Interview mit den CS:GO Profis CHEF-KOCH und strux1
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Autor Thema: Interview mit den CS:GO Profis CHEF-KOCH und strux1  (Gelesen 1948 mal)

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Interview mit den CS:GO Profis CHEF-KOCH und strux1
« am: 22. März 2016, 09:23:55 »

Beim MSI Gamers Day hatten wir die Möglichkeit mit den CS:GO Profis strux1 und CHEF-KOCH zu sprechen.

Hi Jungs!
Stellt Euch bitte kurz vor und verratet uns, wie lange Ihr schon CS zockt.
strux1: Mein Name ist Hendrik Goetzendorff, auch bekannt als „strux1“, ich spiele CS seit ungefähr 11 Jahren und bin zurzeit amtierender deutscher Meister mit dem Team PENTA.
CHEF-KOCH: Ich bin David Nagel, bin 34, spiele CS seit 17 Jahren und spiele für das Team Lioncast.



Wieso CS:GO und nicht Source / 1.6? Und war das eine Folge-Entscheidung oder seid Ihr direkt mit GO eingestiegen?
 
strux1: Das war eine Folge-Entscheidung bei mir. Ich habe vorher CS Source gespielt, 1.6 jedoch nicht. Ich bin dann vom Profi-Dasein in CS Source direkt zu CS:GO gekommen.
CHEF-KOCH: Ich spiele CS eigentlich schon, seit es das gibt. Ich habe schon vor 1.0 die Beta gespielt. Daher war das auch bei mir eine Folge, weil das Spiel so Spaß macht.
 
Wie kamt Ihr dazu CS:GO zu spielen? - Hattet bzw. habt Ihr ein Vorbild / Idol?
 
strux1: Ich bin von Null auf Hundert direkt zum Profi geworden in CS:GO. Aber in der Zeit von CS Source hatte man natürlich Vorbilder, wie z.B. GuardiaN oder RattlesnK, der in Source bekannt war. Zu denen hat man immer aufgeschaut. Man wollte sich immer weiter verbessern, um auf deren Niveau zu kommen.
 
CHEF-KOCH: Als ich damals angefangen habe, gab es eigentlich keine populären Spieler oder ähnliches. Das spielte sich eher auf LAN Parties ab. Das Internet war ja gerade erst im Kommen. Daher gab es zu der Zeit eigentlich noch keine Vorbilder. Wir haben ja nur unter Freunden gespielt.


 
Habt Ihr Spaß an CSGO oder ist es nur Arbeit?
 
strux1: Es macht auf jeden Fall immer noch Spaß!
 
CHEF-KOCH: Ich würde es auch nicht machen, wenn es keinen Spaß machen würde.
 
Habt Ihr eine Lieblingsmap und eine dortige Lieblingsposition?
 
strux1: Vor der Regeländerung war das auf jeden Fall Nuke. Auf allen Maps bin ich aber eher so der Schieber, der supportet und eigentlich überall ist.
 
CHEF-KOCH: Ich habe weder eine Lieblingsmap noch eine Lieblingsposi. Ich spiele überall gerne, Hauptsache ich spiele.

Spielt Ihr kabelgebunden oder schnurlos?
 
strux1: Auf jeden Fall kabelgebunden.
 
CHEF-KOCH: Ich auch.
 
InEar oder OnEar Audio?
 
strux1: Zu Hause OnEar, weil das einfach bequemer ist. Und auf LANs aufgrund der Außengeräusche immer InEar.
 
CHEF-KOCH: Ich nutze nur OnEar - Equip.
 
Ein paar Tipps für Non-Pros, die langsam Richtung Pro gehen?
 
strux1: Ich glaube, das Level ist aktuell noch so niedrig, dass jeder, der wirklich Pro werden möchte, auch einer werden kann. Wer hart genug dafür arbeitet und auch den Willen hat, der wird es auch.
Man muss in erster Linie kompetitiv spielen und viel Theorie dranhängen: Demos schauen, viele Matches von besseren Spielern verfolgen, um möglichst schnell hochzukommen.
 
CHEF-KOCH: Viel mit Freunden spielen und immer mit den gleichen Teams spielen. Dann bekommt man auch ein besseres Spielgefühl. Wichtig ist, dass man den Spaß in den Vordergrund stellt und wenn es mal wirklich nach oben geht, muss man einfach dranbleiben. Man muss immer weiter versuchen sich Stück für Stück zu verbessern. Der Spaß muss aber immer dabei sein, auf Biegen und Brechen schafft man es bestimmt nicht.
 
 
Zukunft? Wie lange seid Ihr noch Pro und was macht man nach dem Pro-Dasein?
 
strux1: Ich habe ja nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft im Dezember aufgehört zu spielen und bin sozusagen nur noch schwebend im Geschäft.
 
Rentner?
strux1: [lacht] Rentner bin ich noch keiner, so alt bin ich ja noch nicht. Ich mache im Moment meinen Master fertig und muss dann mal schauen ob es sich noch lohnt zu spielen. Für mich ist es wichtig auf allerhöchstem Niveau zu spielen. Also nicht Top 1 in Deutschland. Ich habe auch Ambitionen auf die Top 10 in Europa. Wenn sich so eine Chance nicht bietet, werde ich auch nicht mehr spielen.
 
CHEF-KOCH: Ich arbeite nebenher ja als IT’ler. Bei mir läuft das daher immer zweigleisig. Das ist natürlich auch ziemlich anstrengend. In CS:GO habe ich dieses Jahr erst so richtig durchgestartet. Von daher denke ich mal ein, zwei Jahre. Es kommt halt immer darauf an, wie es läuft und wie viel Spaß man dabei hat. Wenn der Erfolg mal ausbleibt, muss man sich natürlich auch selbst hinterfragen.
[Überlegt kurz] Oder wenn die Freundin schwanger wird.
 
strux1: [lacht] Das ist bei Dir ja immer wieder ein Thema!
 
CHEF-KOCH: [grinst] … seit 10 Jahren.

Definiert „Sport“!

strux1: Ich denke, dass sich Sport über den Wettkampfgedanken und nicht unbedingt über körperliche Bewegung definiert. Man sitzt beim CS Spielen zwar einfach nur da, aber der Puls geht wahrscheinlich auch mal auf 180. Man ist angespannt, man schwitzt auf großen Turnieren und ist völlig fertig danach. Ich glaube, es ist einfach die Competition, die Sport ausmacht.
 
CHEF-KOCH: Ich sehe das auch so. Wettkampf ist Sport. Wenn man sich nach dem Spiel die Hände schüttelt und Leute für eine Sportart begeistern kann oder für eine gewisse Art Leistung. Und wenn die Fans einen anfeuern und einem zujubeln und man mit ihnen zusammen sein kann, gehört das auch alles zum Sport dazu. Daher ist eSports natürlich auch ein ganz großer Sport.

 

Welche Fähigkeiten braucht man, um im eSport erfolgreich zu sein?
 
strux1: Man braucht Disziplin. Das ist ganz wichtig. Und man braucht diesen unglaublichen Willen, gewinnen zu wollen und dafür alles zu geben.
 
CHEF-KOCH: So sehe ich das auch. Disziplin kommt auf jeden Fall an erster Stelle. Wenn man nur mit halber Kraft dabei ist, gewinnt man leider nicht.
 
Gibt es verschiedene Spielertypen?
 
strux1: Es gibt auf jeden Fall verschiedene Rollen. Aber im Amateurbereich ist das Ganze noch nicht so definiert wie im Profi-Bereich. Deswegen ist es da relativ locker. Jeder sollte schauen, was zu ihm passt und einfach das spielen, was einem Spaß macht.
 
CHEF-KOCH: Ich glaube, das ist einfach eine Charakter-Sache. Je nach Charakter entwickelt sich auch die Rolle auf dem Spielfeld. Man muss in sich selbst hineinhören und herausfinden, was man gut und nicht so gut kann. Dann kann man sich für eine Rolle entscheiden. Man kann sich allerdings auch eine Rolle antrainieren. Das wäre wieder eine Frage des Trainings.

Wie viel trainiert Ihr durchschnittlich in der Woche?
 
CHEF-KOCH: Bei uns werden es auf jeden Fall schon 20, 30 Stunden sein. So viel trainieren wir im Team. Hinzu kommt, was jeder noch für sich selbst tut. Bei den richtigen Events kann es natürlich auch schon mal ausarten, dass man 60, 70 Stunden in der Woche trainiert, wenn man jeden Tag 10 Stunden investiert. Das hängt aber vom Event ab. Wenn man eines unbedingt gewinnen will, gibt man auch mehr.
 
strux1: Im Team würde ich sagen, sind es normalerweise 25 Stunden. Aber mit individueller Arbeit und wenn noch ein Event ansteht, können das auch mal 70, 80 Stunden werden.
 
Inwieweit versucht Ihr „analogen“ Sport und gesunde Ernährung in Eure Tagesabläufe einzubauen? Und Glaubt Ihr, dass das die Konzentrationsfähigkeit und damit Eure Reaktion beeinflusst?
 
CHEF-KOCH: Ich merke das bei mir extrem. Wenn man älter wird, muss man auch fitter sein. Wenn Du selbst fit bist, bist Du auch fit auf dem Server. Meiner Meinung nach kannst Du keine Top-Leistungen bringen, wenn Du selbst nicht topfit bist. Mir fällt es zumindest schwer. Ich weiß, dass ich mich besser ernähren muss und muss auch ordentlich Sport machen, damit ich meine Leistung auf dem Server bringen kann. Das mag bei anderen Leuten anders sein. Bei mir ist das aber der Fall.
 
strux1: Bei mir ist das das nicht so wirklich relevant. Ich mache es aber trotzdem, weil man eine vernünftige Ernährung und Sport einfach als Ausgleich zu den Events an den Wochenenden braucht. Dort kann man das nämlich definitiv nicht machen. Und wenn man unter der Woche schon nur Mist in sich reinstopft und keinen Sport macht, findet das kein Ende.

 

Hand auf’s Herz: Wie viel Kohle habt Ihr für Skins ausgegeben?

strux1: Null. Nie.
 
CHEF-KOCH: Ich habe auch noch nie Skins gekauft.
 

Vielen Dank für das Interview und danke, dass Ihr beim MSI Gamers Day dabei wart!
« Letzte Änderung: 22. März 2016, 10:04:26 von der Notnagel »
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