgegeben und sich auf den neuen PC gefreut.
Problemlösung
Das Problem mit dem nicht anzeigen des Bildes konnte ich jedoch zum Glück durch ein analysieren der Fehlerquellen beheben. Zuerst habe ich einen Start ohne Grafikkarte über die interne Grafikkarte probiert. Dies führte jedoch nicht zum Erfolg. (Die Post LEDs haben übrigens immer im Status gewechselt weshalb ein Ablesen des Fehlers nicht möglich war). Anschließend habe ich das Board mit nur einem Ram Riegel in einem anderen Slot getestet. Daraufhin lief es und ich konnte ein BIOS Update einspielen. Nach dem Update habe ich auch den 2. Riegel eingesetzt (In Slot 1 und 3) und das Board lief auch mit den 2x8GB Riegel und dem eingestellten XMP Profil wieder.
Nachdem das Problem behoben wurde habe ich erstmal Windows (über USB 3.0) installiert. Dies ging auch sehr zügig im Vergleich zu meinem alten System, da Windows 10 und das Mainboard die Installation über USB 3.0 unterstützen war die Grundinstallation (Windows 10 install Wizard) nach ca. 7min abgeschlossen. Nachdem ich Windows installiert hatte gab es jedoch das nächste Problem als ich anfangen wollte die Leistung des Prozessors zu messen. Ich hatte dauerhaft nur 0.76GHz, egal was ich gemacht habe.
Die Lösung hierfür war aber sehr simpel. Auf dem Mainboard befindet sich an der unteren Kante neben den Lüfter Header ein Schalter (siehe Bild), mit dem man das Board in den Slow Modus versetzten kann. Dies ist für Übertakter interessant, da man so den PC wieder starten kann wenn die CPU aufgrund von Falschen Einstellungen das starten verweigert. Bei einem normalen Gebraucht führt es aber zu einer ungewollt niedrigen Leistung.
Nachdem alles lief hatte ich jedoch erneut ein Problem. Dieses war, dass ich regelmäßig kleine Internetaussetzer hatte (Bei spielen und auch auf einem Teamspeak Server nicht angenehm). Dies konnte ich dadurch beheben, dass ich statt des Software Paketes von Killer (Killer Netzwerkkarte) nur die .inf Datei geladen habe. Danach trat das Problem nicht mehr auf*.
*Mittlerweile läuft es auch mit dem Killer Softwarepaket wieder reibungslos, wobei ich auch nochmal anmerke, dass der Treiber der Netzwerkkarte KEIN Bestandteil der Windows Treiber ist.


Der Slow Schalter.


Verbogener USB 3.0 Header, an dem ich selber schuld bin. Konnte aber mit einer Pinzette in Ordnung gebracht werden.


Die Soundkarte
Bei der Inbetriebnahme der Soundkarte musste ich erst einmal feststellen, dass die Audio Ein- und Ausgänge nur unzureichend beschriftet sind, weshalb ich auf das nicht gut überschaubare Handbuch und „try and error“ zurückgreifen musste.
Als dann alles lief und unter Windows auch die Treiber, sowie auch die Nahimic Software installiert wurden* kam erstmal eine Enttäuschung auf. Ich besitze ein Roccat Kave 5.1 XTD analog, welches über einen 5.1 Sound verfügt. Als ich aber das erste Mal einen Film zum Testen abgespielt habe, habe ich immer ein leichtes Echo gehört. Dies konnte ich aber zum Glück durch das Ausschalten von „Virtual Sound“ in der Nahimic Software deaktivieren.
*seit einiger Zeit führt die Nahimic Software zu Problemen mit Teamspeak, weshalb ich komplett darauf verzichte.
Die Soundqualität an sich ist erstaunlich gut für eine OnBoard Karte. Ich bekomme auf jeden Fall bessere Höhen und Tiefen mit der OnBoard Soundkarte als es mit meiner kleinen Xonar DG möglich war. Jedoch hat das Ganze auch einige Nachteile. So fehlen u.a. erweitere Einstellmöglichkeiten. Auch kommt es bei höherer CPU Auslastung (habe ich bei einem Durchlauf von 3DMark gemerkt) zu einem kleinen Summen auf den Kopfhörern. Zum Schluss gibt es zu der OnBoard Soundkarte noch zu sagen das der Mikrofoneingang nicht das wahre ist. Da ich mir jedoch nicht selbst bei reden zuhöre muss ich hierbei auf das Gesagte von anderen vertrauen. Es wurde mir gesagt, dass erstens ein starkes rauschen anliegt, welches man auch mit der Software nicht wirklich ausbessern kann, da man sich sonst anhört als hätte man einen Packet Loss von >20% und zweitens bin ich jetzt nicht mehr ganz so klar zu verstehen. Es wurde als eher abgedämpft beschrieben.


Die für mich ungenügend beschrifteten Audio Ein- und Ausgänge.


Das BIOS Update
Da ich noch vor dem ersten richtigen Start ein BIOS update ausgeführt habe um meine weiter oben genannten Probleme zu lösen, wollte ich noch kurz darauf eingehen.
Das Update des BIOS ist ganz einfach. Beim Booten drückt man F11 um ins BIOS zu gelangen, um daraufhin unter Utilities (oder bei der Expertenansicht einfach unten links) „M-Flash“ auszuwählen. Anschließend hat man einen File Explorer, der neben den internen Festplatten auch externe Festplatten und USB Sticks einliest, was sehr vom Vorteil ist, wenn man den PC noch nicht in Nutzung hatte. In dem Explorer wählt man dann die BIOS Daten aus. Danach bestätigt man den Flashvorgang und einige Minuten und Neustarts später ist das BIOS dann aktualisiert.


Die Performance
Dies ist auch ein Punkt der mich bei dem Umstieg auf das neue System interessiert hat. Ich habe vorher ein AMD Phenom II X4 965 mit einem ca. 4 Jahre alten Gigabyte GA-970A-UD3 besessen und wollte wissen ob ich über die neue Hardware bessere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten auf a. der SSD*, b. einem USB 3.0 Stick (SanDisk Extreme) und c. einer 2 TB WD Caviar Black besitzt, zudem habe ich mir auch die Bootzeit unter Windows 10 genauer angesehen.
*ich habe auch die später nachgerüstete Intel 750 NVMe SSD mit aufgeführt
Hier sind die Ergebnisse als Bilder durch CrystalDisk Mark vorgestellt, Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte.


SSD - altes Mainboard  /  SSD - neues Mainboard  /  M.2 Intel 750 SSD


HDD - altes Mainboard  /  HDD - neues Mainboard


USB 3.0 - altes Mainbaord  /  USB 3.0 - neues Mainboard

Um noch kurz auf die Bootzeit einzugehen, auf dem alten System (ohne UEFI etc.) benötigte ein Start ca. 15-20 Sekunden, auf dem neuen System mit derselben SSD, UEFI und Fast Boot waren es dann nur noch 10 Sekunden. Mit der NVMe SSD hat sich die Zeit dann nochmal halbiert und das Booten dauert nur noch 5 Sekunden. Jetzt kann ich leider nicht nebenbei noch eben die Post lesen.
Anmerkung: Auch meine Grafikkarte schafft einige FPS (ca. 5-10%) mehr, da sie nicht mehr durch die alte CPU ausgebremst wird.


Zusammenfassung
Das Mainboard ist gut verarbeitet, das Handbuch gibt aber nicht auf jedes Problem direkt eine Lösung. Die Metallummantelung an dem PCIe Anschluss der Grafikkarte sorgt dafür das die Grafikkarte nicht sonderlich stark durchhängt und das Mainboard leuchtet im aktiven zustand rot (nicht nur bei der Soundkartenabtrennung, sondern auch auf der rechten Seite).
Das UEFI Bios ist übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen, zudem hat man auch noch extra Einstellungen, wie z.B. das deaktiviert der Mainboard Beleuchtung.


Pro und Contra
Pro:
+gute Verarbeitung
+stimmiges Design
+übersichtliches Menü
+läuft auch nach über 6 Monaten Dauernutzung wie am 1. Tag
Contra:
-unübersichtliches Handbuch
-kleinere Fehler bei der Inbetriebnahme (sollten behoben sein)


Fazit
Die Probleme sind eher zu vernachlässigen, wenn man Erfahrung in der Fehlerbehebung hat und nicht grade ein Montagsprodukt erwischt, weshalb ich das Mainboard auch weiterempfehlen würde. Zudem bietet das Mainboard durch sein stimmiges äußeres, der guten Verarbeitung und ordentlich Leistung auch einen guten Kaufgrund.


Das Endergebnis (ohne Intel SSD, da das Bild schon älter ist), dem Drachen geht es gut und er muss nicht im PC leben.
Gespeichert