[Review] MSI X99A Gaming 9 ACK: Das Gaming-Board für Sockel 2011-3
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Autor Thema: [Review] MSI X99A Gaming 9 ACK: Das Gaming-Board für Sockel 2011-3  (Gelesen 3078 mal)

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wiesel201

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Kürzlich stand wieder der freundliche DHL-Bote vor meiner Tür. Beim Öffnen des Paketes kam Freude auf:



Lieferumfang:
Motherboard
Handbuch, Quick-Start-Anleitung, Treiber-DVD und Utility-DVD
gepolstertes I/O Panel
6 SATA-600-Kabel, dazu passende Beschriftungs-Etiketten
M-Konnektoren
E-SATA-Bracket
2 SLI-Brücken
Wi-Fi / Bluetooth Modul und 2 separate Antennen
6 Stück V-Check-Kabel
Türschild und MSI Case-Badge





Systemübersicht:

Motherboard: MSI X99A Gaming 9 ACK
CPU: Intel Core i7-5820K
CPU-Kühler: Thermalright Silver Arrow IB-E mit 3 Lüftern TY-147A
Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LPX schwarz DIMM Kit 16GB, DDR4-2666, CL15-17-17-35 (CMK16GX4M4A2666C15)
Grafikkarte: MSI GTX 970 GAMING 4G
Netzteil: Corsair RM 1000 1000W ATX 2.3
Betriebssystem: Windows 7 Ultimate (64BIT)
SSDs und Festplatten: Crucial M550 256GB; Crucial M500 480GB; 2x Toshiba DT01ACA300 3TB
Eingabegeräte: Logitech G510, MSI Interceptor DS200


Beim X99A Gaming 9 ACK handelt es sich um das (noch) aktuelle Gaming-Flaggschiff von MSI für Sockel 2011-3. "Noch", weil mit dem X99A GODLIKE GAMING bereits ein neues Flaggschiff in den Startlöchern steht.

Layout und Ausstattung:
Das X99A Gaming 9 ACK kommt im typischen MSI Gaming Design daher: Das PCB ist in einem satten, tiefen Schwarz gehalten. Rote Zierelemente und ein Drachenlogo machen deutlich, dass es sich um ein MSI Gaming Board handelt.


MSI verwendet auf seinen aktuellen Mainboards ausschließlich Komponenten, welche die Bedingungen der US-amerikanischen technischen Militärnorm MIL-STD-810 erfüllen. Spulen und Kondensatoren sind damit für den Einsatz unter Extrembedingungen geeignet. Nutzer solcher Boards profitieren von einer hohen Zuverlässigkeit dieser Komponenten. Hi-c Kondensatoren mit bis zu 93% Energieeffizienz sorgen für einen im Verhältnis zur Boardausstattung niedrigen Energieverbrauch des Mainboards. Super Ferrit Spulen sorgen gegenüber herkömmlichen Spulen bei einer um ca. 35° niedrigeren Betriebstemperatur für einen bis zu 30% höheren Stromfluss, eine bis zu 20% höhere Energieeffizienz und schlussendlich einfach für höhere OC-Referenzen.

Das X99A Gaming 9 ACK kommt  im E-ATX-Format . Das heißt es kann zwar in einem ATX-Gehäuse montiert werden, ist aber zwei Zentimeter breiter als ein ATX-Board.


Als erstes stechen die fünf PCIe 3.0 x16 Slots ins Auge. Auf PCIe x1 oder x4 Slots verzichtet MSI hier komplett. Damit sind SLI- oder CrossFire-Gespanne mit jeweils bis zu vier Grafikkarten möglich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass aktuell nur ein i7 5960X oder ein i7 5930K 40 Lanes zur Verfügung stellen, beim i7 5820K sind es lediglich 28 Lanes. Negativ ist anzumerken, dass beim Betrieb mit einem i7 5820K nur im ersten PCIe-Slot ein Betrieb mit PCIe 3.0 x16 möglich ist. Es wäre schön gewesen, wenn man dafür den zweiten Slot ausgewählt hätte, denn beim Verwenden einer Grafikkarte in Slot 1 kann es es Platzprobleme beim Einsatz besonders großer CPU-Lüfter geben.


Als nächstes fallen die zehn SATA-600 Anschlüsse auf. Hier ist kein zusätzlicher SATA-Controller nötig, alle 10 Anschlüsse werden über den Chipsatz realisiert.


Außerdem ist ein Turbo M.2 Slot vorhanden, welcher mit  PCIe Gen3 x4 angebunden ist. So sind bis zu 32GB/s möglich. Hier kann eine M.2 SSD mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 32Gb/s angeschlossen werden.


Unterhalb der PCIe-Slots findet sich ein Slow- Mode-Switch(SLOW_1). Aktiviert man ihn, so bleibt der CPU-Multiplikator konstant bei 8. Dieser Schalter ist für Extrem-Übertakter interessant. So kann man den Rechner mit einem geringen CPU-Takt starten. Erst wenn es dann ans Benchen geht wird der Switch umgelegt, und die CPU läuft mit voller Geschwindigkeit.


Das Board verfügt über fünf Lüfter-Anschlüsse in vierpoligem Design. Davon sind zwei für CPU-Lüfter und drei für Sys-Fans. Alle fünf Lüfteranschlüsse lassen sich separat im UEFI regeln. Allerdings sind nur bei den beiden CPU-Lüfteranschlüssen auch alle vier Pins belegt. Bei den drei Sys-Fan-Anschlüsse hingegen sind nur drei Pins auch wirklich belegt, so dass nur bei den CPU-Lüfteranschlüssen eine PWM-Steuerung möglich ist.

Wenn man sich den Bereich um den CPU-Sockel herum genauer anschaut sieht man schnell die acht DRMOS-Chips mit jeweils 2 Phasen. Damit wird eine 16-phasige digitale Spannungsversorgung realisiert, das sollte auch für ambitionierte Overclocker ausreichen.


Ebenfalls zu begrüßen ist das Dual-BIOS, realisiert über zwei separate BIOS-Chips. Mit einem kleinen DIP-Schalter kann man zwischen BIOS A und BIOS B wählen.


Auffällig ist, dass es direkt um den CPU-Sockel recht viel freien Platz gibt. Dadurch sollte es möglich sein, so ziemlich jeden derzeit erhältlichen CPU-Kühler zu montieren.

Die acht DDR4 Dimm-Slots unterstützen Taktraten bis zu 3.333 MHz, maximal 128 GB Arbeitsspeicher sind möglich.
Das Back Panel verfügt neben einem PS/2-Anschluss und zwei USB 2.0-Anschlüssen über weitere sechs USB 3.0- und zwei USB 3.1-Anschlüsse. Dazu kommen ein Gigabit-Ethernet-Port sowie ein CMOS Reset-Schalter, damit man für ein CMOS-Reset nicht zwingend das Gehäuse öffnen muss. Das analoge Audio-Panel wird durch einen optischen Audio-Anschluss ergänzt. Außerdem befindet sich am Back Panel der Anschluss für das optionale WiFi-Modul.


Ergänzend bekamen die rückwärtigen Anschlüsse, welche über das Backpanel nach außen geführt werden, einen schwarzen I/O-Panel-Schutz spendiert, welcher dem Schutz vor elektromagnetischen Interferenzen dienen soll. Diese Abdeckung ergänzt sich optisch hervorragend mit der schwarzen EMI-Abschirmung der Sound-Schaltkreise. Im Gegensatz zu den Z97 Gaming  9 Mainboards, welche ebenfalls über einen derartigen I/O-Panel-Schutz verfügen,  ist diese Abdeckung beim X99A Gaming 9 ACK nicht vormontiert, sondern wird im Board-Zubehör mitgeliefert.


Traditionell verwendet MSI bei den Gaming Boards eine hochwertige Soundlösung. So verfügt auch dieses Board über die mittlerweile bekannte "Sound Blaster Cinema 2" Lösung von Creative, welche aus dem Realtek ALC 1150 ein Maximum an Leistung herausholt. Außerdem verfügt das Board über einen zusätzlichen "Direct Audio Power Connector". Über einen mitgelieferten Adapter kann hier ein vierpoliger Molex-Stecker vom Netzteil angeschlossen werden. Anschließend lässt sich über einen onboard Schalter der "Direct Power Mode" für die hinteren Audioausgänge aktivieren. Dadurch werden die hinteren Soundausgänge nicht mehr über das Motherboard, sondern direkt über das Netzteil mit Strom versorgt, was ebenfalls der Soundqualität zugute kommen soll. Achtung: Dieser Schalter darf nur betätigt werden, wenn der Rechner ausgeschaltet ist!


Besondere Aufmerksamkeit verdient natürlich die MSI Streaming Engine. Hier hat MSI eine echte Hardwarelösung integriert: Unter der Abdeckung kommt ein Mini-PCIe-Slot mit einer Steckkarte von Avermedia zum Vorschein. So konnte ein Hardware H.264 Encoder realisiert werden.


Dazu liefert MSI kostenlos die Software Xsplit Gamecaster aus, mit der Videos von 3D-Spielen aufgezeichnet werden können. Außerdem ist eine 24-Monats-Lizenz für--- enthalten.


Schön wäre es, wenn sich MSI bei einem Mainboard der 450€-Klasse bei der Erstversorgung mit Treibern und Tools nicht nur auf Downloads und das übliche Medium DVD beschränken würde. Bei den aktuellen XPOWER-Boards macht es MSI bereits vor: Zusätzlich zu den DVDs findet sich dort ein USB 3.0 Stick mit 8GB Speicher, welcher ebenfalls die Inhalte der beiden mitgelieferten DVDs enthält. Das kommt Käufern entgegen, die heute bereits auf den Einsatz optischer Laufwerke verzichten, weil das Medium USB-Stick schneller und komfortabler ist. Beim X99A Gaming 9 ACK hätte ich einen derartigen Stick nicht als übertrieben empfunden. Nun, vielleicht ist das ja eine Anregung für die Zukunft.


BIOS
Auf dem Mainboard war, wie zu erwarten BIOS-Version 1.0 installiert. Eine aktuellere Version steht bislang noch nicht zur Verfügung.
Die UEFI-Oberfläche ist per Maus bedienbar und äußerst übersichtlich aufgebaut. Man kann auch ein deutsches Sprachschema auswählen. Ich rate davon allerdings ab, denn viele OC-Optionen wirken in ihrer Übersetzung eher unverständlich, da ist die standartmäßige englischsprachige Oberfläche die bessere Wahl.
Beeindruckend ist die Vielzahl an Übertaktungs-Optionen. Diese Optionen alle zu beschreiben wäre müßig, die folgenden Screenshots sprechen für sich.





Gelungen finde ich auch den Hardware Monitor. Hier lassen sich sowohl die beiden CPU-Lüfteranschlüsse als auch die drei Sysfan-Anschlüsse separat vierstufig regeln.



Außerdem gibt es noch den Board Explorer. Hier kann man einsehen, welche Boardanschlüsse belegt sind.





Fazit:

Das MSI X99A Gaming 9 ACK ist wie sein Vorgänger, das X99S Gaming 9 ACK, ein besonderes Board. Einen Hardware H.264 Encoder bietet sonst kein aktuelles Mainboard. Gepaart mit 4x-SLI/Crossfire, M.2 (32Gb/s), WLAN, Bluetooth, einer sehr guten Software-Ergänzung zum ALC1150-Soundchip und einer zweijährigen Software-Lizenz zum Streamen der aufgezeichneten Videos relativiert sich der auf den ersten Blick recht hohe Preis sehr schnell. Natürlich gibt es viele User, welche diese üppige Ausstattung nicht benötigen und, völlig verständlich, lieber weniger  Geld für die Platine ausgeben wollen. Für die Ansprüche dieser User gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Boards. Es gibt jedoch auch User, welche sich ein Maximum an Ausstattung wünschen, und die kommen gegenwärtig am X99A Gaming 9 ACK nur schwer vorbei.

Mein besonderer Dank geht an Vera Chen von MSI Taiwan sowie an das gesamte Team von MSI Deutschland!
« Letzte Änderung: 26. September 2015, 11:47:14 von wiesel201 »
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