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Autor Thema: How To - Stabilitätstests mit Prime95  (Gelesen 81292 mal)

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jabberwoky

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« am: 15. Februar 2008, 00:45:53 »

1. Einleitung



Immer wenn ein PC über die zugelassenen Grenzen der Hersteller hinaus konfiguriert wird, stellt sich die Frage, ob diese Konfiguration in einem 24/7
 Betrieb auch stabil funktionieren wird. In dieser Situation wird immer wieder gerne auf den Klassiker der Hardware-Stress-Tools Prime95 zurückgegriffen.



Ursprünglich wird dieses Tool zum finden von Mersenne Primes vom Projekt GIMPS (Great Internet Prime Search) eingesetzt. Um die Qualität der Rechenergebnisse
 auf den vielen PC´s zu sichern, integrierten die Programmierer Testprogramme um die angeschlossenen Rechner auf Rechnergenauigkeit und Stabilität
  zu testen. Genau diese Testfunktionen machen sich heute alle Overclocker aus dem Intel- und AMD-Lager zu nutze, um ihre übertakteten PC´s auf Stabilität zu testen.  



Dieses How-To kümmert sich nun nicht um die Berechnung von Mersenne Primes sondern führt den Leser durch die Funktionen der Testprogramme und
 in welcher Form diese sinnvoll einzusetzen sind. Nachdem auch der Begriff Prime-Stable sehr dehnbar ist und es keine normierte Definition
  dieses Begriffes gibt, ist die Anleitung auch nur eine Hilfestellung wie ich meinen übertakteten PC auf Stabilität testen kann. Wie lange
   und in welcher Tiefe jeder seine Tests ansetzt, ist jedem selbst überlassen. Wer jedoch Wert auf ein wirklich stabiles übertaktetes System legt,
    sollte seine Testläufe gemäß der Anleitung anlegen.



Linkliste:
 Programme um das System auf Stabilität zu testen

Homepage GIMPS (Prime95)





In der Linkliste sind auch noch andere Programme für Stabilitätstests wie z.b. Orthos zu finden. Allerdings ist der Standard heutzutage eindeutig
Prime95. Bei der Dokumentation von Overclocker-Ergebnissen wird auch immer Prime95 verlangt. Auch bei den Testeinstellungen wird heute meist
die Einstellungen verlangt, die ich in dieser Beschreibung verwende. Die von Prime95 bereits installierten Tests



  1. Small FFT´s (maximum FPU stress, data fits in L2 cache, Ram not tested much)
  2. In-place large FFT´s (maximum heat power cosumtion, some RAM tested)
  3. Blend (tests some of everything, lots of RAM tested)


werden von mir im Testverfahren nicht verwendet und auch hier deshalb nicht beschrieben. In meinen Testreihen werden ausschließlich Custom-Einstellungen
verwendet.

Wie ihr zu den Testeinstellungen in Prime95 kommt habe ich im nachfolgenden Bild beschrieben:



\"Prime95



\"Prime95







Wenn nun im Fenster \"Run a Torture Test\" auf den OK-Button geklickt wird, startet der eingestellte Custom- bzw. Standardtest.


!! WICHTIG!!



Selbst ein Prime-Stable Rechner ist noch keine Garantie, daß das System einwandfrei und fehlerfrei läuft. Dies liegt in der Anlage
der Testprogramme von Prime95. Diese sind nur auf die maximale Belastung der CPU und der Speicherschnittstelle ausgelegt. Ein Test der Grafikfunktionen
oder was noch wichtiger wäre, ein Gesamtbelastungstest von CPU, Speicher und Grafik wird von Prime95 nicht durchgeführt.



Auch wichtig zu wissen ist es, daß Prime95 kein Speichertestprogramm ist. Prime95 setzt die Speicherschnittstelle unter Dampf und somit kann
über diese eine Stabilitätsaussage getroffen werden. Dabei ist es für Prime95 egal ob die Speicherschnittstelle auf der NB oder im Prozessor sitzt. Eine
verlässliche Aussage ob mein Speicher ok ist, oder im übertakteten Zustand Fehler erzeugt kann man mit entsprechenden Speichertest-Programmen, wie
 MemTest86, durchführen. Prime95 ist jedenfalls das falsche Tool hierfür.



Die Tests werden die CPU stark belasten und somit auch die Temperaturen der CPU teilweise massiv in die Höhe treiben, achtet bitte permanent
auf die höchst zugelassene Temperatur der im Test befindlichen CPU. Für Schäden die Aufgrund eines Prime-Tests entstehen, könnt ihr weder mich noch
die Entwickler von Prime95 haftbar machen. Ihr macht das Alles auf eigenes Risiko. Wenn ihr jedoch die Grundregeln des Übertaktens
einhaltet, ist mit keinem Schaden zu rechnen.




2. Grundfunktionen


Nachfolgendes Testvorgehen mit Prime95 hat sich bei mir bewährt und führte letztendlich immer zu einem stabilen System. In der ersten
Übertaktungsphase wird der zu verändernde Parameter immer in kleinen Schritten nach oben gesetzt. Um diese kleinen Schritte einem kurzen
Test zu unterziehen, führe ich nach (fast) jeder Änderung einen sog. Short-Run durch.



Short-Run

Dieser Test belastet das System am stärksten und erzeugt die größte Wärmeentwicklung der CPU. Wenn dieser Test 15-20 Minuten ohne Abbruch läuft, ist die Wahrscheinlichkeit eines
stabilen Systems  hoch einzuschätzen.



Beim Übertakten setze ich mir immer mehrere kleinere Zwischenziele die ich zuerst mal erreichen möchte. Bei meinen letzten Intel-Boardtest
war dies immer z.b. der FSB Wert 400.  Vom Standardwert aus habe ich den FSB immer um 10 Schritte weiter nach oben gesetzt und das Ergebnis immer
wieder mit einem Short-Run geprüft. So geht es immer weiter bis zum Erreichen des ersten Zwischenziels. Dieses Zwischenziel wird dann
vorerst mit einem Middle-Run gesichert.



Middle-Run
Dieser Test beinhaltet nicht nur eine starke Systembelastung sondern das System wird mal mehr und mal weniger stark belastet.
Diese Lastwechsel erhöhen die Sicherheit eines stabilen Systems. Allerdings ist hier auch schon mehr Zeit zum Testen notwendig.
Eine Middle-Run sollte nicht unter 2 Stunden laufen.



Läuft auch dieser Test positiv durch, werden alle maximalen Parameter (CPU, Speicher, Mobo, Grafikkarte), die ich vorab ermittelt habe,
am System konfiguriert um somit ein im Zusammenspiel von übertakteten Einstellungen eingestelltes System zu prüfen. Im ersten Schritt
erfolgt zuerst wieder ein Short-Run. Wenn ich denke die Gesamteinstellung der Werte gefunden zu haben erfolgt ein Middle-Run. Bevor
ich das System für mich Prime-Stable bewerte und für mich zur Nutzung freigebe erfolgt noch einmal der Long-Run.



Long-Run
Der Long-Run soll mir die Sicherheit geben, daß die Übertaktung des Systems so stabil wie möglich eingestellt ist. Der Long-Run
wird von mir meist über Nacht durchgeführt, d.h. Laufzeiten von mindestens 8 Stunden oder mehr. Wie gesagt, spätestens den Long-Run
führen die meisten schon gar nicht mehr durch und betrachten das System bereits im Middle-Run als stabil. Das ist mir jedoch zu wenig.
Als Zocker spiele ich in einer Liga und wenn mein PC während eines Liga-Spieles aufgeben würde und das Spiel damit verloren geht,
könnte ich mir das nicht verzeihen. Deshalb führe ich grundsätzlich mit meinen Einstellungen einen Long-Run durch und erst wenn
der stabil überstanden ist, benutze ich den PC mit diesen Einstellungen im täglichen Einsatz.  




3. Einstellung zum Short-Run





  1. Markiert zuerst den Custom Test.

  2. In diesem Feld wird die Anzahl der erkannten CPU´s angezeigt. Man könnte den Wert ändern, aber ihr wollt ja alle Kerne testen,
    somit auf Default lassen.

  3. Hier wird die minimale Größe der FFT´s eingegeben. Mit dem Wert 8k wird die CPU am stärksten belastet. Achtet bei den kleinen Größen
    unbedingt auf die Temperatur der CPU.

  4. Für den Short Run stellen wir hier ebenfalls 8k ein. Somit werden nur Tests mit 8k FFT´s durchgeführt. Ihr werdet euch wundern wie schnell
    und wie hoch eure Temperatur geht. Dieser Test kann auch verwendet werden, um die maximale CPU-Temperatur zu ermitteln. Lasst dazu den Run aber mindesten 30
    Minuten laufen.

  5. Lasst den Schalter Run FFTs in-place immer aktiviert. Er bewirkt, dass Prime95 immer den gleichen Speicherbereich für seine
    Berechnungen verwendet.

  6. Hier könnt ihr einstellen nach welchem Zeitraum die nächste FFT-Größe verwendet wird. Beim Short Run ist hier
    keine Eingabe erforderlich, da ja die ganze Zeit nur 8k-Tests laufen.






4. Einstellung zum Middle-Run





  1. Markiert zuerst den Custom Test.

  2. In diesem Feld wird die Anzahl der erkannten CPU´s angezeigt. Man könnte den Wert ändern, aber ihr wollt ja alle Kerne testen,
    somit auf Default lassen.

  3. Hier wird die minimale Größe der FFT´s eingegeben. Mit dem Wert 8k wird die CPU am stärksten belastet. Achtet bei den kleinen Größen
    unbedingt auf die Temperatur der CPU.

  4. Für den Middle Run lassen wir die Default-Größe von 4096k stehen. Der Test wird nun nach der Zeitvorgabe (siehe Punkt 5)
    auf eine andere FFT Größe umgestellt. Dieser Lastwechsel, fordert die CPU zusätzlich, speziell wenn von einer großen in kleine
    FFT Größe geschaltet wird. Das ist auch Ziel dieses Tests.
  5. Lasst den Schalter Run FFTs in-place immer aktiviert. Er bewirkt, dass Prime95 immer den gleichen Speicherbereich für seine
    Berechnungen verwendet.

  6. Hier könnt ihr einstellen nach welchem Zeitraum die nächste FFT-Größe verwendet wird. Lasst die Standardzeit von 15 Minuten stehen.
    Somit wird bei 2 Stunden Testzeit acht mal ein Lastwechsel durchgeführt.





5. Einstellung zum Long-Run





  1. Markiert zuerst den Custom Test.

  2. In diesem Feld wird die Anzahl der erkannten CPU´s angezeigt. Man könnte den Wert ändern, aber ihr wollt ja alle Kerne testen,
    somit auf Default lassen.

  3. Hier wird die minimale Größe der FFT´s eingegeben. Mit dem Wert 8k wird die CPU am stärksten belastet. Achtet bei den kleinen Größen
    unbedingt auf die Temperatur der CPU.

  4. Für den  Long Run verwenden wir ebenfalls die Default-Größe von 4096k. Der Test wird nun nach der Zeitvorgabe (siehe Punkt 5)
    auf eine andere FFT Größe umgestellt. Dieser Lastwechsel, fordert die CPU zusätzlich, speziell wenn von einer großen in kleine
    FFT Größe geschaltet wird. Das ist auch Ziel dieses Tests.

    Zulässige Werte wären hier 8, 10, 12, 14, 16, 20, 24, 28, 32, 40, 48, 56, 64, 80, 96, 112, 128, 160, 192, 224, 256, 320, 384, 448,
     512, 640, 768, 896, 1024, 1280, 1536, 1792, 2048, 2560, 3072, 3584, und 4096. Lasst aber den maximalen Wert drin stehen, so ist sichergestellt
     das Prime95 sich aus dem ganzen Einstellungspool bedienen kann.


  5. Lasst den Schalter Run FFTs in-place immer aktiviert. Er bewirkt, dass Prime95 immer den gleichen Speicherbereich für seine
    Berechnungen verwendet.

  6. Hier könnt ihr einstellen nach welchem Zeitraum die nächste FFT-Größe verwendet wird. Lasst die Standardzeit von 15 Minuten stehen.
    Somit wird bei 1 Stunde Testzeit vier mal ein Lastwechsel durchgeführt.




6. Wann ist ein Fehler aufgetreten



Das schöne an Prime95 ist, daß es auf Programmebene meine Hardware (CPU und Speicherschnittstelle) testet und im Fehlerfall nicht den ganzen
PC in den Tod reißt, sondern auf Programmebene mir eine Fehlermeldung ausgibt. Das funktioniert bis auf zwei Konstellationen wunderbar, bei
welchen nicht, habe ich in den ersten beiden Punkten beschrieben.



Die nachfolgenden Fehlerbeschreibungen sind Erfahrungswerte die ich über die Zeit der Nutzung von Prime95 gemacht habe. Die meisten
Fehlerbeschreibungen und Lösungen im Internet decken sich mit meinen Erfahrungswerten. Jedoch sind die Lösungen und Nennung der
 Abbruchgründe nicht immer identisch zu diesen Beschreibungen, aber tendenziell treffen diese doch immer zu.



PC bootet während Prime95 läuft komplett neu (Warmstart oder Reset)

Meist liegt dieser Fehler an zu wenig Spannung für die CPU. Abhilfe lässt sich hierbei leicht durch Anhebung der Vcore erwirken. In einigen
Fällen ist auch eine mangelhafte Stromversorgung, sprich zu schwaches Netzteil schuld. Im ersten Schritt auf jeden Fall prüfen, ob das
verwendete Netzteil auch ausreichend Leistung für ein übertaktetes System liefert. Wenn das sichergestellt ist, dann könnt ihr an der Vcore-Schraube
 mal nach oben drehen.



PC \"friert\" ein während Prime95 läuft, nix geht mehr

Ebenfalls ein hässlicher Fehler. Erstmal deswegen weil am Rechner erstmal gar nix geht und ich den Reset-Knopf drücken muss und Zweitens weil
dieser voraussichtlich durch Speicherprobleme verursacht wurde. Diese in Griff zu bekommen ist meist aufwändiger. Sprich jetzt muss ich
erstmal sicherstellen, dass der verwendete Speicher überhaupt die Übertaktung mitmacht. MemTest86 verwenden und die Schauben Vdimm und
Latenzen so einsetzen, daß der Speicher sauber läuft.




Prime95 bricht den Testprozess an einem Kern ab

Tritt ein Fehler in der Berechnung auf, quittiert das Prime95 mit dem Abbruch des Workthread wo die Berechnung durchgeführt wurde. Im nachfolgenden
Bild kann man den abgebrochenen Workthread anhand des roten Symbols erkennen. Prime95 gibt hier eine Fehlermeldung aus, die uns eigentlich nichts
sagt, außer der Rechner ist nicht stabil. Eine Deutung der Fehler und deren Fehlerursachen ist zumindest mir noch nicht gelungen, ist auch nicht
notwendig, da ich ja weiß wo der Fehler stecken kann. Im Prozessor und/oder in der Speicherschnittstelle. Die Gegenmaßnahme ist eigentlich auch fast
immer dasselbe. Vcore einen Schritt nach oben und den Testlauf nochmal von vorne beginnen.









Schwierig und mit Schmerzen verbunden ist so ein Abbruch bei einem Long-Run nach 9 oder 10 Stunden. Aber jetzt ja nicht sagen, ach was passt schon.
Jeder Fehler in Prime95 wird sich irgendwann am System wieder fortsetzen. Blöd ist es nur, wenn ich an meinem PC eine Überweisung gerade über 5,00 Euro
tätige aber wegen eines internen Rechenfehlers 5.000 Euro aus der Überweisung werden. An den Haaren herbeigezogen sagt ihr jetzt, leider nicht, genau so
vorgekommen. Also achtet auf einen stabilen Rechner und Prime Stable für mich heißt Custom Test mindestens 8-10 Stunden.




7. Besonderheiten die es zu beachten gilt



Wenn ihr ein Beweisbild für die Übertaktung des Systems benötigt, dann haltet das nachfolgende Muster ein. Hier ist
alles in einem Bild dokumentiert, daß das Übertakten erfolgreich war.






  1. Screen Prime95 Workthread. Hier sollten die Workthreads der CPU´s ersichtlich sein, d.h. beim einem Quad sollten alle vier, bei Dual sollten alle 2
    und bei einem Singlecore ein Workthread ersichtlich sein. Achtet darauf, daß die Spalte mit der Größe der gerade berechneten FFT´s mit
    auf dem Bild ist.

  2. Hier wird der Windows Taskmanager angezeigt. Als Spalten sollte der Name, die aktuelle CPU-Auslastung, Die CPU-Zeit und die Anzahl der Threads
    angezeigt werden. Sortiert die Spalte CPU-Zeit aufsteigend, denn damit steht Prime95 automatisch an erster Stelle. Damit niemand erkennen kann
    welche Programme installiert sind und derzeit laufen, ist es erlaubt, die übrigen Namen aus zu schwärzen. So wie ich es bei PRime95 und der Vista-Taskleiste gemacht habe.

  3. Die Cpu Temperatur und die einzelnen Core Temperaturen sollten (müssen aber nicht) zu sehen sein. Das verwendete Tool dazu bleibt Euch
    überlassen. Entweder verwendet man das vom Hersteller beigelegte Programm, bei MSI z.b. das Dual-Core-Center oder man macht es so wie hier in dem
    Beispiel mit Everest das in der Sidebar angezeigt wird. In diesem Screen ist ein kleiner Fehlerteufel von Everest versteckt. Die 81 Grad
    Motherboard Temperatur werden falsch ausgelesen.

  4. Verwendet immer die aktuelle Version von CPU-Z, denn damit ist sichergestellt, daß auch aktuelle Boards mit deren Sensoren unterstützt
    werden. In diesem Fall wird jedoch das X48 noch nicht korrekt unterstützt, erkennbar an der falschen Vcore.

  5. Zur Dokumentation wie die Speicherlatenzen und der Speichertakt eingestellt ist, öffnet CPU-Z ein zweites Mal und geht dann in den Reiter \"Memory\". Im zweiten
    CPU-Z-Fenster muss nicht zwingend die Version erkennbar sein, wenn diese im ersten Fenster bereits ersichtlich ist.



Auf diesem Beweisscreen kann man sehr schön sehen, dass Prime95 im Task-Manager nur als eine Instanz gestartet wurde, aber die CPU-Zeiten für
alle vier CPU´s mitgerechnet wurden. In diesem Fall zeigt die Instanz PRIME95.EXE eine Laufzeit von knapp 76 Stunden an. Die
Instanzenlaufzeit muss nun durch die Anzahl der CPU´s geteilt werden (in diesem Fall vier) und dann haben wir die reale Laufzeit
 dieses Run´s ermittelt. Also 76 Stunden Intanzlaufzeit geteilt durch vier CPU-Kerne macht eine reale Laufzeit dieses Run´s von 19 Stunden aus. Solche
 Run´s in der Länge sind eigentlich nicht nötig. 8-10 Stunden sind eigentlich vollkommen ausreichend. Aber bei mir wird bei einem Long-Run Prime95 vor
 dem Schlafen gehen gestartet und erst wieder gestoppt, wenn ich am nächsten Tag aus der Arbeit heimkomme. Gespannt laufe ich dann immer bei
 solchen Run´s zum Bildschirm um zu kontrollieren, daß das Ergebnis positiv ist.  



Ich hoffe die kleine Einweisung in die Benutzung von Prime95 war verständlich und ich wünsche Euch viel Spaß beim Ocen und natürlich jede
Menge Prime-Stable-Run´s.
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Zitat Dieter Nuhr und mein Motto: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben. Man muss auch unfähig sein sie auszudrücken.

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dalex

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #1 am: 15. Februar 2008, 19:07:58 »

Vielen Dank für die sehr ausfühliche Anleitung und meinen Respekt!
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Gruß dalex

Du kannst jeden hetzen, bloß keinen Computer!

Nice_Stuff

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #2 am: 15. Februar 2008, 22:33:47 »

Eine sehr schöne Arbeit.

Vielen Dank auch von mir  :winke
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red2k

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #3 am: 16. Februar 2008, 07:44:48 »

oh ist ja doch schon online ;)

jetzt kann ich meiner kiste mal schmackes geben. danke jabberwoky.
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der Tobi

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #4 am: 16. Februar 2008, 10:18:48 »

Servus.

Sehr geile Anleitung.

Danke an den OC Gott Jabber......RESPEKT
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1203153606 »
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Percy

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« Antwort #5 am: 16. Februar 2008, 11:23:02 »

Extraklasse Arbeit, Jabber!  

Nu schauen wir mal wieviele \"OC Profi\" wieder auf den Boden der Tatsachen zurück kommen.  =)
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Xervek

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #7 am: 22. März 2008, 14:24:05 »

Hallo zusammen,

kurze Frage, wie kann ich denn die Option \"Number of torture test threads to run:\" dort hinbekommen? Bei mir existiert diese Option nicht...

Danke
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Liebe Grüße und vielen Dank!  :winke

Nur echt in Ultra High Definition Video.

|/ Übrigens, mein Rechner |/

jabberwoky

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #8 am: 25. März 2008, 11:09:09 »

Zitat
Original von Xervek
kurze Frage, wie kann ich denn die Option \"Number of torture test threads to run:\" dort hinbekommen? Bei mir existiert diese Option nicht...

aktuelle prime95 version verwenden (> 25.xx) und einen Mehrkernprozessor haben.  ;)
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Zitat Dieter Nuhr und mein Motto: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!

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Gargi

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« Antwort #9 am: 07. April 2008, 14:15:20 »

Super Anleitung! Vielen Dank dafür! Eine Frage dazu: auf dem letzten Bild ist ein Vista Gadget zu sehen, dass die CPU Temperatur und die RAM Timings anzeigt. Kannst Du mir sagen, welches Gadget das ist und woher man das bekommt?

Vielen Dank!

cu
Gargi
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Percy

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« Antwort #10 am: 07. April 2008, 14:32:57 »

Zitat
3. Die Cpu Temperatur und die einzelnen Core Temperaturen sollten (müssen aber nicht) zu sehen sein. Das verwendete Tool dazu bleibt Euch überlassen. Entweder verwendet man das vom Hersteller beigelegte Programm, bei MSI z.b. das Dual-Core-Center oder man macht es so wie hier in dem Beispiel mit Everest das in der Sidebar angezeigt wird. In diesem Screen ist ein kleiner Fehlerteufel von Everest versteckt. Die 81 Grad Motherboard Temperatur werden falsch ausgelesen.
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Gargi

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« Antwort #11 am: 07. April 2008, 15:17:14 »

Ups, überlesen gehabt! Danke Dir! :)

cu
Gargi
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Lubi

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« Antwort #12 am: 30. Mai 2008, 08:35:44 »

Hallo alle zusammen

Was ist aber wenn Vista den Test nach ca.2 min. abbricht und Prime hat aber noch keinen Fehler angezeigt?
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der Tobi

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« Antwort #13 am: 30. Mai 2008, 08:53:02 »

Dann liegt es am OC.

Bei mir läuft Prime auch unter Vista ohne Probleme.

Es gibt auch extra eine 64 BIT Prime Version.
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neoson

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« Antwort #14 am: 30. Mai 2008, 09:32:45 »

wirklich guter Howto...also ich hab immer nur max middleruns gemacht...da aber jeder eine andere art davon versteht was ein middlerun ist...(für mich etwa 4stunden)
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Johannesx

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« Antwort #15 am: 30. Juli 2009, 16:16:46 »

Frage zur Zuverlaessigkeit der longruns:
(Quelle: irgendein Wiki)
Es kommt ya gelegentlich immer mal wieder vor das ein hochenergetisches kosmisches Teilchen (Roentgen oder Gammastrahlen oder wasauchimmer) ich deinen Speicher fliegt und dort ein einzelnes Bit veraendert. Dies kommt laut der Seite etwa 1 mal pro Tag vor, und wuerde zwangslaeufig zu einem Rechenfehler fuehren.
Ernstzunehmen? :kratz Humbug? :irre
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Feidl74

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #16 am: 19. Mai 2011, 13:27:18 »

kein unsinn. die erde wird tag für tag mit solchen strahlen aus dem all beschossen. aber dafür haben wir ja die magnetosphäre:).der erde. dieses magnetfeld absorpiert die plasmateilchen und leitet den rest zu den polen um. dort ist das magnetfeld der erde am schwächsten. ist aber kein grund zur sorge da die strahlung die dort ankommt und durchkommt so klein ist, das sie ungefährlich für den menschen ist. der meiste teil wird bereits durch das magnetschild der erde eliminiert/umgeleitet. ob dieser restbeschuss allerdings für einen rechenfehler in einem longrun systeminstabilität auslöst, k.a.:D

hätten wir kein magnetfeld, dann könnten grössere kmas der sonne die erde komplett verwüsten. 1999 wurde z.b. die provinz quebec und angrenzente privinzen in den usa/kanada durch eine Kma der sonne lahmgelegt. diese war aber nicht wirklich stark. es gibt Kmas die ca 1000000x mehr energie freisetzen wie die grösste atombombe. so ein kma ohne magnetosphäre der erde wäre verherrend für den planeten^^.

kmas sind sonnenstürme der Sonne, die grosse mengen an hochenergetischen plasma, ins all schleudert. eine grosse kma braucht von der sonne zur erde dann ca 8minuten. gibt kleine und grosse kmas und nicht jede kma kommt richtung erde. da die pole sich ca alle 150000jahre wechseln, sprich nord zu südpol und anderstrum und die letzte polwanderung ca vor 178000 jahren war, wird die nächste polwanderung bevorstehen. welche auswirkungen das direkt aufs leben, die wirtschaft etc hat, weis noch keiner, da wir das noch nicht erlebt haben^^. im schlimmsten fall, kann die magnetosphäre dabei für ein paar tage oder länger komplett verschwinden. es gibt hinweise dafür das die pole bereits am wandern sind. zumindest wurde in den letzten jahrzehnten ein abnehmender magnetismus am nordpol/südpol festgestellt(nicht linear gemessen)

sonnenstürme die die erde treffen erkennt man auch an dem polarlicht. das ist nichts andres wie eben eine kma die die erde getroffen hat^^. die plasmateilchen verglühen dann in der atmosphäre und wir sehen das dann als polarlicht.

btw das erdmagnetfeld ist auch dafür verantwortlich das wir nicht durch türen oder wände gehen können, nicht die gravitaion^^.

 

back to topic.

nutzt man prime nur wenn man übertakten will oder macht es sinn die systemstabilität damit allgemin zu testn. z.b. nach neuinstallation oder irgendwelchem auftreten von fehlern wie bluescreens/freezes?
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von 1305807449 »
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wollex

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #17 am: 19. Mai 2011, 20:35:39 »

Zitat
nutzt man prime nur wenn man übertakten will
Nein, du testest mit prime auch die normale Stabilität des Systems und was vllt. noch wichtiger ist: Du gehst mit den Temperaturen ans Limit und kannst feststellen ob du die CPU-Kühlung sachgerecht montiert hast bzw. dein Kühler ausreichend ist. Führe mal den oben beschriebenen \"Short Run\" durch  ;)

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Thomas

Feidl74

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #18 am: 19. Mai 2011, 21:25:18 »

joa mach ich ja nächste woche:). da kommt ja das 870-g45^^. also hab heut metest mal glaub 6 stunden laufen lassen und ich weis zumindest das der arbeitsspeicher i.o ist..falls 6 stunden memtest86+ dafür ausreicht^^. prime95 kann man nicht zufällig von einem usb stick booten? so wie memtest86+?
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wollex

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How To - Stabilitätstests mit Prime95
« Antwort #19 am: 20. Mai 2011, 06:04:01 »

Zitat
prime95 kann man nicht zufällig von einem usb stick booten?
Nein, das Programm läuft unter Windows. Wenn du natürlich ein Image dieses OS auf deinem Stick hast, dann könntest du es theoretisch auch vom Stick ausführen.

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Thomas